Fortsetzung von Seite 25
interdisziplinären Zusammenarbeit von theologischen oder philosophischen Ethikern mit Medizinern, Juristen, Naturwissenschaftlern und Soziologen basieren. Anträge können bis zum 15. April 1998 gestellt werden. Nähere Informationen: Dr. Thomas Wiemer, DFG, Referat ILA7, Tel.(0228) 8852404, Fax(0228) 885-2777, E-Mail: thomas. wiemer@ia7.dfg.d400.de. mn.
BMBF: Ideenwettbewerb
für Leitprojekte
Das BMBF will die Innovationsorientierung der Forschung in Deutschland stärken. In einem offenen Wettbewerb der besten Ideen sollen— ergänzend zur traditionellen Projektförderung— Innovationsziele in Leitprojekten konkretisiert und Wege identifiziert werden, auf denen Kompetenzvorsprünge im internationalen Vergleich erreicht und genutzt werden können. Leitprojekte setzen sich zum Ziel, Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in enger Zusammenarbeit von Anfang an in den Forschungsprozeß einzubinden, um marktrelevantes Innovationspotential schon im Entstehungsprozeß gemeinsam zu erkennen. Leitprojekte sollen Wissen zusammenführen, Kräfte bündeln und eine Schrittmacherfunktion übernehmen. Die Umsetzung in Produkte, Verfahren und/oder Dienstleistungen wird so integraler Bestandteil des gemeinsam gestalteten Innovationsprozesses. Ausschlußfrnst ist jeweils der 31. März 1998. Die Ideenskizzen(dreifach) sind beim Projektträger BEO, Forschungszentrum Jülich, 52425 Jülich, einzureichen.
Vor Antragstellung sollte mit dem Projektträger Kontakt aufgenommen werden. Die Themenfelder lauten:„Ernährung—- moderne Verfahren zur Lebensmittelerzeugung“, Kontakt: Dr. Straub, Tel.(02461) 61-4460, Fax(0241) 61-2730, E-Mail: r.straub@fzjuelich.de,„Energieerzeugung und Speicherung für den dezentralen und mobilen Einsatz“, Kontakt: Dr. Bertram, Fax(0241) 613131, E-Mail:h.-g.bertram@fz-juelich.de und „Mensch-Technik-Interaktion in der Wissensgesellschaft“. Ideenskizzen zu diesem Leitprojekt können beim Projektträger des BMBF für Informationstechnik beim DLR, Abteilung Informationsverarbeitung, Rudower Chaussee 5, 12489 Berlin, Tel.(030) 67055-741, Fax(030) 67055-742, E-Mail: leitprojekte.mti@dlr.de eingereicht werden. Nähere Informationen unter http://www. bmbf.de oder im Dezernat 1 bei Dr. Norbert Richter, Tel.(0331) 977-1778. ni.
„Europäische Graduiertenkollegs“
Zur Verstärkung der europäischen Kooperation auf dem Gebiet der Graduiertenförderung will die DFG die Einrichtung „Europäischer Graduiertenkollegs“ unter
stützen, die aus dem Förderungsprogramm„Graduiertenkolleg“ finanziert werden. Anträge können jederzeit— unabhängig von üblichen Fristen des Verfahrens— vorgelegt werden.
Die Beantragung eines Kollegs setzt voraus, daß das Forschungsprogramm mit Wissenschaftlern zumindest einer Partnerhochschule im europäischen Ausland durchgeführt wird. Am Studienprogramm, das an allen beteiligten Universitäten gewährleistet sein muß, sind die Hochschullehrer und Doktoranden der Partnerhochschule einzubeziehen. Jeder Promovierende muß während der Anfertigung der Dissertation sechs bis zwölf Monate an der Partnerhochschule im Ausland arbeiten.
Finanziert werden können Stipendien, einschließlich Zuschläge für Auslandsaufenthalte, erhöhte Mittel für Gastwissenschaftler, Verbrauchsmaterial, Kleingeräte, Literaturmittel und sonstige für die Dissertationsarbeiten(auch der ausländischen Gastdoktoranden) notwendige Ergänzungsausstattung, um 25% erhöhte Koordinationsmittel und alle übrigen im Rahmen des Graduiertenkollegs zu beantragenden Mittel. Spätestens bei der Bewilligung der Mittel muß sichergestellt sein, daß dem ausländischen Partner komplimentäre Mittel zur Verfügung stehen. Die maximale Laufzeit beträgt neun Jahre. Darüber hinaus gilt für die Antragstellung das Merkblatt für Graduiertenkollegs, das im Dezernat 1 bei Dr. Norbert Richter angefordert werden kann. Weitere Informationen: Dr. Robert Paul Königs, Tel.(0228) 8852424, E-Mail: koenigs@iiigk.d400.de. ri.
