Heft 
(1914) 5
Seite
61
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Die slawische Siedelung bei Dahlhausen i. d. Prignitz.

(vorläufiger Bericht.) von Paul Quente, Heiligengrabe.

Mit 2 Textabbildungen und 1 Tafel (XXXIII).

Im Frühjahr 1912 mußte ich die Ausgrabung einer slawischen Siedelung der Feldbestellung wegen einstellen. Oie bis jetzt gewonnenen Ergebnisse sind aber wohl geeignet, das Interesse weiterer kreise zu erregen.

Abb. l.

Das Kreuz (x) bezeichnet die Stelle der Siedelung.

Die Siedelung befindet sich zwi­schen Dahlhausen und Blumental an einem kleinen, aber wasserreichen Bache, der Nadel. Oie Wiesen an seinen Ufern sind noch jetzt ziemlich feucht. Oie meisten sind wohl früher Seen gewesen; sicher aber nicht mehr zur Zeit der slawischen Siede- lung. Oie Urnenfelder machen es wahrscheinlich, datz noch in der frühe­sten Periode der Eisenzeit sich Seen an Stelle der Wiesen ausbreiteten. Dasselbe lehren die Siedelungen bis zur vorrömischen Zeit, va erst der kleinste Teil der slawischen Liedelung aufgegraben ist, so kann ich auch nur über vorläufige Ergebnisse berichten. Das Dorf scheint ein Zeltdorf ge­wesen zu sein.

Ich erwartete bestimmt Pfosten­löcher zu finden, die auf ein Vor­handensein von festen Gebäuden Hin­weisen sollten. Es fand sich jedoch