Heft 
(1927) 36
Seite
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deutschen Volkes zu beginnen. Man erkennt, daß der Titel des Buches den Inhalt nicht ganz deckt. Das Paläo.ithikum bildet eine unbegründete Mehrbelastung. Sichere Spuren unserer Vorväter, soweit man dieses Wort sinngemäß benutzen kann, führen nur bis in das Neolithikum zu­rück. Wenn man aber das Werden des deutschen Volkes, d. h. die Zu­sammenfassung verschiedener Bevölkerungselemente innerhalb ein und derselben Grenze und deren langsames Verwachsen miteinander" dar­stellen will, dürfte man auf den Ausklang der Vorgeschichte in Nordost­deutschland, die Wendenzeit, nicht Verzicht leisten, denn hier liegen noch wesentlich mitbestimmende Elemente unverwertet, und daß wir Prä­historiker die wendische Zeit vom 6.- 12. Jahrhundert noch mit als Vor­geschichte zu betrachten haben, ist wohl als selbstverständlich zu be­trachten.

Von einer Beurteilung einer Reihe von Einzelheiten kann hier ab­gesehen werden, denn, um mit dem Verfasser zu sprechen ,,, wenn ihnen im Augenblick die allgemeine Anerkennung noch versagt ist, nun, dann muß eben das persönliche Urteil an deren Stelle treten."

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W.s Vorgeschichte ist nicht nur wegen des besonderen Stand­punktes, den der Verfasser bei der Beurteilung der Geschehnisse gewählt hat, einer besonderen Beachtung wert, sondern sie besitzt noch eine andere Eigenschaft, die nicht nur den ernsten Forscher, sondern auch den wissensdurstigen Laien immer wieder zu dem Buche greifen lassen wird. Es fehlen ihm trotz seiner wissenschaftlichen Vollwertigkeit sämt­liche Anmerkungen, die bei der Lektüre als störende Unterbrechungen wirken. Dafür ist es mit einem besonderen Schriftenverzeichnisse als Anhang ausgestattet. Auf jeden Abschnitt im Text folgt außerdem die besondere Literatur. Die Schriftenverzeichnisse im Anhang verteilen sich auf( A.) Systematik der vorgeschichtlichen Funde auf deutschem Boden und( B.) Die Kulturentwicklung auf deutschem Boden im Rahmen der­jenigen Gesamteuropas. Gerade im Interesse derer, die der Vorgeschichts­wissenschaft ferner stehen, ist das Literaturverzeichnis mit besonderem Dr. Ernst Sprockhoff. Dank zu begrüßen.

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Es ist uns diesmal eine ganz besondere Freude, endlich wieder einmal volkskundliche Aufzeichnungen aus der Feder unseres langjähri­gen Mitgliedes W. v. Schulenburg zu bringen, der seinen Lebensabend in Neu- Strelitz verlebt. Der nunmehr 80jährige Forscher hat uns seine Sammlungen zur Verfügung gestellt. Das Material über die Prignitz bringen wir heute. Anderes später. W. v. Schulenburg hat alles nieder­geschrieben, was er in seinem langen, arbeitsreichen Leben, nament­lich im Laufe der letzten 20 Jahre( auf 1908 ist besonders hingewiesen) erlauscht hat. Zuweilen läßt sich aus dem Notizenstil noch erkennen,