16 neue Sonderforschungsbereiche
Die DFG hat zum 1. Januar 1998 sechzehn neue Sonderforschungsbereiche(SFB’s) und vier neue Transferbereiche eingerichtet. Transferbereiche werden von der DFG im Rahmen bereits bestehender SFB's eingrichtet, um die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Hochschulforschern mit Anwendern zu fördern. Insgesamt fördert die DFG somit 252 Sonderforschungsbereiche an 58 Hochschulen, für die rund 583,9 Millionen DM zur Verfügung stehen. Die Universität Potsdam, namentlich die Professur für Photonik von Dr. Ralf Menzel, ist in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem MaxPlanck-Institut für Kolloid- und GrenzfläChenforschung am an der Technischen Universität Berlin bewilligten SFB 448„Mesoskopisch strukturierte Verbundsysteme“ beteiligt. nl.
Bellagio Study Center
Seit 1959 unterhält die Rockefeller Foundation im italienischen Bellagio am Comer See ein Zentrum für internationale Konferenzen und Forschungsaufenthalte einzelner Wissenschaftler. Die Stiftung fördert
durch Bereitstellung der Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie Übernahme der Verpflegung Workshops und Konferenzen bis zu 25 Teilnehmern für den Zeitraum von rund einer Woche einschließlich An- und Abreise, übernimmt jedoch nur in Ausnahmefällen auch die Reisekosten. Bewerbungen sind etwa 14 Monate vor Konferenzbeginn an die Stiftung zu richten, die in der Regel binnen drei Monaten eine Entscheidung trifft. Ferner fördert die Stiftung Aufenthalte von Wissenschaftlern bis zu 35 Tagen, um Arbeiten vorzubereiten oder Manuskripte abzuschließen. Die Broschüre „Bellagio Study& Conference Center 19971998“, die Einzelheiten und Hinweise zu Antragstellung und Antragsfristen enthält, kann im Dezernat 1 eingesehen werden. ri.
Leonardo da Vinci
Für die Teilnahme am länderübergreifenden EU-Austausch- und Vermittlungsprogramm„LEONARDO DA VINCI Berufsbildung“ können wieder Anträge gestellt werden. Das Programm dient der Verbesserung der Berufsbildungsmaßnahmen in Unternehmen unter Beteiligung von Sozialpartnern und in Hochschulen sowie der Verbesserung von Sprachkenntnissen und der Verbreitung von Innovationen. Die Antragsfrist endet am 31. März 1998. Infos über http://europa.eu.int/en/comm/dg22/ leonardo.html. gr.
EU: MLIS-Programm Das Programm„Sprachliche Vielfalt der Gemeinschaft in der Informationsgesellschaft(MLIS)“ fordert auf, Vorschläge zur Demonstration optimaler Methoden des UÜbersetzens und Dolmetschens und zum Aufbau eines europäischen elektronischen Terminologieforums einzureichen. Der Aktionsbereich 2 des Programms MLIS— Demonstration optimaler Methoden des UÜbersetzens und Dolmetschens— richtet sich an Anbieter von Sprachdiensten, die die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Methoden verbessern müssen und wollen. Gefördert werden Innovationen beim Übersetzen und Dolmetschen im weitesten Sinne. Der Aktionsbereich 1 des Programms— Aufbau eines europäischen elektronischen Terminologieforums— richtet sich an TerminologieeinYichtungen, die in einem oder mehreren Bereichen neue Termini kreieren, suchen und validieren, sowie an Einrichtungen für Terminologienormung und Einrichtungen mit eigenen Terminologiesammlungen. Die Anträge sind bis zum 31. März 1998 an die Europäische Kommission, GD XII-E-1, EUFO 1267, Rue Alcide de Gaspari, L-2029 Luxemburg einzureichen. Das Infopaket ist über Tel. 0035(2) 4301-34117, Fax 0035(2) 4301-34655, E-mail: MLIS@lux.dg13.cec.be und http://www2.echo. lu/mlis erhältlich. gr.
Seite 26
PUTZ 1-2/98
A