NICHTS NEUES JENSEITS DES RHEINS?
Ein deutsch-französisches Kolloquium zu Kultur, Philosophie und Literatur im heutigen Frankreich
Nichts Neues jenseits des Rheins? Unter diesem Motto hatte das Institut für Romanistik der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück und der | französischen Botschaft zu einer Tagung über Kultur, Philosophie und Literatur im heu| tigen Frankreich geladen. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Man| fred Stolpe, und der Botschafter der Republik Frankreich, Francois Scheer, übernah
— men die Schirmherrschaft dafür.
Es galt den Versuch zu unternehmen, den seit Beginn der achtziger Jahre vielerorts als abgebrochen bezeichneten Dialog zwischen Frankreich und Deutschland wieder aufzunehmen und nach neuen Ansätzen zu
suchen. Dank der Unterstützung durch die | Robert-Bosch-Stiftung, den Deutschen Akamischen Austauschdienst(DAAD), die ıtschaft der Republik Frankreich, das Min'sterium für Wissenschaft, Forschung und Cıltur des Landes Brandenburg und die
ıversität Potsdam konnten zahlreiche ıamhafte Vertreter aus den verschiedenan kulturellen Bereichen in Potsdam zummentreffen. Dabei erwies sich besonrs das„Tandemkonzept“ des Kolloqui1s— die Dialogpartner diskutierten auf m Podium die gleichen Themenstelungen jeweils aus deutscher und französi
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scher Sicht— als äußerst anregend. Neber der Frage nach der Situation von französischer Gegenwartskunst und-literatur, Theoriebildung und der Rolle der Printmedien stand auch die Rezeption von französischer Kultur und Literatur in Deutschland zur Debatte. Die polemische Fragestellung der Tagung zu beantworten, fiel nicht leicht. Statt dessen wurde von den Tagungsteilnehmern immer wieder auf die zunehmende Fragwürdigkeit nationaler Kulturkonzeptionen hingewiesen. So überrascht es kaum, daß die einzigen neuen Impulse von den„Rändern“ des literarischen Feldes Frankreich auszugehen scheinen. Die Linguistin Elisabeth Lemirre stellte das in der Tradition der französischen feministischen Theorie stehende Körper-Schreiben junger französi
MESSLABOR AUF EINEM CHIP
Internationaler Kongreß über Biosensoren tagte in Berlin
B'osensoren sind komplette„Minilabors“, de einfach zu bedienen sind und präzise arbeiten. Der bisher erfolgreichste Biosensor ist der Glucose-Pen für die B'utzuckerbestimmung. Neueste EntWicklungen basieren auf der Kombination von Siliziumtechnologie und Molekularbiologie, wie zum Beispiel der Nukleirsäure-Chip zum Nachweis erblich bed’ngter Erkrankungen. Anfang Juni kamen etwa 600 Biowissenschaftler zum „/ ifth World Congress on Biosensors“ in Barlin zusammen. Dieser Kongreß findet alle zwei Jahre abwechselnd in Fernost, Europa und Amerika statt und ist die weltWeit größte Veranstaltung auf dem Gebiet dar Biosensorik. Prof. Dr. Frieder W. Scheller von der Universität Potsdam hat den Kongreß mitorganisiert und eröffnet.
In mehr als 400 Vorträgen und Posterpräsentationen haben Wissenschaftler aus aller Welt ihre neuesten Ergebnisse vorgeStellt. Die Vergabe dieser prestigeträchtigen Veranstaltung nach Berlin spiegelt das hohe Renommee der Forschungsaktivitäten in der Region Berlin-Brandenburg wider. Die Universität Potsdam war mit 16 Beiträgen aus dem Innovationskolleg„Biomolekulare Erkennungssysteme“ und aus der
Projektforschung vertreten. Neue Entwicklungen an der Universität Potsdam befassen sich mit der kontinuierlichen Messung durch implantierte Biosensoren, beispielsweise von Streßfaktoren. Weitere Anwendungen gibt es bei der Umweltüberwachung mit Immunosensoren oder in der Lebensmittelanalytik. In direktem Anschluß an den Weltkongreß in Berlin trafen sich Biowissenschaftler zu einem Workshop über„New Biomolecular Recognition Elements for Analytical Biotechnology“ in Luckenwalde. Organisator dieser Veranstaltung war das Innovationskolleg„Biomolekulare Erkennungssysteme“ der Universität Potsdam unter Federführung von Prof. Dr. Frieder W. Scheller. Neben der Deutschen Forschungsgemeinschaft(DFG) war die Swiss National Science Foundation, vertreten durch Prof. Dr. Horst Vogel, ebenfalls Mitorganisator und Sponsor. Für das anspruchsvolle Programm dieses Workshops konnten 35 führende Wissenschaftler, darunter fünf aus Asien, fünf aus Amerika und 25 aus europäischen Ländern, als Vortragende gewonnen werden. Das Programm umfaßte das gesamte Spektrum der biomolekularen Erkennungselemente und deren Nutzung in der Analytik. FS:
Nichts Neues jenseits des Rheins?
Potsdam. 40. bis 12. Jupi 1998
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scher Autorinnen vor, das auch der deutsche Buchmarkt aufmerksam verfolgt—- die Truismes(Schweinerei) der Marie Darrneussecqg hielten sich auf Deutschlands Bestsellerlisten wochenlang auf Platz eins. Einen anderen„Randbereich“ vertrat der in Paris lebende karibische Autor Daniel Boukman. Er führte anhand kreolischer Sprachen und Kulturen vor, wie kreatives Potential aus dem Zusammentreffen verschiedenster kultureller Traditionen entstehen kann. Susanne Thiemann
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