UNICUM-KELLER IN STUDENTISCHE NUTZUNG GEGEBEN
Nachdem der Betreiber des Unikellers Am Neuen Palais im letzten Jahr seitens der UniLeitung eine Kündigung ausgesprochen bekam, da er unter anderem einer studentischen Nutzung nicht gerecht wurde und zumeist nur tagsüber geöffnet hatte, bemühte sich der Studierendenrat(StuRa) der Uni Potsdam um eine erneute Vergabe des Kellers. So beauftragte die Uni-Leitung den damaligen StuRa mit der Neuvergabe. Hierbei stand die studentische und nicht eine rein kommerzielle Nutzung sowohl für die Uni als auch für den StuRa im Vordergrund. Ausschreibungskriterien wurden erarbeitet, die möglichst verhindern sollten, daß weiterhin nur Touristen Am Neuen Palais abgefertigt werden und als Konsequenz dessen das studentische Leben auf der Strecke bleibt. Ziel des StuRas war es, wieder einen fest etablierten Studentenclub am Palais zu haben, der nicht nur neue Angebote für Studenten
STUDIERENDE IN
Nach vorläufigen Meldungen der Hochschulen sind im Wintersemester 1997/98 an den elf Hochschulen des Landes Brandenburg 25.338 Studierende als Haupt- oder Nebenhörer eingeschrieben. Das sind 3.108 bzw. 14 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl der Studentinnen stieg dabei auf 13.169. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg mitteilt, stieg die Zahl der ausländischen Studierenden um fast 500 auf nunmehr 2.029.
An den drei Universitäten des Landes studieren zur Zeit 17.036 Personen. Davon entfallen auf die Uni Potsdam 11.241 Studentinnen und Studenten die sich zum 30.09.1997 an der mit Abstand größten Hochschule Brandenburgs eingeschrieben hatten. Die Zahl der Studierenden an den fünf Fachhochschulen(ohne Verwaltungsfachhochschulen) erhöhte sich um 1.330 auf 6.914, Damit strebt mehr als ein Viertel aller Studierenden einen
schafft, sondern ihnen auch die Möglichkeit gibt, sich selbst zu verwirklichen. So sollen vor allem Studenten erreicht werden, die bisher noch keine oder nur eine geringe Wirkungsstätte finden konnten.
Letztlich bewarben sich auf die Ausschreibung vier Interessenten. Eine Kommission, die zu gleichen Teilen aus StuRa-Mitgliedern und aus Mitarbeitern der Uni-Verwaltung bestand, wertete die eingereichten Konzepte aus und gab eine einstimmige Empfehlung an den StuRa. Dieser stimmte über die Vergabe des Kellers Anfang Dezember endgültig ab. Am Ende erhielt„NIL‘ den Zuschlag.
NIL ist ein Verein, der sich im letzten Jahr neu gegründet hat und fast ausschließlich aus Studenten der ersten Semester besteht. Ihr Konzept legt in erster Linie Wert darauf, daß ein möglichst abwechslungsreiches kulturelles Angebot für die Am Neuen Palais, in der
BRANDENBURG
den beiden Verwaltungsfachhochschulen in Bernau und Königs Wusterhausen. Dort sank die Anzahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr um 383.
Die insgesamt erhöhte Studierendenzahl spiegelt sich in allen Fächergruppen wider. Der stärkste absolute Zuwachs ist, wie schon in den vergangenen Jahren in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu verzeichnen. Damit ist diese Fächergruppe nach wie vor die am stärksten frequentierte. Im ersten Studienfach sind hier 10.750 Studierende eingeschrieben(davon 4.071 an der Uni Potsdam). Es folgen die Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften(4.800— davon allein an der Potsdamer Uni 3.988 mit Berufspädagogik), Ingenieurwissenschaften(4,517— an der Uni Potsdam in der Arbeitslehre mit 183 Belegungen vertreten), Mathematik, Naturwissenschaften(2.558— in Potsdam mit
Fachhoch- 1.706 vertreschulabschluß Anteil der Studierenden Wintersemester 1997/98 ten), Kunst, an. Die Hoch- EHI; Kunstwissenschule für Film 5.2% u E ze Schaft(1.464— und Fernsehen Ca Eberswalde I——-= Uni Potsdam in Potsdam-Ba: Brandenburg 4,0%; 582), Agrar-, belsberg ist die 1,6% L FHÖW. Forst und einzige Kunst- Beau LS En ahnung: hochschule im. HFF Forsdam wissenschaften Land Branden- 22%(679= davon burg mit der- FH Potsdam Y23 ıan der zeit 544 Studie- 6,3% Potsdamer renden. Rück- Uni) und Jäufig dagegen viadrina Sport(585= ist weiterhin die 11,6% alle an der Zahl der Stu- BTU Cottbus Uni Potsdam). dierenden an 13,5% Grafik: Pfeifer mt.
Forststraße und in Golm wohnenden Studierenden, aber auch Interessenten aus der Stadt geschaffen wird. Hierbei sollen diese auch die Möglichkeit haben, am Programm des Kellers mitzuwirken, statt nur ein Angebot zu konsumieren. Außerdem legen die Mitglieder von NIL Wert darauf, Nischen zu füllen. So will der Verein versuchen, ein regelmäßiges Forum für Theater, Konzerte, Lesungen, Filme, Vorträge, Diskussionen ect. zu bieten und hofft hierbei auf rege Beteiligung seitens der Studierenden. Derzeit werden die Vorbereitungen für die Eröffnung des Unicum-Kellers etwas gebremst, da Paul Alandt, der bisherige Betreiber, den Keller nicht termingerecht zum 31. Dezember 1997 an die Universität übergeben hat. Aufgrund der fehlenden Schlüssel konnten die künftigen Betreiber bisher noch nicht zu Werke schreiten.
Wolfgang Rose/Claudia Frenzel
Freie Praktika-Plätze
Das im Babelsberger Uni-Komplex III/1(August-Bebel-Str. 89) etablierte Brandenburgische Entwicklungspolitische Institut e.V. (BEPI) räumt auch im ersten Halbjahr 1998 Praktika-Möglichkeiten ein. Den Interessenten bietet sich eine reizvolle Tätigkeit auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik. Auskunft dazu erteilen Ursula Hein(Tel. 0331/977-3279) oder Prof, Dr. Walter Hundt (Tel. 0331/977-3275). W.H.
Praktikumsmöglichkeit bei WeltTrends
Praktikumsplätze zu finden— und dann noch an der Potsdamer Universität— ist nicht immer leicht. WeltTrends, die Zeitschrift für internationale Politik und vergleichende Studien, hat dem Abhilfe geschaffen und bietet ab März 1998 eine Praktikumsstelle in der Redaktion an. Auf den tüchtigen Trainee warten am Arbeitsort im Park Babelsberg eine Menge von Einsatzmöglichkeiten, wie die redaktionelle Bearbeitung von Beiträgen, Lektoratsarbeit und PR-Arbeit. Eine Dauer von drei Monaten(einmal pro Woche im Büro) ist vorgesehen, doch kann sich diese bei gegenseitigem Einvernehmen verlängern. Darüber hinaus zahlt WeltTrends eine monatliche Aufwandsentschädigung von 150 DM, eher eine Seltenheit im journalistischen Metier, EiSIEINE SIE SC huNDEN sind „TeamGeist“, PC- Kenntnisse, Englisch sowie ein absolviertes Grundstudium.
Weitere Informationen erhalten Interessenten per e-mail(wt@rz.uni- potsdam.de) Oder telefonisch(Tel./Fax 0331/977-4535) bei Dr. Raimund Krämer. Andre Lomsky
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