und Wenden, oder sich auch mit den letzteren verbündend. Solch unnatürliches Bündnis gegen die Feinde ihres Bolkes war nie von langer Dauer, und stets finden wir die Sachsenstännne an erster Stelle im Kampfe gegen die Slawenvölker < Wenden».
Markgraf Gero, der von 000—905 lebte, war es hauptsächlich, der lange Zeit diesem Rassenkampfe, Volkskampfe könnten wir auch sagen, seine Gestalt verlieh. DieserMarkgraf, dein derKaiser Otto der Große 937 die Nordmark verlieh, war ein glühender Feind der Slawen (Wenden) und erkannte Wohl frühzeitig, das; beim Rassenkampf kein Bergleich, sondern nur ein Sieg oder eine Niederlage möglich ist. Er versuchte daher auf alle Weise, seinein Volke die Uebermacht zu verschaffen und schreckte auch nicht davor zurück, sämtliche Wendenfürsten zu Brandenburg a. H., Brennabor wurde es damals genannt, 939 ermorden zu lassen, als er von ihrer Verschwörung erfuhr. Wenn es uns furchtbar erscheinen will, das; ein Germane, ein Deutscher, die Gastfreiheit schändete, so müssen wir uns doch sageil, es waren andere Zeiten, andere Männer, die im Grenzkriege verwildert waren, und denen das Wohl ihres Stamnies über alles ging. Markgraf Gero hat durch die Ereignisse Recht behalten, das; seiner Rasse, seinem Volke die Herrschaft gebührt, daß die jetzige Provinz Brandenburg den Germanen, dem Deutschtum gehört. Wenn wir ein so einheitliches Brandenburgisches Volk später wurden, so ist der Grund dazu von Gero und seinen Nachfolgern gelegt worden, die in diesen blutigen Daseinskämpfen die Slawen vernichteten. Nur die Tüchtigsten der Germanenrasse überdauerten die Kämpfe-, und auch von diesen nur die mutigsten wagten es, ihre Arbeit in die Mark, die sandige, wüste Mark, zu stecken und seßhaft zu werden. Unser Boden, der viel Arbeit fordert und nichts ohne Arbeit gibt, hat uns fähig gemacht, im Weltkampfe später unsere Daseinsberechtigung zu beweisen. Es ist die Liebe und Tüchtigkeit der germanischen Grenzstämme zu dem immer wieder mit dem Schwerte eroberten Lande gewesen, die es vermochte, hier sich niederzulassen. Diese Liebe zur eroberten und später ererbten Scholle war es, die unsere Bewohner zu größter Kraftanstrengung in der Stunde der Gefahr ermunterte und Brandenburg befähigt hat, alleil Stürmen zu trotzen und den Grund zu unserm heutigen Deutschen Reiche zu legen.
Wir wollen hoffen, daß noch einst ein allgermanisches daraus werde. Es hat jeder einzelne die Pflicht, mitzuarbeiten zum Heile unseres Volkes. Höhere Lebensinteressen müssen ihren Weg ins ganze Volk nehmen. Der Wille zur Weltherrschaft muß geweckt werden. Geistig und als Macht ist das Germanen- volk berufen, Weltherrscher zu sein. Soweit wir in der Geschichte rückwärts schauen, fast stets ist es germanische Kraft, germanischer Geist, der Welten formt und alternde Völker verjüngt. Ans vielen Kräften wird eine große Kraft, und es ist nötig, daß die Erkenntnis, was unser Volk vermag, uns allen klar wird und uns ermuntert, zu arbeiten für seine Weltstellung. Es ist nötig, das; wir geschlossen sind als Volk, das; der Streit, der uns trennt, aufhört, um der fremden Welt als Ganzes entgegenzutreten. Wie uns in grauer Vorzeit stets Rassenkämpfe zwangen, unsere ganze Kraft einzusetzen, so wird es auch in Zukunft sein. Sorgen wir dafür, daß diese Kämpfe uns gerüstet finden, geistig und körperlich. Wir haben die Fähigkeit, als Volk ein Herrenvolk zu sein in gutem Sinne; die größten Männer unseres Stammes haben es uns gezeigt und uns die Wege gewiesen zur Größe des Germanentums. Ein Luther, Kant, der Große Kurfürst, Friedrich der Große, Goethe, Schiller, Moltke und Bismarck, sie haben unserm Volke den Weg gewiesen, um frei und stark zu sein. Was diese als einzelne für uns leisteten, muß uns Gemeingut werden. Sie haben uns die Vorzüge der Germanen gezeigt, ihre Fehler sind nicht da, um nachgemacht zu werden. — Unser Volk hat viel durch Kriege gelitten, um manch Jahrhundert sind wir zurückgekommen und haben es dann versucht, das Verlorene durch Gesetze schnell einzuholen. Unsere jetzige Zeit ist groß, vielleicht eine der größten, die je gewesen! Es ist die Zeit, wo große Gegensätze aufeinanderprallen, wo sich zeigen soll: sind wirjfühig