)- des Gutachtens der Expertengruppe an AUS DE M SE N AT
Kommentiert: Minister Reiche; die Experten lehnen den DIE BIBLIOTHEKS- Standort Alter Markt ab und plädieren für BE RICHTET BAUPLANUNG den Wettbewerbsstandort
10.7.1997: Schreiben von Prof. Dr. Görtema- In seiner 47. Sitzung am 18. Dezember
Seit Sechs Jahren werden PIRNungsäber ker als dem Beauftragten des Rektors für 1997 hat sich der Senat der Universität
| legungen für den Neubau der Potsdamer
Universitätsbibliothek angestellt— ein Ter- den Bau der UB an Minister Reiche mit der Potsdam u.a. mit folgenden Themen bemin für den Baubeginn ist nach wie vor Bitte um definitive Stellungnahme zur_Sschäftigt bzw. nachstehende Beschlüsse nicht in Sicht. Wichtig ist dabei zu wissen: Standortfrage gefaßt:
Bei einer baulichen Lösung für die Univer- 15.8.1997: Schreiben von Minister Reiche
sitätsbibliothek Am Neuen Palais geht es an Prof. Dr. Görtemaker mit dem Bescheid,_Beschlossen wurde die neugefaßte
| darum, ein zunehmend unzureichendes | Provisorium durch einen einer Universität angemessenen Bibliotheksbau abzulösen;
die Standortfrage sei nun entschieden zu- Immatrikulationsordnung der Universität gunsten des Standortes Am Neuen Palais Potsdam. Damit verbessern sich nun für die
es geht nicht darum, ein vielleicht weniger 3.9.1997: Schreiben des MWFK an das Fi- immatrikulierten Studierenden die Mögbefriedigendes Gebäude durch ein bes- nanzministerium mit der Bitte, den Pla- lichkeiten, das Lehrangebot der eigenen seres zu ersetzen. Blickt man sich in der nungsauftrag(Einstellung der Haushalts- Alma mater und der Berliner Ausbildungsnäheren oder weiter entfernten Nachbar- unterlage Bau) auf der Grundlage des stätten hochschulübergreifend nutzen zu
schaft um, so steht Potsdam mit seiner sta
gnierenden Bauplanung inzwischen ziem- Wettbewerbsergebnisses zu erteilen OÖnnen
Jich alleine da: ob in Frankfurt/Oder. Cott- 9/1997: Planungsauftrag wird von seiten Einigung gab es auch zur neuen Gebührenbus, Dresden, Jena oder Erfurt; überall des MWFK wieder zurückgezogen ordnung der Zentralen Einrichtung für Inforwerden entsprechende Bauvorhaben en- 10/1997: Erneute Erteilung des Planungs- Mmationsverarbeitung und Kommunikation gagiert vorangetrieben. In Potsdam ist seit auftrages(ZEIK). Die Festlegung von Gebühren für die der Prämierung des Siegerentwurfs eines| 12/1997: Ungeklärte baurechtliche Fragen Nutzung von Einrichtungen, Leistungen und europaweit ausgeschriebenen, aufwendi-|(rostitutionsanspruch, ausstehender Be- Diensten der ZEIK erfolgt über Rangstufen gen Architekturwettbewerbs im Novem- f_; nn R ber 1996 hingegen nichts mer gesche- bauungsplan) verhindern mit einem Male und Kostengruppen. Uni-Angehörige kön|| hen, um eine Realisierung näher rücken die Beauftragung der Haushaltsunterlage nen die Leistungen der Einrichtung weiter|| zu lassen. Bau(HU-Bau) hin kostenfrei nutzen. Alle externen Partner || Die Literaturversorgung der Universität 1/1998: Nicht vorliegende und nicht abseh- müssen nun entsprechende Selbstkosten : für die Studierenden und für die Erforder- bare HU-Bau(=Voraussetzung für das Er- Oder marktübliche Preise zahlen. || nisse von Lehre und Forschung leidet der-| ıangen der Kategorie I in der Hochschul- Mit zwei Stimmenthaltungen beschloß das
weil stetig Schaden und wird zum(abseh- E br) 7 RK 5; baren) Zeitpunkt des Umzugs der Gei- bauförderung) lassen einen Termin fürden Gremium die Teilung des bisherigen Insti
steswissenschaftlichen Institute von Golm möglichen Baubeginn nicht mehr kalkulier- tuts für Geographie und Geoökologie in eian das Neue Palais(bei gleichzeitigem bar werden S.-E. genständige Institute. PS.
Verbleiben der Buchbestände in Golm, da der Neubau ja fehlt) kollabieren. Auch die
sehr gut ausgebauten elektronischen VERBLÜFFENDES AUS DER PHYSIK
|| Dienstleistungen der Universitätsbiblio|| thek(die Virtuelle Bibliothek Potsdam) werden dem nicht entgegenwirken können, da sie eine wichtige Ergänzung, aber keinen Ersatz für die Literaturversorgung Mittels des Mediums Buch darstellen.
|| Geht man davon aus, daß die Bibliothek eine || profilbildende Infrastruktureinrichtung der || Universität ist und damit ein Faktor im von | Politik und Öffentlichkeit geforderten Wett| bewerb der Hochschulen, so ist die Univer| Sität Potsdam diesbezüglich nicht gut gerüstet. Barbara Schneider-Eßlinger
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| Regelmäßig einmal im Semester überraschen Rakete erlebt? Anders als in der Fernsehsen| M w“. Dr. Rolf Winter und Dr. Wieland Müller(stehend dung„Knoff-hoff“ wird das Überraschende und
&?| auf unserem Foto) vom Institut für Physik Unerwartete aus physikalischer Sicht erklärt. Da DM A} Schüler, Lehrer und interessierte Potsdamer mit die Veranstaltungen über allgemeinverständlich Zum Lachen ist der Leitenden Bibliotheks- nicht alltäglichen physikalischen Experimenten. vermittelte Wissenschaftsinhalte bei vielen Potsdirektorin der Universität Potsdam, Barbara Wer hat schon eine durch den Raum rollende damern auf Interesse stoßen, sollten nach MeiSchneider-Eßlinger, schon lange nicht mehr Fahrradkette, eine heulende Glasröhre, eine nung der beiden Physiker die SonntagsvorZumute, wenn es um das zentrale Biblio- leuchtende Glühlampe ohne Elektroanschluß, lesungen an der Universität wiederbelebt
theksgebäude geht. Foto: Archiv ein implodierendes Bierfaß, eine fixierende Pha- werden: Das Bedürfnis in der Bevölkerung LLL raoskulptur oder eine'startende ostfriesische scheint vorhanden zu sein. W.M./Foto: Fritze
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