Heft 
(1.1.2019) 06
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NICHTS NEUES JENSEITS DES RHEINS?

Ein deutsch-französisches Kolloquium zu Kultur, Philosophie und Literatur im heutigen Frankreich

Nichts Neues jenseits des Rheins? Unter diesem Motto hatte das Institut für Romani­stik der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück und der | französischen Botschaft zu einer Tagung über Kultur, Philosophie und Literatur im heu­| tigen Frankreich geladen. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Man­| fred Stolpe, und der Botschafter der Republik Frankreich, Francois Scheer, übernah­

men die Schirmherrschaft dafür.

Es galt den Versuch zu unternehmen, den seit Beginn der achtziger Jahre vielerorts als abgebrochen bezeichneten Dialog zwi­schen Frankreich und Deutschland wieder aufzunehmen und nach neuen Ansätzen zu

suchen. Dank der Unterstützung durch die | Robert-Bosch-Stiftung, den Deutschen Aka­mischen Austauschdienst(DAAD), die ıtschaft der Republik Frankreich, das Mi­n'sterium für Wissenschaft, Forschung und Cıltur des Landes Brandenburg und die

ıversität Potsdam konnten zahlreiche ıamhafte Vertreter aus den verschieden­an kulturellen Bereichen in Potsdam zu­mmentreffen. Dabei erwies sich beson­rs dasTandemkonzept des Kolloqui­1s die Dialogpartner diskutierten auf m Podium die gleichen Themenstel­ungen jeweils aus deutscher und französi­

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scher Sicht als äußerst anregend. Neber der Frage nach der Situation von franzö­sischer Gegenwartskunst und-literatur, Theoriebildung und der Rolle der Printme­dien stand auch die Rezeption von franzö­sischer Kultur und Literatur in Deutschland zur Debatte. Die polemische Fragestellung der Tagung zu beantworten, fiel nicht leicht. Statt des­sen wurde von den Tagungsteilnehmern immer wieder auf die zunehmende Frag­würdigkeit nationaler Kulturkonzeptionen hingewiesen. So überrascht es kaum, daß die einzigen neuen Impulse von denRän­dern des literarischen Feldes Frankreich auszugehen scheinen. Die Linguistin Elisa­beth Lemirre stellte das in der Tradition der französischen feministischen Theorie ste­hende Körper-Schreiben junger französi­

MESSLABOR AUF EINEM CHIP

Internationaler Kongreß über Biosensoren tagte in Berlin

B'osensoren sind kompletteMinilabors, de einfach zu bedienen sind und präzi­se arbeiten. Der bisher erfolgreichste Biosensor ist der Glucose-Pen für die B'utzuckerbestimmung. Neueste Ent­Wicklungen basieren auf der Kombinati­on von Siliziumtechnologie und Moleku­larbiologie, wie zum Beispiel der Nukle­irsäure-Chip zum Nachweis erblich be­dngter Erkrankungen. Anfang Juni ka­men etwa 600 Biowissenschaftler zum / ifth World Congress on Biosensors in Barlin zusammen. Dieser Kongreß findet alle zwei Jahre abwechselnd in Fernost, Europa und Amerika statt und ist die welt­Weit größte Veranstaltung auf dem Gebiet dar Biosensorik. Prof. Dr. Frieder W. Scheller von der Universität Potsdam hat den Kongreß mitorganisiert und eröffnet.

In mehr als 400 Vorträgen und Poster­präsentationen haben Wissenschaftler aus aller Welt ihre neuesten Ergebnisse vorge­Stellt. Die Vergabe dieser prestigeträchti­gen Veranstaltung nach Berlin spiegelt das hohe Renommee der Forschungsaktivitäten in der Region Berlin-Brandenburg wider. Die Universität Potsdam war mit 16 Beiträ­gen aus dem InnovationskollegBiomole­kulare Erkennungssysteme und aus der

Projektforschung vertreten. Neue Entwick­lungen an der Universität Potsdam befas­sen sich mit der kontinuierlichen Messung durch implantierte Biosensoren, beispiels­weise von Streßfaktoren. Weitere Anwen­dungen gibt es bei der Umweltüberwach­ung mit Immunosensoren oder in der Le­bensmittelanalytik. In direktem Anschluß an den Weltkongreß in Berlin trafen sich Biowissenschaftler zu einem Workshop überNew Biomolecular Recognition Elements for Analytical Bio­technology in Luckenwalde. Organisator dieser Veranstaltung war das Innovations­kollegBiomolekulare Erkennungssyste­me der Universität Potsdam unter Feder­führung von Prof. Dr. Frieder W. Scheller. Neben der Deutschen Forschungsgemein­schaft(DFG) war die Swiss National Science Foundation, vertreten durch Prof. Dr. Horst Vogel, ebenfalls Mitorganisator und Sponsor. Für das anspruchsvolle Pro­gramm dieses Workshops konnten 35 füh­rende Wissenschaftler, darunter fünf aus Asien, fünf aus Amerika und 25 aus europäi­schen Ländern, als Vortragende gewonnen werden. Das Programm umfaßte das ge­samte Spektrum der biomolekularen Er­kennungselemente und deren Nutzung in der Analytik. FS:

Nichts Neues jenseits des Rheins?

Potsdam. 40. bis 12. Jupi 1998

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scher Autorinnen vor, das auch der deut­sche Buchmarkt aufmerksam verfolgt- die Truismes(Schweinerei) der Marie Dar­rneussecqg hielten sich auf Deutschlands Bestsellerlisten wochenlang auf Platz eins. Einen anderenRandbereich vertrat der in Paris lebende karibische Autor Daniel Boukman. Er führte anhand kreolischer Sprachen und Kulturen vor, wie kreatives Potential aus dem Zusammentreffen ver­schiedenster kultureller Traditionen entste­hen kann. Susanne Thiemann

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