Heft 
(1.1.2019) 1/2
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NEU ERNANNTE PROFESSOREN

Zu den in der letzten Zeit für die Univer­sität Potsdam berufenen Professoren ge­hören Prof. Dr. habil. Klaus Dethloff und Prof. Dr. Christoph Reichard, die Dr. Bar­bara Eckardt im folgenden kurz vorstellt:

Eine Professur für Physik der Atmosphä­re nimmt Klaus Deth­loff wahr. Es handelt sich um eine gemein­same Berufung von Uni und Alfred-We­gener-Institut für Po­lar- und Meeresfor­schung(AWI). Der Wissenschaftler wurde 1950 in Kämmerich/ Mecklenburg-Vorpommern geboren. Von 1968 bis 1973 studierte er Physik an der Uni­versität Rostock. Dem folgte eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Solar-Terrestrische Physik der Akademie der Wissenschaften der DDR, Observatorium für Ionosphärenfor­schung Kühlungsborn.Zum Einfluß der Impuls- und Wärmequellen auf die Zonal­zirkulation der Tropo- und Stratosphäre promovierte Dethloff 1979 an der Universi­tät Rostock. Sein weiterer wissenschaftli­Cher Weg führte ihn 1984 an das Heinrich­Hertz Institut für Atmosphärenforschung und Geomagnetismus der Akademie der Wissenschaften der DDR, Observatorium für Atmosphärenforschung Kühlungsborn und 1992 an das Institut für Atmosphären­physik der Universität Rostock. An beiden Einrichtungen war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 1986 weilte der Physiker Zu einem zweimonatigen Studienaufenthalt am Institut für Atmosphärenphysik der Aka­demie der Wissenschaften der UdSSR in Moskau. Als Leiter der Arbeitsgruppe Atmo­Sphärenmodellierung an der Forschungs­Stelle Potsdam des AWI fungiert er seit 1992. Im Jahre 1993 habilitierte sich Dethloff an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Arbeit Modellierung und Diagnostik großräumiger Klimaprozesse der Atmosphäre auf der Grundlage einer Hierarchie von einfachen Klimamodellen und von Analysen globaler Datensätze, Zu den Forschungsschwer­Punkten des Wissenschaftlers gehören die Modellierung der natürlichen Klimavariabi­lität der Atmosphäre, das Verständnis der do­Minierenden nichtlinearen Mechanismen und der Einfluß der Arktis auf globale Klimaveränderungen.

Eine Professur für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Öffentliche Verwal­tungen/Unternehmungen(Public Manage­ment) in der Wirtschafts- und Sozialwissen­

schaftlichen Fakultät bekleidet Christoph Reichard. Er wurde 1941 in Dux geboren und begann 1963 ein Studium der Betriebs­wirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin, das er 1968 als / Diplom-Kaufmann beendete. An der Universität Freiburg pro­movierte der Wissenschaftler 1973 über Verwaltungsmanagement. Als Hochschul­lehrer für Betriebswirtschaftslehre arbeite­te er anschließend bis 1994 an der Fach­hochschule für Verwaltung und Rechts­pflege Berlin. Dem folgte bis 1997 eine Pro­fessur für Betriebswirtschaftslehre, insbe­sondere Public Management an der Fach­hochschule für Technik und Wirtschaft Ber­lin. Reichard kann darüber hinaus auf eine langjährige Lehrtätigkeit an der Freien Uni­versität Berlin und an der Humboldt-Univer­sität zu Berlin verweisen. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre hatte er eine Gastpro­fessur am Institut für Verwaltungsmana­gement der Universität Innsbruck/Öster­reich inne. In etwa 120 Veröffentlichungen hat der Wissenschaftler seine Forschungs­ergebnisse dokumentiert. Prof. Reichard bearbeitet gegenwärtig mehrere Drittmittel­Forschungsprojekte zum Verwaltungsum­bau und zu Personalwerthaltungen in Ost­deutschland und ist mit der wissenschaftli­chen Begleitung von Verwaltungsreform­programmen in Berlin und Brandenburg befaßt. Des weiteren ist er unter anderem Mitglied in der Arbeits- und Projektgruppe Verwaltungsreform des Brandenburgi­schen Innenministeriums, in der Wissen­schaftlichen Projektgruppe ‚Verwaltungs­modernisierung beim Deutschen Städte­tag. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt Hochschullmanagement)reformen und internationalen Studiengängen.

