Heft 
(1.1.2019) 06
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NICHT NUR FACHLICHE KOMPETENZEN

Personalberatung zu Gast bei interkulturellem Workshop

Bereits zum zweiten Mal trafen sich An­fang Juni Potsdamer und polnische Stu­denten der Partnerhochschule Opole, um sich über inter- und intrakulturelles Management auszutauschen. In der von der Professur für Betriebswirtschaftsleh­re mit dem Schwerpunkt Organisation ınd Personalwesen angebotenen Lehr­‚eranstaltung wurde der Akzent diesmal auf interkulturelles Personalmanage­ment in Vergangenheit und Zukunft, Auslandsentsendungen sowie auf Soft­Skills gelegt.

Seladen war unter anderem Jörn Balzer ‚on der Siemens AG. Er leitet das interna­jonale Trainee-Programm des Konzerns ınd zeigte die Einstiegsmöglichkeiten für lochschulabsolventen auf. Zum Thema Schlüsselqualifikation und Kompetenzen jußerte sich Alan Griffin aus der Personal­

beratungvon Rundstedt& Partner. Die Bedeutung dieser beobachtbaren Attribu­te, die ein Mensch zur erfolgreichen Erfül­lung einer Aufgabe miteinbringt, steigt demnach vor allem für das Personal­management zusehends. Unternehmen würden sich, so der Leiter der Berliner Niederlassung, vermehrt fragen, ob sie die richtigen Personenan Bord hätten und welche Kompetenzen und Schlüssel­qualifikationen diese vorweisen könnten. An diesem Punkt greife die Perso­nalberatung ein, indem sie Potentiale e

mittele und Personalstrategien für die Un­ternehmen entwerfe. Wie vielschichtig Kompetenzen seien kön­nen, zeigte Alan Griffin anhand einer Liste von 67 verschiedenen, derzeit evaluierten Qualifikationen auf. Darunter befinden sich neben Flexibilität, Umgang mit Para­doxen, Engagement ebenso Kompetenzen

TEAMARBEIT MIT KOLLEGE COMPUTER

WorkshopSoziotechnischer Zugang bei der Konstruktion, Einführung und Anwendung von Workflow-Management-Systemen

zinen Tag lang diskutierten Anwender aus Wirtschaft und Verwaltung mit Wis­zenschaftlern aus der Region Berlin/Bran­lenburg an der Universität Potsdam die Rolle des Menschen bei der Konstruktion, Zinführung und Anwendung von rechner­Jgestützten Vorgangsbearbeitungssyste­men. Insgesamt führte der Workshop, der von derSoftware Engineering Reading Sroup at Potsdam University unter der Leitung von Prof. Dr. Erika Horn initiiert wurde, an die 30 Teilnehmer zusammen.

Somputerprogramme zur Bearbeitung von Vorgängen durch den Menschen integrie­'en den gesamten Prozeßverlauf und Orga­nisationsaufbau. Derartige Software-Lösun­gen werden als soziotechnische Systeme aufgefaßt, die reale Gruppenarbeit, Arbeits­beziehungen und-abhängigkeiten unter­stützen können. Als Erkenntnisse rund um das Workflow-Management lassen sich fol­gende Punkte hervorheben: Die Anwender der Vorgangsbearbeitung sind in den Mit­telpunkt aller Betrachtungen zu stellen und ihr Wissen sollte bei der Modellierung ein­fließen. Flexible Workflow-Managements können sich durch ihre Anpassungsfähig­keit sehr eng am Kunden orientieren, dyna­mische Umweltgrößen berücksichtigen SO­wie auf unvorhergesehene Verhaltenswei­sen der Akteure reagieren. Die Integration von Führungs- und Arbeitsstilen wurde als ein Ansatz zur situativen Steuerung von Workflows vorgestellt.

Der Workshop zeigte unter anderem auch neue Konzepte zur Realisierung soziotech­nischer Vorgangsbearbeitungssysteme. Zu nennen sind Web-Integration, Intra- und Internet-Anwendungen, dynamische Client/ Server-Architekturen und menschzentrierte Modelle zur Vorgangsplanung und-ausfüh­rung. Außerdem wurde ein Prototyp eines Workflow-Management-Systems ausgestellt, Die Beiträge der Vortragenden sind in einem Preprint des Instituts für Informatik der Uni­versität Potsdam zusammengefaßt und im www unter http://www.cs.uni-potsdam.de/ preprint/abs/abs_002_98d.htm zugänglich. Mario Kupries

wie Humor, Kreativität oder Selbsterkennt­nis. Auf welchem Wege sie erworben wer­den, könne ganz unterschiedlich sein. Manche registrierten ihre Fähigkeit zu motivieren bei einem Lehrauftrag, andere wiederum zeigten anhand eines Teilzeit­Jobs, wie gut sie zwischen Privatleben und Beruf balancieren.Mittlerweile sind in Stellenanzeigen vielfach Kompetenzen statt Stellenbeschreibungen aufgelistet, berichtete Griffin aus der Praxis, Christina Kestel

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Polnische Studenten diskutierten jüngst in Pots­dam gemeinsam mit ihren deutschen Kommili­tonen über interkulturelles Personalmanage­ment. Foto zg,

COMPUTERKABINETT FÜR ERNÄHRUNGS­WISSENSCHAFTLER

Zum Beginn des Sommersemesters 1998 ist der Studiengang Ernährungswissenschaft um eine sehr nützliche Einrichtung berei­Cchert worden. In den Räumen des Deut­schen Instituts für Ernährungsforschung befindet sich jetzt ein gemeinsam mit dem Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam betriebenes Compu­terkabinett. Sechs Arbeitsplätze stehen So­wohl für Lehrveranstaltungen als auch für selbständige Arbeiten zur Verfügung. Zwei Laptops ermöglichen einen mobilen Ein­satz der Computertechnik. Ergänzt wird das Kabinett durch diverse Hardware sowie allgemeine und fachbezogene Software.

Natürlich ist der Zugang zum Internet ge­währleistet. Den etwa 50 Studierenden, die sich während des Hauptstudiums in Berg­holz-Rehbrücke aufhalten, bieten sich damit vielfältige Möglichkeiten, die natürlich gern genutzt werden. Wenn das Kabinett nicht durch Seminare und Demonstrationen be­legt ist, findet sich stets eine große Anzahl von Interessenten, die Protokolle von Er­nährungserhebungen codieren, nach Lite­ratur suchen oder Praktikumsauswertun­gen anfertigen. Auftretende Fragen und Schwierigkeiten haben sich bisher durch assistierende Tutoren stets lösen lassen. Hans-Joachim Franz Zunft

PUTZ 6/98

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