Heft 
(1.1.2019) 06
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BERLINER FORUM FÜR WIRTSCHAFTS- UND UNTERNEHMENSETHIK

Wissenschaftlicher Nachwuchs tagte in Potsdam

Die eigenen Forschungsprojekte und der Gedankenaustausch zwischen Gleichge­sinnten standen im Mittelpunkt des 6. Tref­fens des Berliner Forums für Wirtschafts­und Unternehmensethik, das am 5. und 6. Juni 1998 an der Uni Potsdam stattfand. Eingeladen hatte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anja Scholz vom Bereich Public Management an der Wirtschafts­und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Am Berliner Forum beteiligen sich zur Zeit 15 Doktorandinnen und Doktoranden, die aus den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Deutschland stammen und in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre oder Philosophie promovieren. Die Treffen fin­

den zweimal Jährlich statt und stehen allen Studierenden und Nachwuchswissen­schaftlern offen, die selbst auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Unternehmensethik forschen. Das Forum wird von den Teilneh­mern selbst organisiert und vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik unterstützt. Seit dem ersten Zusammentreffen im Juni 1995 haben rege Diskussionen stattgefunden, deren Ergebnisse sich in dem dieses Jahr erscheinenden Buch des Berliner Forums nachlesen lassen.

Die Vorträge reichten von der Betrachtung wissenschaftssoziologischer Aspekte im Licht von Denkstil und Denkkollektiv über die Auseinandersetzung mit demZusam­menhang von Strategie und Moral bis zu

BRANDENBURG UND DIE MITTEL- UND

OSTEUROPÄISCHEN LÄNDER

Die Politik der brandenburgischen Landes­regierung zielt nach Aussagen des Ministers für Justiz und für Bundes- und Europaangelegen­heiten, Dr. Hans Otto Bräutigam, darauf ab, zusammen mit der Bundesregierung möglichst günstige Bedingungen für die Entwicklung eines breiten und intensiven Beziehungsgeflechts zu den mittel- und osteuropäischen Nachbarlän­dern zu schaften, Um Zwischenbilanz der bis­herigen Arbeit auf diesem Gebiet zu ziehen, veranstaltete die Landesregierung gemeinsam mit der Universität Potsdam am 4. und 5. Juni des Jahres ein Seminar.Brandenburg und die mittel- und osteuropäischen Länder so das Thema. Zu den rund 200 Tagungsteilnehmern, die Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder begrüßen konnte, gehörten auch Gäste aus Po­len, Tschechien, Estland, der Republik Ukraine und der Russischen Föderation. Gegenstand der Diskussionen waren konkrete Projekte mit Partnern aus Mittel- und Osteuropa. In den Ple­

Nnarsitzungen widmeten sie sich den Themen­kreisen Vermittlung von Transformationserfah­rungen, Kooperation mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt sowie Begegnungen in den Bereichen Kultur, Wissen­schaft und Bildung. An den Debatten beteiligten sich auch Mitarbeiter der Uni. Dr. Rolf-Rainer Lamprecht aus dem Institut für Slavistik berich­tete über das gemeinsam mit Kollegen der Uni­versıtä ten St. Petersburg und Opole bearbeitete ProjektÜberwindung von Sprachkonflikten. Dr. Jochen Franzke aus der Wirtschafts- und Sozial­wissenschaftlichen Fakultät stellteWeltTrends" und damit Erfahrungen einer deutsch-polni­schen Zeitschrift im West-Ost-Wissenschafts­transfer vor. Über die Zusammenarbeit seines Institutes mit der Universität für Transportwesen St. Petersburg auf dem Gebiet der Fehlerer­kennung und Testung in Forschung und Gra­duierung sprach Prof. Dr. Michael Gössel aus dem Institut für Informatik. B.E./Foto: Fritze

dem Entwurf für eineninterkulturellen Ver. gleich von Ethik im Management. Ein For­schungsbericht, der dieses Treffen doku­mentiert, erscheint in Kürze.

Weitere Informationen und der Forschungs bericht sind erhältlich bei Anja Scholz, T:]. 0331/977-3278, e-mail: ascholz@rz.uni­potsdam.de). AS.

GERMANIA SACRA.

Grundlagenforschung mit neuen Zielen

Auf Einladung des Historischen Instituts ce Uni stellte kürzlich Prof. Dr. Helmut F Chenecker vom Max-Planck-Institut für Ce schichte in Göttingen das von ihm betreut ProjektGermania sacra- Grundlagenf schung vor neuen Aufgaben im Kreis ce gemeinsamen Veranstaltung desAltertums­wissenschaftli­chen Kolloqui­ums und des MittelalterFo­rums Potsdam vor. Damit do­kumentiert die Fakultät ihre Be­mühungen um ihre interdiszi­plinäre Ausrich­tung.

Bei der Germania Sacra handelt es sich um ein Forschungsprojekt, das sich die Be­schreibung aller Diözesen, Klöster und Shf­te der alten Reichskirche ohne Italien und Burgund von ihrer mittelalterlichen Grin­dungsphase bis zur Reformation bzw. Sälu­larisation zur Aufgabe gemacht hat. Maß­gebend ist dabei der Stand um 1500. Das Ziel ist ein für jede geistliche Institution zu erstellendes Handbuch mit den Hauptg'derungspunkten Quellen, Literatur, Denknä­ler; Archive und Bibliotheken; Historische Überblick; Verfassung und Verwaltung; Re­ligiöses und geistiges Leben; Besitzbe schreibung sowie Personallisten. Die Bedeu­tung für die aktuelle Forschung liegt prim% in der Bereitstellung von Basisinformatione für soziale, wirtschaftliche, religionswissen­schaftliche, bildungsgeschichtliche und pro: sopographische Fragestellungen. Die Ger­mania Sacra leistet damitForschung für For­schung im eigentlichen Sinne. Sie steht da bei in Verbindung mit anderen, auch interna: tionalen Forschungsprojekten. Die neu auf­zubauende, personengeschichtlich orientier­te Datenbank wird dazu einen zusätzliche wichtigen Baustein liefern. ZI.

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Prof. Dr. Flachenecker

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