17. (10. außerord.), 18. (8. ord.) Versammlung des XXV. Vereinsjahres 179
17. (io. auBepont.) üepsammlung des XXV.' .
Montag, den 26. Februar 1917, abends 8 Uhr wurde unter gütiger Führung des Herrn Pfarrers Gustav Göhrke unsere altehrwürdige St. Nikolai-Kirche besichtigt.
18. (8. ordenti.) Versammlung des XXV. Vereinsjahres
im Märkischen Museum am 28. Februar 1917.
Der Vorsitzende, Herr Geheimrat Ernst Friedei machte die ebenso überraschende wie traurige Mitteilung, daß unser 2. Vorsitzender, Geheimer Justizrat Emil Uhles, am 19. Dez. 1916 im 76. Lebensjahr verstorben sei, nachdem ihm seine geliebte Gattin Frau Clara U. geb. Haniel im 69. Lebensjahre kurz zuvor am 25. November 1916 vorangegangen. Die Beerdigung hat am 22. Dez. 1916 in Wiesbaden auf dem neuen Friedhof stattgefunden. Nur Stiefkinder hinterblieben. Der Vorsitzende würdigte eingehend die Verdienste des Verstorbenen um die Volkskunde und sein Lieblingsfeld, die Geschichte und Entwickelung der Fischerei, vorzüglich der unserer Heimatprovinz. Die Versammlung ehrt den Entschlafenen durch Erheben von den Sitzen.
Dies geschieht auch zum Gedächtnis der zwei Mitglieder Lehrer Max M oser, der seinen Wunden am 10. Dez. 1916 erlegen und des Lehrers und heimatkundlichen, wissenschaftlich geschätzten Schriftstellers Hermann Ber- drow, der am 19. Januar d. J. im 57. Lebensjahr entschlafen ist. Frau. Berdrow wird erfreulicherweise die Mitgliedschaft des Gatten fortsetzen.
U. M. Fräulein Elisabeth Lemke hielt einen Lichtbilder-Vortrag: „Siebenbürgen, Land und Leute, nach Erfahrungen im Lande , der an und für sich hochinteressant, zumal in gegenwärtiger Zeit, besonders wirksam war, wo die Rumänen einen verräterischen Einfall in das alte Kron- land Siebenbürgen gewagt haben, allerdings mit vollkommen negativem Erfolge, denn nicht nur ist der Rumäne aus Siebenbürgen hinausgeworfen worden, sondern er hat sich die Fortnahme von Bukarest und des Hauptteils von Rumänien gefallen lassen müssen.
Nachdem der allseitige Beifall verklungen war, folgte ein Lichtbildervortrag unseres A. M. Christoph Voigt über das Thema „Seestücke älterer holländischer Meister in Beziehung zur Mark Brandenburg“. Von den Beziehungen des Großen Kurfürsten und seines Nachfolgers Friedrichs III. (I.) zur niederländischen Malerei ausgehend, der das Kunstleben der Mark und im besonderen Berlin so viel zu verdanken hat, führte Redner eine Reihe bedeutsamer Seestücke aus jener
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