Heft 
(1914) 1
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dazu mit Ernst anzuhalten. Wenn aber die adelichen Dörfer mit Unfern Amtsdörfern grenzen, müsset Ihr verfügen, daß die Eigentümer oder Besitzer derselben, dem gemeinschaftlichen Unterhalt der Schulen, ohne fernern Verzug beitreten. Ihr habt also überall ungesäumt darnach das Nöthige ungesäumt zu besorgen, und dahin zu sehen, daß Unsere hierunter führende Willensmeinung unausgesetzt mit Nachdruck bewerkstelliget werde. Gestalt Wir denn auch die Schul-Kommission befehligt haben, Euch bei dieser Ein­richtung mit gutem Rathe an Hand zu gehen, auch von Zeit zu Zeit von dem Fortgange des Werks zu berichten, damit nach Befinden der erforderte mehrere Nachdruck von Euch gegeben werden könne. Sind rc. Berlin, den 29sten Oktober 1741.

Auf Sr. König!. Majestät attergnädigsten Spezial-Befehl,

v. Görne. v. Viereck, v. Boden.

An

die Preuß. Regierung.

Das unter Berlin, den 2ten Januar 1743, von Sr. Majestät dem Könige Friedrich N. Höchstselbst vollzogene Reglement, wegen Erhaltung des auf dem platten Lande in Preußen eingerichteten Schulwesens, besagt in Ansehung der vorstehenden ?rincip. rexul. folgendes §. 1.

Sr. Majestät ordnen und befehlen Allerhöchst hiemit und Kraft dieses, daß es bei dem einmal festgesetzten Schulen-Plan und der nach dem­selben gemachten Einrichtung beständig sein Verbleiben haben und dawider keine Veränderung, unter welcherlei Vorwand auch sehn möchte, vor­genommen oder gemacht werden soll.

bin Krief cles groken Königs.

Ein Originalbrief Friedrichs des Großen ist unserem Heimatmuseum von Herrn Lehrer und Kommissarischen Amtsvorsteher Meyer z. Z. Prenzlau (früher Breitenfeld, Prignitz) geschenkt worden. Der Brief ist in seiner Art so kenn­zeichnend für den großen König, daß ich nicht unterlassen kann ihn zur allgemeinen Kenntnis zu bringen.

Durchlauchtiger Fürst Freundlich Lieber Vetter

Da Ich aus Ewr: Liebden Schreiben vom 6n dieses ersehe, daß der Otto Bogislaus von Damitz sich in Coswig angefunden, und aus allen Umständen wohl gewiß ist, daß es mit demselben im Kopfe nicht meist richtig fein müße, so wird auch Wohl das Beste Mittel sehn denselben in sichere Verwahrung nach Magdeburg auf die Citadelle bringen zu laßen. Es werden also Ewr. Liebden dazu die nötige Anstalt machen laßen; und haben Dieselben die erforderliche Ordre an den General Lieutnant v. Greevenitz zu deßen Annehmung in original!, sammt einer Abschrift zur Nachricht hierbei) zu empfangen. Ich bin beständig

Berlin, den 10. Dec. 1746.

Ewr: Liebden Freundwilliger Vetter

(eigenhändige Unterschrift) Friedrich.

An den General Feld Marschall des Fürst von Anhalt Zerbst Liebdz.