Die Prignitz.
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aus einem Ackerbiirgerstädtchen zu einer Gewerbestadt geworden, öl, Taback und Wollzeuge sind die wichtigsten Zweige. Im Osten der Prignitz sind es besonders Grubenhölzer, welche verfrachtet werden.
Die Kolonisation der Askanier. Die Dörfer. In welchen Grössenverhältnissen die landwirtschaftlich benutzten Flächen untereinander stehen, ergiebt sich aus beifolgender Tabelle. Dieselbe zeigt, dass in beiden Kreisen zwei Maxima vorhanden sind. Das erste Maximum
Die Grössenklassen*)
Dio landwirtschaftlich benutzten Flachen der einzelnen Betriebe betragen
O s t p r
landwirts
Betriebe
ignitz
chaftliche
Fläche
ha
Westp
landwirts
Betriebe
rignitz
chaftliche
Fläche
ha
unter
0,1 a
11
0,0
1
0,0
0,1 a
bis 2 „
110
1,3
168
1,7
2 „
»
5 „ 334
10
478
14
5 „
n
20 „
1316
140
1665
180
20 „
n
50 „
1385
445
1814
568
60 „
rt
1 ha
1797
1 162
1735
1140
1 ha
r>
2 „
1253
1 690
1432
1984
o
" n
n
3 „
589
1 386
716
1709
3 „
«
4 „
318
1087 !
397
1357
4 ,
n
5 „ !
279
1226 !
314
1387
5 „
n
10 „ !
879
6 448
819
5 751
10 „
n
20 „ !
1095
15 748
798
11428
20 „
n
60 „
1356
43 168
1155
36 229
50 n
*
100 „ i
279
17 950
146
9109
100 „
n
200 „ !
56
7 387
21
3 087
200 „
V
600 „
37
12 685
39
12 642
600 „
n
1000 „
28
18 261
11
6 668
1000 „
u.
darüber
2
2 089
2
2 609
umfasst die Betriebe der ländlichen Arbeiter, welche Gartenland und Kartoffelland von den Gütern erhalten und es selber bestellen. Es handelt sich hier um Flächen zwischen 1 und 4 Morgen. Das zweite Maximum liegt in beiden Kreisen in engeren Grenzen. Es betrifft den bäuerlichen Grundbesitz und umfasst Flächen von 80 bis 200 Morgen. Dieser Besitz ist nicht bloss der Anzahl der Betriebe nach, sondern auch der Fläche nach der bedeutendste. Es lehrt also die Tabelle, dass in der Prignitz der bäuerliche Grundbesitz vorherrscht. Weiter aber ersieht man noch, dass der Grossgrundbesitz hier sehr zurücktritt. Es giebt nur 2 Betriebe, welche über 4000 Morgen gross sind. Diese Ver-
*) Statistik des Deutschen Reiches Bd. 112. S. 537. 1898.