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Foto: Fritze
Jürgen Angelow(Foto), Jahrgang 1961, studierte von 1983 bis 1988 Geschichte in Leipzig. Er arbeitete bis 1992 am Militärgeschichtlichen Institut bzw. Forschungsamt Potsdam, bevor er wissenschaftliche Projekte, unter anderem ein Drittmittelprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, realisieren konnte. Von 1994 bis 1996 gehörte er dem Bereich Neuere Geschichte I im Historischen Institut der Uni Potsdam an, bevor er 1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Militärgeschichte wurde. Seine Forschungsgebiete sind die deutsche Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Jürgen Angelows Bilder vermitteln den Eindruck kalkulierten Changierens zwischen abstraktem und zugleich noch gegenständlichem Empfinden. Der Hobbymaler geht intuitiv in seiner Arbeit vor: Der Betrachter wird in farblich faszinierende Augenfälligkeiten versetzt, kontrastreiche Farben auf großflächigen Pinselsegmenten wie auch starke dynamische Bewegungen treffen aufeinander. Vor dem Malen habe er stets eine Idee, meist gehe es dabei um elementare Grundempfindungen und große farbliche Kompositionsanordnungen. Im Prozeß des Schaffens werden dann verschiedene weitere. Schichten aufgebrochen. So kommt es, daß in den„bewegten“ und abstrakten Bildern Angelows auf den zweiten Blick auch detailgetreue, fast gegenständliche Elemente zu erkennen sind. Der Maler arbeitet vielschichtig, manchmal nimmt er zuerst gewählte Farben teilweise wieder ab, Kohle oder Kreide kommen zur Ölfarbe dazu, andere Papiersorten arbeitet er ein, ein Stück Landkarte ist in die Farbvielfalt einmontiert. Für seine Bilder wählt er grundsätzlich keine Titel.
Seit seiner Schulzeit malte Angelow vorwiegend Landschaften in Öl, später nutzte er auch andere Techniken und Mittel, wie Aquarell, Kreide oder Acryl. Ende der 80er Jahre ging er zur abstrakten Malerei über. Viele Bilder Angelows sind im Besitz von Freunden und Bekannten, überdies sind Arbeiten in den Räumen des Bereichs Militärgeschichte sowie des Referates für Presse‚ Öffentlichkeits- und Kulturarbeit an der Hochschule zu sehen. Im März 1997 stellte der malende Historiker erstmals vor einer größeren Öffentlichkeit aus: Die Potsdamer Galerie Jordan gab einen Einblick in sein Schaffen. Thomas Freitag
Zur Einstimmung auf kommende Festtage trug das Institut für Musik und Musikpädagogik der Universität Potsdam im Dezember auf seine Weise bei. Mit der Aufführung der„Weihnachtsgeschichte“ von Carl Orff hatte man offensichtlich den Geschmack des Publikums getroffen. Studierende des Hauptfaches„Elementare Musikpädagogik" übernahmen dabei die Rollen von Hirten, Engeln und Musikanten und erhielten Unterstützung durch Kinder einer LehrPpraxisgruppe(unser Foto), Das am Heiligen Abend des Jahres 1948 uraufgeführte Stück basiert auf einer Textvorlage Orffs in bayerischer Mundart, zu der seine enge Mitarbeiterin Gunild Keetman die Musik schrieb. Beim Spiel im Kammermusiksaal des Golmer Uni-Komple
ORFF-STÜCK BEGEISTERTE
xes wurde bewußt auf die alpenländische Ori ginalsprache zurückgegriffen. Zwei Sprecher rezitierten die Texte in Form einer Lesung, die durch die szenische und musikalische Ge staltung ihre Abrundung fand. Das Mysterium der Christgeburt und die vielfältigen Begeben heiten der Wundernacht wurden durch das Hin und Widerreden der hirtlichen Zuschauer beschworen. Auf der„Bühne“ agierten rund 40 Kinder und Studierende, denen eine Verbindung von Sprache, Musik und Darstellung so gelang, daß es überzeugte. Die zahlreichen Besucher im über füllten Kammermusiksaal jedenfalls bestätigten die gewählte Aufführungsform mit viel Beifall. W.B./Foto: Tribukeit
STUDIERENDE SANGEN HÄNDEL-ORATORIUM
Zu Beginn des Jahres 1998 stand als zweites Projekt Georg Friedrich Händels anspruchsvolles Oratorium„Belsazar" auf dem Programm des im Sommersemester 1996 gegründeten Chores der Uni Potsdam. Die Leitung hatte wieder Kristian Commichau, Professor für Chorund Ensembleleitung. Das dramatische Oratorum aus dem Alten Testament ist, wie die meisten anderen Händel-Oratorien, hierzulande weitgehend unbekannt, Es folgt einer biblischen Geschichte aus dem Buch Daniel, die der Kom
Pponist 1744 in ein fast dreistündiges musikdramatisches, englischsprachiges Werk kleidete. Das Norddeutsche Barockensemble spielte auf historischen Instrumenten nach alten Quellen. Außerdem konnte der International bekannte Altus David Cordier für das Konzert gewonnen werden. Der Chor hatte also die nicht leichte Aufgabe, neben den Profis zu bestehen. Er meisterte sie mit Bravour. Die Reaktion des Publikums und insgesamt hervorragende Medienkritiken belegten es. B.E./Foto: Tribukeit
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