Wanderfahrt nach Fürstenwalde an der Spree.
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ist z. B. eine ebenso grossartige wie diese hier in den Ferien von mir nördlich von Zielenzig beobachtet worden. Dort liegt auf der höchsten Kuppe, dem Taubenberge mit 167 m, neben der Triangulations-Marke ein Findling, der allerdings nicht ganz so gross ist als dieser hier, aber doch noch ungefähr ein Würfel mit einer Kante von 1,75 m Länge ist. Andere Durchragungen sind als förmliche Züge aus der Uckermark beschrieben worden.
Merkwürdig ist noch, dass sich von der Grundmoräne des ersten Inlandeises ausser diesen grossen Blöcken und den zahlreichen kleineren nichts erhalten hat, vor allen Dingen nicht die geringste Spur einer Lehmdecke, von dieser ist nur der Sand übrig geblieben, während der Ilion ausgewaschen worden ist. Diese Erscheinung rührt offenbar daher, dass die Kuppen während der zweiten Vereisung als Erdoberfläche allen Regengüssen ausgesetzt waren, welche sicher mit dem Abschmelzen des Inlandeises verbunden waren, wodurch natürlich aller Thon aus der Grundmoräne ausgeschlemmt wurde.
Es ist klar, dass diese grossen Blöcke zum Nachdenken über ihre Herkunft herausfordern mussten. Es ist hier nicht der Ort, auf alle Theorien näher einzugehen. Es mag nur auf eine Erscheinung hingewiesen werden, welche Klöden vor 61 Jahren schon hervorgehoben hat. Nachdem er die geologischen Lagerungsverhältnisse hier so sorgfältig beschrieben hatte, dass seine Nachfolger Plettner, Girard und Bergbaus nichts hinzuzufugen vermochten, spricht er noch von einem dritten Block, welcher eine Viertelmeile nördlich von den Markgrafensteinen, am Fasse der Rauenschen Berge im Lehm des Plateaus gefunden und zu vier grossen Säulen verarbeitet worden war. Dieser Block war ganz von Lehm umhüllt und hatte dieselbe petrographische Zusammensetzung als die übrigen beiden auf den Bergen, ein Zeichen dafür, dass alle drei von derselben Stelle stammen und die Reise gemeinsam gemacht haben mussten. Klöden schreibt dazu: „Sollte es hierbei nur zufällig sein, dass diese kolossalen Bruchstücke in einer Linie lagen von Norden nach Süden? Drängt sich dabei nicht unwillkürlich der Gedanke an eine in dieser Richtung thätigen Wurfkraft auf?“ Aber er ist noch einen Schritt weiter gegangen bis zu einer Zusammenfassung, indem er am Schlüsse des Stückes V seiner Beiträge schreibt, „dass diese grossen Geschiebe sich nur in der Uckermark, der östlichen Mittelmark und Neumark finden, während die Priegnitz und die westliche Mittelmark k eine zu enthalten scheinen. Sollten sie hier wirklich fehlen oder nur nicht bekannt sein?“ Diese grössten, von denen hier die Rede ist und d ie auf solchen Höhen liegen, wie die von Rauen und von Zielenzig sind, fehlen wohl südlich dieser Linie, denn ihr Vorhandensein wäre diese 60 Jahre hindurch kaum verborgen geblieben. Ihre Grösse und die ex- ponierte Lage sind ein Zeichen dafür, wie gross die Transportfähigkeit