RUFE

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten: PD Dr. Jürgen Oechsler, Universität Saar­brücken, auf eine C4-Professur für Bürger­liches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht in der Juristischen Fakultät.

PD Dr. Elmar Schrohe, derzeit bereits Uni­versität Potsdam, auf eine C3-Professur für Analysis III im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

PROMOTIONEN

Dr. rer. nat.

Oliver Herde mit der Arbeit:Aspekte des zur Proteinase Inhibitor II(Pin2) Gen Expression führenden Signaltransduktionsweges in To­maten- und Kartoffelpflanzen(13.11.1997);

Sylvia Lucht mit der Arbeit:Fluoreszenz­untersuchungen an flüssigkristallinen Poly­meren mit Benzanilid- und Biphenylseiten­gruppen(07.11.1997);

Andrej Morosov mit der Arbeit:Entwurf von selbstprüfenden Schaltungen mit mono­ton unabhängigen Ausgängen(20.11.1997); Kerstin Riedelsberger mit der Arbeit:Po­l]ymere Aminophosphonsäuren- neue Kom­plexierungsmittel für die Immobilisierung von Schwermetallionen(27.10.1997);

Jörg Schumacher mit der Arbeit:Numeri­sche Untersuchungen von MHD-Instabilitä­ten in koronalen_Stromschichten (@27.10.1997) und

Uwe Wildner mit der Arbeit:CASC-Com­piler Assisted Self-Checking of Structural Integrity(26.11.1997).

Dr. iur.

Steffen Johann Iwers mit der Arbeit:Ent­stehung, Bindungen und Ziele der materi­ellen Bestimmungen der Landesverfassung Brandenburg(10.12.1997) und

Dieter Temming mit der Arbeit:Der erwei­terte Geltungsbereich von Strafvorschriften aufgrund internationaler Grenz- und Ver­kehrsabkommen(10.12.1997).

Dr. phil.

Christine Damis mit der Arbeit:Autorentext und Inszenierungstext. Untersuchungen zu sprachlichen Transformationen bei Bearbei­tungen von Theatertexten(17.12.1997); Andreas Ernst mit der Arbeit: ‚Wittgenstein und religiöser Glaube. Zur Religions­philosophie Ludwig Wittgensteins unter be­sonderer Berücksichtigung ihrer anglo­amerikanischen KRezeptionsgeschichte (12.12.1997) und

Stephan Rechlin mit der Arbeit:Rundfunk und Machtwechsel. Der Südwestfunk in den Jahren 1965-1977. Eine Institutions­geschichte in rundfunkpolitischen Fallbei­spielen(17.12.1997).

Trauer um Erhard Uhlemann

Am 3. Januar 1998 verstarb plötzlich und unerwartet Prof. Dr. rer. nat. habil. Erhard Uhlemann, langjähriger Direktor des In­stituts für Anorganische Chemie. Erst Ende August letzten Jahres war er in den verdienten Ruhestand getreten.

Am 31.März 1932 wurde Erhard Uhlemann in Brand-Erbisdorf in Sachsen geboren. Die Grund- und Oberschule besuchte er in Frei­berg. Schon frühzeitig wurde sein Interesse für die Naturwissenschaften geweckt. Nach dem Abitur begann er ein Chemie-Studium an der Universität Leipzig, das er 1955 mit dem Diplom abschloß. Als Schüler von Leo­pold Wolf promovierte Erhard Uhlemann mit einem Thema auf dem Gebiet der Komplex­

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