Heft 
(1.1.2019) 1/2
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|>> Arbeitsgruppen. So ist das Sprachen­zentrum der Universität Potsdam an zwei großen LINGUA-ProjektenAkademischer Diskurs in der Europäischen Union und Lernen europäischer Sprachen mit Compu­ter und Internet sowie am Thematischen | Netzwerkprojekt im Bereich der Sprachen in _ den ArbeitsgruppenLanguage provision for students of other disciplines undTesting beteiligt. Auch die anderen Sprachenzentren | der Region wirken an solchen Projekten in | überdurchschnittlichem Maße mit. | Darüber hinaus wurden eine Reihe weiterer | Beispiele zukunftsweisender Ausbildungs­konzepte vorgestellt. Sie reichten von the­| menornientierten Sprachmodulen im Ausland | über eine transatlantische Videokonferenz | bis hin zu fachspezifischen Lehrveranstaltun­| gen für verschiedene Fächer. Eine besonde­re Rolle spielten Fragen der Sprachaus­| bildung in philologischen Studiengängen, wie die Gestaltung der Vorstudienkurse |(Propädeutika), Studieneingangstests und 7 Strategien der Wissensaneignung und der | Fertigkeitsentwicklung. Einen übergreifen­} den Schwerpunkt bildeten Überlegungen | zum autonomen Lernen. Beiträge zu einem 1 die Lernerautonomie fördernden Sprachun­| terricht waren auf die Integration von Wissen

über Lernvorgänge und Techniken zur

Effizienzsteigerung des selbständigen Ler­

nens von Fremdsprachen ausgerichtet, ) Die vom Sprachenzentrum der Universität | Potsdam organisierte Tagung stieß bei den | 80 Teilnehmern aus allen Hochschulen der _ Region auf ein äußerst positives Echo. Sie Soll deshalb auch im nächsten Jahr wieder | stattfinden. Doris Flischikowski

Zwei Neuerungen brachte der Romani­Sstentag in Jena im vergangenen Jahr. Erst­mals tagten dort alle romanistischen Fachverbände Deutschlands, wie Franko­Romanisten, Hispanisten, Lusitanisten und Katalanisten, gemeinsam. Erstmals gab es auch eine Kooperation mit einem geschichtswissenschaftlich orientierten Forschungsinstitut, dem Moses Mendels­sohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam (MMZ). Unter der Leitung der Hispani­sten Prof. Dr. Christine Bierbach, Univer­sität Mannheim, und Prof. Dr. Georg Bossong, Universität Zürich, sowie des Historikers Dr. Bernd Rother, MMZ, wid­mete sich eine der Sektionen dem Thema Judenspanisch Sephardische Studien.

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Die Beschäftigung mit sephardischen The­men ist einer der Forschungsschwerpunkte des MMZ. Nicht nur in Deutschland gibt es | Nur wenige Historiker, die die Geschichte

JAHRESABSCHLUSS GEMEINSAM GEFEIERT

Der Kreis der Professoren-Gattinnen um Chri­stiane Loschelder lud im Dezember 1997 wie­der gemeinsam mit dem Akademischen Aus­landsamt der Uni zu einer kleinen Weihnachts­feier für ausländische Kinder und deren an der Hochschule studierende Eltern ein. So besuchte auch Familie Siakam mit den Kindern Wilfried und Leslie(unser Foto) aus Kamerun an diesem Tage zunächst die MärchenaufführungDas Tierhäuschen imTreffpunkt Freizeit. Anschlie­Bend trafen sich alle Eingeladenen bei Musik,

der Nachfahren der 1492 aus Spanien ver­triebenen Juden untersuchen. Auch in Isra­el, Frankreich und den USA ist dieses Ar­beitsgebiet noch kaum zu Ehren gekom­men, vergleicht man es mit den Projekten zur aschkenasischen Kultur, Religion und Geschichte,

Die von der Deutschen Forschungsgemein­schaft geförderte Sektion in Jena war vor­nehmlich dem Austausch zwischen deut­schen und ausländischen Forschern sowie zwischen Hispanisten und Historikern ge­widmet. Von deutschen Sprachwissen­schaftlern gibt es schon seit einigen Jahren Projekte zumJudenspanisch, der Sprache der sephardischen Juden, die bis ins 20. Jahrhundert mit hebräischen Lettern ge­schrieben wurde. Sie war in den sephar­dischen Zentren auf dem Balkan und in der heutigen Türkei die dominierende Alltags­sprache. Die Sprache war auch das ent­scheidende Merkmal, an dem Sepharden zu erkennen waren und mit dem sie sich

Kerzenschein und Weihnachtsstolle an der Universität. Natürlich fehlten die Geschenke für die Kleinen nicht. Wenige Tage zuvor feierten 200 ausländische und deutsche Studierende der Alma mater in der Oberen Mensa des Uni-Komplexes Am Neuen Palais ausgelassen den Jahresabschluß. Diese ebenfalls schon zur Tradition gewordene Veranstaltung organisierten das Auslandsamt und die studentische GruppeKnotenpunkt. L.E./Foto: Fritze

DIE GESCHICHTE DER NACHFAHREN

Moses Mendelssohn Zentrum beim Romanistentag in Jena

von ihrer Umwelt unterschieden, weswe­gen ihre Entwicklung auch für Historiker von großem Interesse ist. Da in Jena auch Wissenschaftler aus Bulgarien, Frankreich, Großbritannien, Israel, Portugal, Rußland und Spanien vortrugen, war das Ziel des Anschlusses an die internationale Diskussi­on erreicht.

Vom MMZ referierten Hiltrud Wallenborn und Dr. Bernd Rother in Jena. Hiltrud Wal­lenborn befaßte sich mit den sephardi­schen Gemeinden in Amsterdam, Ham­burg und London im 17. Jahrhundert und ihren Beziehungen zur christlichen Um­welt. Bernd Rother sprach überSpanien und die Sepharden im 20. Jahrhundert, als es auf der Iberischen Halbinsel zu einer ‚Wiederentdeckung der sephardischen Gemeinden auf dem Balkan kam. Zusam­men mit den anderen Vorträgen werden beide Papiere Ende 1998 in der Reihe Sephardica im Peter Lang Verlag er­scheinen. B.R.

PUTZ 1-2/98

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