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Wanderfahrt nach Fürstenwalde an der Spree.
und darüber hinaus nach Süden strömten und liier die ungeheueren Sandmassen anliäuften, welche den Hoden der Niederlausitz ausmachen. Ihr Weg ging natürlich zu beiden Seiten neben den Raucnschen Bergen vorüber, und in der Schlucht von Langewahl über Petersdorf mul durch den Scharmützelsee hat sich eine dieser Strassen erhalten. Die Saml- tmd Schlammmassen halfen selbstredend die Unebenheiten in der tertiären Oberfläche ausgleichen, so dass das Inlandeis bei seinem weiteren Verrücken sich auch, infolge des beständigen Nachschubes von hinten, auf diese Höhen hinaufsehieben musste. Wahrscheinlich aber bereiteten diese dem Vorrücken doch einige Schwierigkeiten, so dass ein Aufenthalt in der Bewegung entstand, wodurch wieder der Absatz von Sand, Kies und Schlamm im Vorlande nur noch gesteigert wurde. Beim Abschmelzen blieb daher die Grimdmoräne des ersten ’ ‘ ’ ises auf
den Kuppen zurück und aus ihr s die grossen Blöcke.
Der grosse Markgrafenstein auf dem Rauenschen Berg bei Fürstenwalde, mit dem durch Sand gebläse erzeugten Erosions-Gürtel, von 8 Seiten gesehen (nach Bekmann 1751.)
Die zweite Vereisung war mm nicht so mächtig als die erste, und was diese zu Stande gebracht hatte, gelang jener nicht mehr. Sie vermochte das Hindernis nicht zu überwinden und das Gletschereis floss um die Beige herum, so dass sie als eine Insel aus dem Kiso liervor- ragten. Die Gründe für diese Annahme ergeben sich aus dem unterwegs schon beobachteten Aufbau der Kundschaft.. Hierzu kommt, dass im Süden der Rauenschen Beige, zwischen dem Scharmützel-See und der Spree, der Obere Gesehiebelelmi wieder in weiter Ausdehnung auftritt, und dass er am östlichen Ufer des Scharmützel-Sees an dein oberen Rande der Böschung überall bis zu einer gewissen Tiefe hinab auftritt. , Das ist ein Zeichen dafür, dass die Rinne des Scharmützel-Sees schon vor der Ablagerung des o beren Geschiebelehms ausgeprägt war. Wir haben es daher in den Kaueiiselien Biogen mit einer der sogenannten „Duivliragungen des unteren Diluviums durch das obere“ zu tlmn, wie sie sieh ziemlich häufig in der Norddeutschen Tiefebene finden, so