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Werbeplanen wie diese haben inzwischen ihren festen Platz im Berliner Stadtbild, Zur Zeit stehen in der Hauptstadt rund 1,3 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Foto: Fischer
)- weit mehr als 4.000 Mitarbeitern an die Spree kommen. Jeder dritte befragte Verband will in Bonn bleiben, 20 Prozent sind noch unentschlossen. Weniger groß scheint dagegen die Berlin-Euphorie bei den Banken zu sein. Für jedes zweite Geldinstitut wird der Umzug laut Studie keinen oder nur einen geringen Einfluß auf die Aktivitäten in Berlin haben. Nur 29 Prozent wollen in den kommenden Jahren noch neue Geschäftsstellen in der Hauptstadt eröffnen.
Die großen Gewinner des Umzuges werden offenbar die Dienstleister sein. Allein 60 Prozent der befragten Regierungsinstitutionen rechnen für die nächsten Jahre mit einer um 10 bis 20 Prozent steigenden Inanspruchnahme von Dienstleistungen.
Gefragtester Standort in Berlin ist die CityOst. Für 75 Prozent der befragten Verbände und 60 Prozent der Banken ist das Geschäftsviertel in unmittelbarer Nähe zum künftigen Standort der Bundesregierung am attraktivsten. Die Ciy-West halten dagegen nur 20 Prozent der Verbände und 40 Prozent der Banken für interessant. 29.
EU: UMWELT UND KLIMA
Die EU unterstützt Projekte(1994-98), die die Fortbildung zu aktuellen Themen der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung im Bereich Umwelt und Klima fördern, Lehrkapazitäten der europäischen Einrichtungen für die transnätionale Bildung nutzen und die Kommunikation zwischen Studenten und Wissenschaftlern auf europäischer Ebene verbessern. Die formlosen Vorschläge der Fortbildungskurse müssen enthalten: Kursbezeichnung und -inhalte, Veranstalter, verantwortlicher WisSenschaftler, Liste der vorgeschlagenen Redner, Darlegung der Bedeutung des Themas für die europäische/internationale WisSenschaft(max. eine Seite), Veranstaltungsort, Teilnehmerzahl, Dauer und Budget in ECU. Sie sind bis zum 16. März 1998 bei der Europäischen Kommission, GD XII/D— Programm Umwelt und Klima, Rue de la Loi 200, B-1049 Brüssel, Fax 0032(2) 296.30.24, E-mail: environ-infodesk@dg12.cec.be einZureichen. gr.
ALS DER OSTEN DURCH DEN WESTEN FUHR...
Habilitationsprojekt zur Deutschen Reichsbahn in Westberlin
Seit September 1997 läuft am Historischen Institut der Universität und in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam ein Habilitationsprojekt zum Thema „Eisenbahner und Eisenbahnpolitik. Zur Sozialgeschichte der Deutschen Reichsbahn im geteilten Berlin, 1945— 1990“. Das Vorhaben wird—- PUTZ 4/97
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berichtete—- von der Volks- Kalter Krieg im Nahverkehr. Mit dem Mauerbau betrieb die Deutsche Reichsbahn die S-Bahn separat in beiden Stadtteilen. Aus Protest gegen die Teilung der Stadt wurde die S-Bahn in Westberlin boykottiert. Die dadurch ausbleibenden Fahrgäste und ein permanenter Devisenmangel bei der Reichsbahn leisteten der weiteren Verwahrlosung der Anlagen und Verkehrsmittel Vorschub. Auf dem Bild der S-Bahnhof Staaken an der Stadtgrenze des Bezirkes Spandau im Jahre 1976.
wagen-Stiftung gefördert und befaßt sich vor allem mit der Rolle des ostdeutschen Transportunternehmens Deutsche Reichsbahn(DR) in Westberlin.
Dort hatte die DR mehrere tausend Westberliner unter Vertrag, die für den Osten arbeiteten und im Westen lebten. Umgekehrt wurden Eisenbahner aus dem Osten in Westberlin eingesetzt. Diese merkwürdige Situation ergab sich aus den alliierten Regelungen bzw.„Nicht“-Regelungen bei Ende des Zweiten Weltkrieges. Berlin erhielt damals den Status einer fünften Besatzungszone, die durch eine interallierte Kommandantur von den Siegern gemeinsam verwaltet wurde.
Als die sowjetische Besatzungsmacht im August 1945 in ihrer Besatzungszone per Befehl die Betriebsrechte für den Eisenbahnverkehr wieder der DR übergab, akzeptierten die westalliierten Stadtkommandanten von Berlin diese Regelung auch für den Eisenbahnverkehr(S-Bahn-Nahverkehr, Personenfernverkehr und Gütertrans
INNOVATIONSKOLLEG ERWEITERT
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Innovationskolleg„Formale Modelle kognitiver Komplexität“ an der Universität Potsdam ein weiteres Forschungsprojekt bewilligt. Darin soll untersucht werden, wie aufnahmefähig das Arbeitsgedächtnis sein muß, damit man spezifische syntaktische Strukturen verstehen oder selbst produzieren kann. An dem Projekt beteiligen sich Wissenschaftler der Bereiche kognitive Psychologie, theoretische Linguistik und Computerlinguistik der Uni. Das Innovationskolleg„Formale Modelle kognitiver Komplexität“ wurde 1994 zur Erforschung der höheren Denkfunktionen des Menschen ins Leben gerufen. Inzwischen arbeiten 18 Sprachwissenschaftler, Psychologen und Physiker an insgesamt acht Projekten. zg.
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port) in den Westsektoren der Stadt. Auf eine schriftlich fixierte interalliierte Vereinbarung über das Berliner Eisenbahnwesen verzichtete man jedoch, da die westalliierte Seite davon ausging, daß Detailfestlegungen eine künftige Entwicklung nur unnötig erschweren würden. Diese Unterlassung ließ unter den Bedingungen des Kalten Krieges und der Teilung der Stadt eine bizarre Welt entstehen, in der Zweideutigkeiten und Paradoxa die Regel waren. Unterschiedliche Rechtsdeutungen boten immer wieder reichlich Reibungsfläche beziehungsweise Zündstoff für Konfliktsituationen.
Dieser juristische Hintergrund stellt nur eine Facette des Forschungsvorhabens dar. Das Untersuchungsspektrum ist vielfältiger und reicht vom Verhältnis der Großmächte über die Befugnisse der Transportpolizei bis hin zu den Arbeits- und Lebenswelten der Eisenbahner in den beiden Gesellschafts- und Politiksystemen. Die konkreten UntersuChungsebenen sind die Aneignung und Deutung der sozialen Wirklichkeit bei den Eisenbahnern und die Eingnffs- und Steuerungsmechanismen auf seiten der DR/SED. Einen besonderen Platz nimmt hierbei die Entwicklungsgeschichte der S-Bahn in Westberlin ein. Generell ist es Ziel, eine Transportgeschichte„von oben“ und„von unten“ als Sozialgeschichte zu schreiben, mit deren Hilfe sowohl östliche als auch westliche Herrschafts- und Alltagspraxis im Kalten Krieg erklärt werden können. Am Ende soll eine Arbeit vorliegen, die zum einen deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte en miniature widerspiegelt und andererseits die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Verwerfungen in Berlin/Brandenburg hervortreten läßt. Burghard Ciesla
PUTZ 1-2/98
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