Heft 
(1.1.2019) 1/2
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VON STUDENTEN, DIE AUSZOGEN, DIE INSEL GIGLIO KENNENZULERNEN

Auch 1997 führten die Studenten der Bio­logie und Geoökologie unter der Leitung von Dr. Detlev Rogge wieder eine Exkur­sion zum Thema Meeresbiologie durch. Im Herbst führte sie diese auf die Insel Giglio vor der italienischen Mittelmeer­küste. Dort verbrachten die Potsdamer amInstitut für Marine Biologie eine erlebnis- und erkenntnisreiche Woche mit Schnorcheln, Tauchen, Material­bestimmungen und Vorträgen.

Das Labor des Instituts ist bestens ausge­stattet mit Olympus-Mikroskopen, Binoku­laren, Standartbestimmungs- sowie Spe­zlalliteratur in mehreren Sprachen zu den einzelnen Tiergruppen sowie verschiede­nen Bestimmungstafeln. Obgleich viel ge­sammelt und bestimmt wurde, bemühten sich die Studierenden, sorgsam mit den naturnahen Lebensräumen und ihren Or­ganismen umzugehen. Krabben, Einsied­

lerkrebse, Röhren­würmer, Muscheln und Schnecken wurden am Ende des Praktikums wie­der im Meer ausge­setzt. Tägliches Wasserwechseln war in den vielen kleinen Aquarien notwendig. Beson­ders der Kontakt mit dem Le­bensraum Meer und das eigenhän­dige Sammeln der Objekte beim Schnor­Cheln und Tauchen bedeutete vielen Stu­denten mehr als das etwas realitätsferne Arbeiten am konservierten Tier- und Pflan­zenmaterial.

Arbeit und Spaß wurden so kombiniert, daß die Laborarbeit oft noch in den Abendstun­

BEI DER HELSINKI STIFTUNG IN WARSCHAU

Der Potsdamer Jurastudent Stefan Unter­gutsch absolvierte kürzlich ein Auslands­praktikum bei einerHuman Rights NGO (einer Nichtregierungsorganisation für Menschenrechte) in Warschau. Nachfol­gend ein kleiner Auszug der von ihm da­bei gesammelten Eindrücke:

Als ich in Berlin in den Eurocity stieg, der mich nach Warschau bringen würde, hatte ich keine richtige Idee, was mich erwarte­te. Sicher ich war schon mal in Polen gewe­sen; damit hatte ich selbst einem Großteil meiner Bekannten etwas voraus, aber das waren Urlaubsfahrten. Daß ich vier Wochen bei einerHuman Rights NGO arbeiten würde, die sich mit Minderheitenschutz, Flüchtlings- und Asylrecht und Menschen­rechten im allgemeinen beschäftigt, das war alles, was ich wußte. Die Themen wa­ren mit aus den Vorlesungen an der Uni Potsdam zumindest theoretisch durchaus bekannt- wie aber würde die Realität aus­sehen?

Um es gleich vorwegzunehmen: Es war echt klasse! Die vier Wochen waren viel zu kurz, gern wäre ich noch wesentlich län­ger geblieben. Die Stiftung, bei der ich lan­dete, war die Helsinka Fundacja Praw Czlowieka, also die Helsinki Stiftung für Menschenrechte. Sie ist ausgesprochen vielfältig. Das Beste kommt allerdings ganz zum Schluß: Ich durfte an einer von der Stiftung ausgerichteten Sommerschule für Menschenrechte teilnehmen, zusam­men mit Anwälten, Menschenrechtlern

und Studenten aus vielen Ländern über­wiegend Osteuropas.

Aber was habe ich in den vier Wochen kon­kret getan? Nun, zum einen war ich natür­lich ganz Auge und Ohr, habe an diversen Interviews teilgenommen, hatte Gelegen­heit, mit Vertretern des UNHCR zu spre­chen, ich habe einen kleinen Überblick über das deutsche Ausländerrecht angefer­tigt und einige Fälle der Rechtshilfeab­teilung bearbeitet, die einen Bezug zu Deutschland und zum deutschen Recht hat­ten. Sehr beeindruckend haben mich die Schicksale der Flüchtlinge, mit denen ich in der Stiftung sprechen konnte ich werde die Freudenschreie nicht vergessen, die eine Frau aus Kamerun machte, als ihr mit­geteilt wurde, daß ihr Asylgesuch ange­nommen wurde.

Ich habe jede Menge neue Freunde gewon­nen und eine Menge über die Situation in ihren Heimatländern erfahren(und komme jetzt mit dem Schreiben nicht nach), und auch wieder Neues in Polen selbst ent­deckt. Warschau(und Lublin, und... und noch vielmehr in Polen) sind sehenswert! Ich werde jedenfalls bald wieder hinfahren und vielleicht schaffe ich es eines Tages auch mal bis nach Bishkek. Auslandpraktika für Jurastundenten(und mehr) bietet übrigens die Europäische Jurastudentenvereinigung(ELSA) an. Hier die Adresse an der Uni Potsdam: ELSA Potsdam, Babelsberg-Nord, Haus 7, Zim: mer 15, Tel. 0331/977-4430, e-mail: elsapdm@rz.uni-potsdam.de.

direkte AT) Spaß und Arbeit verbanden Biologie- und Geoökologiestudierende bei ihrer Exkursion auf die italienische Insel Giglio.

Foto: privat

den stattfand. Häufig brannte das Licht im Labor bis 21.00 oder 22.00 Uhr. Die Taucher konnten jedenfalls täglich von den Erlebnis­sen in den für die anderen leider verborge­nen Tiefen berichten, so von gelben Koral­len, Seepferdchen, Rippenkorallen. Aber die Insel bot und bietet auch vielseitige Möglichkeiten zu botanischen Wanderun­gen, welche fachkundig von Dr. Peter Scharf, dem Kustos des Botanischen Gar­tens der Uni Potsdam, geleitet wurden. Sie erschlossen die nördlichen und südlichen Teile der Insel, führten in die Carigue und in die Macchie. Die hier praktizierte Symbiose zwischen Zoologie und Botanik halten die Exkur­sionsteilnehmer für unbedingt zukunfts­fähig, da die meisten Studenten vielseitig orientiert sind. Wir alle haben viel Wissen mitgenommen, denn beim Selberarbeiten lernt man im­mer noch am meisten. So konnten wir ins­gesamt 114 Pflanzenarten bestimmen. Anja Schilitz/Claudia Maut

DER DAAD IM INTERNET

Auch der Deutsche Akademische Aus­tauschdienst(DAAD) ist nun mit einem ei­genen, umfangreichen Informationsange­bot im Internet vertreten. Die Homepage mit der Adressehttp://www.daad.de öff­net den Weg in ein rund 250 Seiten starkes Angebot, das ständig erweitert wird. Es ist in vier große Themenbereiche gegliedert: Informationen für Ausländer zu Studium und Forschung in Deutschland(ein­schließlich Informationen zu den För­derungsmöglichkeiten), Informationen für Deutsche zu Studium und Forschung im Ausland(einschließlich Informationen zu den Förderungsmöglichkeiten),Wir über uns eine kurze Selbstdarstellung des DAAD sowie Aktuelles(darunter DAAD­Pressenotizen). pm.

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