Kleine Mitteilungen.
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des Kreises Westhavelland in anzuerkennender Weise vollendet wurde. Den Körperschaften, welche in patriotischer und königstreuer Gesinnung die erforderlichen Mittel bewilligt haben, um dies künstlerisch und geschichtlich bedeutsame Denkmal zu erhalten und demselben seine alte Schönheit wiederzugeben, gebührt Dank! Hoffen wir, dass diese so sorgfältig sauber und sachgemäss ausgeführte Restauration dem schönen Denkmale eine lange Dauer gewähren möge und dass, wenn einmal wieder Erneuerungen notwendig werden, sich der alte patriotische Sinn der Brandenburger von Neuem bewähren und die Mittel aufzubringen wissen werde, welche alsdann zur Erhaltung des Denkmals erforderlich sein möchten.
6. Herr Divisions- Pfarrer Schild aus Torgau spricht hierauf über ,, Bilder aus dem Leben der preussischen Armee des vorigen Jahrhunderts.( Nach alten Militär- Kirchenbüchern und biographischen Aufzeichnungen Fridericianischer Feldprediger.)"
Der mit grossem Beifall aufgenommene längere Vortrag wird im Archiv der Gesellschaft erscheinen.
7. Nach der Sitzung fand eine zwanglose Zusammenkunft in den Räumen des Wirtshauses zum Kurfürsten statt.
Kleine Mitteilungen.
Zur Glockenkunde der Provinz Brandenburg.( 2. Beitrag aus den Sammelkästen des Märk. Prov.- Museums.) In der 1890 neu erbauten Kirche zu Stolzenhagen sind die beiden Glocken der alten Kirche aufgehängt. Die grösste derselben von 1699 trägt die Inschrift: Johann Jacob Schulz gos mich Berlin Soli Deo Gloria. A. 1699.( Hier folgen die Namen der Ortsund Kirchen- Vorsteher).
Die zweite Glocke ohne Inschrift ist die kleinste von dreien, ähnelt jener Glocke in Mühlenbeck, welche einige Adels- Wappen und den St. Georg zeigt.
Märk. For
Die dritte mittlere Glocke ist von dem lebenden Collier- Zehlendorf. Mitgeteilt durch Mitglied Grunow. Vgl. Jahrg. 2, S. 91. Vgl. dazu: Frh. v. Ledebur: Beitrag zur Glockenkunde der Mittelmark. schungen. V. 1857. Daselbst S. 135 wird eine oftmalig in Berlin genannte Giesserfamilie Schulte, Schultz, Schultze, Schulz, Schulze erwähnt. Besonders viele Glocken goss der von Herrn Grunow erwähnte J. J. Schulz. zwischen
1698 und 1716.
Friedel.