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5. Für die nächste Zeit sind Wanderversammlungen in Städten und grösseren Dörfern in Aussicht genommen, schon damit auch die auswärtigen Mitglieder häufiger Gelegenheit haben, an Vorträgen, Studienausflügen und Besichtigungen teilzunehmen.
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6. Vorträge, Besichtigungen, Führungen und Wanderversammlungen der„ Brandenburgia" werden ergänzt durch die von der Gesellschaft herausgegebenen Schriften, das Monatsblatt" und das„ Archiv". Beide haben die Aufgabe, wertvolle Abhandlungen und kleinere Mitteilungen aufzunehmen, der kommenden Zeit zu überliefern und ein reichhaltiges Nachschlagewerk zur Verfügung zu stellen, in dem Forscher und Heimatfreunde Stoff für ihre Studien aufgespeichert finden. Während das Archiv ausschließlich umfangreichere Arbeiten bringt, enthalten die Monatsblätter auch kürzere, wissenwerte Beobachtungen und Notizen neben Sitzungsberichten, Vereinsnachrichten und Mitteilungen aus dem Märkischen Museum. Neuerwerbungen des Museums müssen in Zukunft weit mehr noch als früher veröffentlicht werden. Auch der Lehrer jeder Schule findet in den Jahrgängen unserer Zeitschrift Stoff in Fülle für den heimatkundlichen Unterricht.
Wie die„ Brandenburgia" in der Mark, so sind ähnlich organisierte Gesellschaften mit gleichen Zielen in anderen Provinzen tätig, befruchten die Arbeit der Heimatfreunde und lenken ihre Bestrebungen in die richtigen Bahnen. Sie werden darin tatkräftig unterstützt durch den ,, Heimatschutz", durch die Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege, durch Wandervereine und schliesslich durch die von der Provinz, den Kreisen und grösseren Gemeinden veranlasste Herausgabe von Werken über Kunstdenkmäler, von Kreiskalendern oder Einzelschriften, unter denen das soeben erschienene und S. 35 besprochene Buch von Mucke Bausteine zur Heimatkunde des Kreises Luckau" wohl eines der bedeutendsten sein dürfte. Kleinere Museen in zahlreichen Orten der Provinz tun das Ihrige zur Hebung der Heimatpflege. Vorläufig arbeiten alle diese Stellen leider gar zu sehr neben- und gar zu wenig miteinander.
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Es unterliegt keinem Zweifel, dass auch der heimatkundliche Unterricht der Schule aus all diesen Bestrebungen Nutzen zieht und Nutzen ziehen muss. Ganz besonders verdienstvoll ist es, dass sich das ZentralInstitut für Frziehung und Unterricht der Förderung des heimatkundlichen Unterrichts an höheren und Gemeinde- Schulen mit grösstem Eifer annimmt und zwecks Fortbildung der Oberlehrer und Lehrer fortgesetzt Lehrgänge und Führungen veranstaltet, um die bisher vielfach so vernachlässigte Ausbildung und Vorbildung zur Erteilung des heimatkundlichen Unterrichts zu ergänzen¹).
1) Vgl. Vorlesungsverzeichnis Winter 1919/20 S. 31, 35, 45 u. 93. Ausserdem im März 1920( besonders angekündigt): Dr. Kiekebusch: 1. Uebersicht über die vorgeschichtl. Perioden. 2. Führung durch die vorgeschichtl. Abteilung des Märk. Museums. 3. Die Behandlung vorgeschichtl. Funde im Rahmen des heimatkdl, Unterrichts( erläutert an Beispielen).