NEU ERNANNTE PROFESSOREN
Zu den in der letzten Zeit für die Universität Potsdam berufenen Professoren gehören Prof. Dr. habil. Klaus Dethloff und Prof. Dr. Christoph Reichard, die Dr. Barbara Eckardt im folgenden kurz vorstellt:
Eine Professur für Physik der Atmosphäre nimmt Klaus Dethloff wahr. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung von Uni und Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung(AWI). Der Wissenschaftler wurde 1950 in Kämmerich/ Mecklenburg-Vorpommern geboren. Von 1968 bis 1973 studierte er Physik an der Universität Rostock. Dem folgte eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Solar-Terrestrische Physik der Akademie der Wissenschaften der DDR, Observatorium für Ionosphärenforschung Kühlungsborn.„Zum Einfluß der Impuls- und Wärmequellen auf die Zonalzirkulation der Tropo- und Stratosphäre“ promovierte Dethloff 1979 an der Universität Rostock. Sein weiterer wissenschaftliCher Weg führte ihn 1984 an das HeinrichHertz Institut für Atmosphärenforschung und Geomagnetismus der Akademie der Wissenschaften der DDR, Observatorium für Atmosphärenforschung Kühlungsborn und 1992 an das Institut für Atmosphärenphysik der Universität Rostock. An beiden Einrichtungen war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 1986 weilte der Physiker Zu einem zweimonatigen Studienaufenthalt am Institut für Atmosphärenphysik der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Moskau. Als Leiter der Arbeitsgruppe AtmoSphärenmodellierung an der ForschungsStelle Potsdam des AWI fungiert er seit 1992. Im Jahre 1993 habilitierte sich Dethloff an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Arbeit „Modellierung und Diagnostik großräumiger Klimaprozesse der Atmosphäre auf der Grundlage einer Hierarchie von einfachen Klimamodellen und von Analysen globaler Datensätze“, Zu den ForschungsschwerPunkten des Wissenschaftlers gehören die Modellierung der natürlichen Klimavariabilität der Atmosphäre, das Verständnis der doMinierenden nichtlinearen Mechanismen und der Einfluß der Arktis auf globale Klimaveränderungen.
Eine Professur für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Öffentliche Verwaltungen/Unternehmungen(Public Management) in der Wirtschafts- und Sozialwissen
schaftlichen Fakultät bekleidet Christoph Reichard. Er wurde 1941 in Dux geboren und begann 1963 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin, das er 1968 als / Diplom-Kaufmann beendete. An der Universität Freiburg promovierte der Wissenschaftler 1973 über Verwaltungsmanagement. Als Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre arbeitete er anschließend bis 1994 an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin. Dem folgte bis 1997 eine Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Public Management an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Reichard kann darüber hinaus auf eine langjährige Lehrtätigkeit an der Freien Universität Berlin und an der Humboldt-Universität zu Berlin verweisen. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre hatte er eine Gastprofessur am Institut für Verwaltungsmanagement der Universität Innsbruck/Österreich inne. In etwa 120 Veröffentlichungen hat der Wissenschaftler seine Forschungsergebnisse dokumentiert. Prof. Reichard bearbeitet gegenwärtig mehrere DrittmittelForschungsprojekte zum Verwaltungsumbau und zu Personalwerthaltungen in Ostdeutschland und ist mit der wissenschaftlichen Begleitung von Verwaltungsreformprogrammen in Berlin und Brandenburg befaßt. Des weiteren ist er unter anderem Mitglied in der Arbeits- und Projektgruppe Verwaltungsreform des Brandenburgischen Innenministeriums, in der Wissenschaftlichen Projektgruppe ‚Verwaltungsmodernisierung“ beim Deutschen Städtetag. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt Hochschullmanagement)reformen und internationalen Studiengängen.
RUFE
Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten: PD Dr. Jürgen Oechsler, Universität Saarbrücken, auf eine C4-Professur für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht in der Juristischen Fakultät.
PD Dr. Elmar Schrohe, derzeit bereits Universität Potsdam, auf eine C3-Professur für Analysis III im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.
PROMOTIONEN
Dr. rer. nat.
Oliver Herde mit der Arbeit:„Aspekte des zur Proteinase Inhibitor II(Pin2) Gen Expression führenden Signaltransduktionsweges in Tomaten- und Kartoffelpflanzen“(13.11.1997);
Sylvia Lucht mit der Arbeit:„Fluoreszenzuntersuchungen an flüssigkristallinen Polymeren mit Benzanilid- und Biphenylseitengruppen“(07.11.1997);
Andrej Morosov mit der Arbeit:„Entwurf von selbstprüfenden Schaltungen mit monoton unabhängigen Ausgängen“(20.11.1997); Kerstin Riedelsberger mit der Arbeit:„Pol]ymere Aminophosphonsäuren- neue Komplexierungsmittel für die Immobilisierung von Schwermetallionen“(27.10.1997);
Jörg Schumacher mit der Arbeit:„Numerische Untersuchungen von MHD-Instabilitäten in koronalen_Stromschichten“ (@27.10.1997) und
Uwe Wildner mit der Arbeit:„CASC-Compiler Assisted Self-Checking of Structural Integrity“(26.11.1997).
Dr. iur.
Steffen Johann Iwers mit der Arbeit:„Entstehung, Bindungen und Ziele der materiellen Bestimmungen der Landesverfassung Brandenburg“(10.12.1997) und
Dieter Temming mit der Arbeit:„Der erweiterte Geltungsbereich von Strafvorschriften aufgrund internationaler Grenz- und Verkehrsabkommen“(10.12.1997).
Dr. phil.
Christine Damis mit der Arbeit:„Autorentext und Inszenierungstext. Untersuchungen zu sprachlichen Transformationen bei Bearbeitungen von Theatertexten“(17.12.1997); Andreas Ernst mit der Arbeit: ‚Wittgenstein und religiöser Glaube. Zur Religionsphilosophie Ludwig Wittgensteins unter besonderer Berücksichtigung ihrer angloamerikanischen KRezeptionsgeschichte“ (12.12.1997) und
Stephan Rechlin mit der Arbeit:„Rundfunk und Machtwechsel. Der Südwestfunk in den Jahren 1965-1977. Eine Institutionsgeschichte in rundfunkpolitischen Fallbeispielen“(17.12.1997).
Trauer um Erhard Uhlemann
Am 3. Januar 1998 verstarb plötzlich und unerwartet Prof. Dr. rer. nat. habil. Erhard Uhlemann, langjähriger Direktor des Instituts für Anorganische Chemie. Erst Ende August letzten Jahres war er in den verdienten Ruhestand getreten.
Am 31.März 1932 wurde Erhard Uhlemann in Brand-Erbisdorf in Sachsen geboren. Die Grund- und Oberschule besuchte er in Freiberg. Schon frühzeitig wurde sein Interesse für die Naturwissenschaften geweckt. Nach dem Abitur begann er ein Chemie-Studium an der Universität Leipzig, das er 1955 mit dem Diplom abschloß. Als Schüler von Leopold Wolf promovierte Erhard Uhlemann mit einem Thema auf dem Gebiet der Komplex
Fortsetzung nächste Seite
PUTZ 1-2/98
Seite 31