NICHT NUR FACHLICHE KOMPETENZEN
Personalberatung zu Gast bei interkulturellem Workshop
Bereits zum zweiten Mal trafen sich Anfang Juni Potsdamer und polnische Studenten der Partnerhochschule Opole, um sich über inter- und intrakulturelles Management auszutauschen. In der von der Professur für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Organisation ınd Personalwesen angebotenen Lehr‚eranstaltung wurde der Akzent diesmal auf interkulturelles Personalmanagement in Vergangenheit und Zukunft, Auslandsentsendungen sowie auf SoftSkills gelegt.
Seladen war unter anderem Jörn Balzer ‚on der Siemens AG. Er leitet das internajonale Trainee-Programm des Konzerns ınd zeigte die Einstiegsmöglichkeiten für lochschulabsolventen auf. Zum Thema Schlüsselqualifikation und Kompetenzen“ jußerte sich Alan Griffin aus der Personal
beratung„von Rundstedt& Partner“. Die Bedeutung dieser beobachtbaren Attribute, die ein Mensch zur erfolgreichen Erfüllung einer Aufgabe miteinbringt, steigt demnach vor allem für das Personalmanagement zusehends. Unternehmen würden sich, so der Leiter der Berliner Niederlassung, vermehrt fragen, ob sie die richtigen Personen„an Bord“ hätten und welche Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen diese vorweisen könnten. An diesem Punkt greife die Personalberatung ein, indem sie Potentiale e
mittele und Personalstrategien für die Unternehmen entwerfe. Wie vielschichtig Kompetenzen seien können, zeigte Alan Griffin anhand einer Liste von 67 verschiedenen, derzeit evaluierten Qualifikationen auf. Darunter befinden sich neben Flexibilität, Umgang mit Paradoxen, Engagement ebenso Kompetenzen
TEAMARBEIT MIT KOLLEGE COMPUTER
Workshop„Soziotechnischer Zugang bei der Konstruktion, Einführung und Anwendung von Workflow-Management-Systemen“
zinen Tag lang diskutierten Anwender aus Wirtschaft und Verwaltung mit Wiszenschaftlern aus der Region Berlin/Branlenburg an der Universität Potsdam die Rolle des Menschen bei der Konstruktion, Zinführung und Anwendung von rechnerJgestützten Vorgangsbearbeitungssystemen. Insgesamt führte der Workshop, der von der„Software Engineering Reading Sroup at Potsdam University“ unter der Leitung von Prof. Dr. Erika Horn initiiert wurde, an die 30 Teilnehmer zusammen.
Somputerprogramme zur Bearbeitung von Vorgängen durch den Menschen integrie'en den gesamten Prozeßverlauf und Organisationsaufbau. Derartige Software-Lösungen werden als soziotechnische Systeme aufgefaßt, die reale Gruppenarbeit, Arbeitsbeziehungen und-abhängigkeiten unterstützen können. Als Erkenntnisse rund um das Workflow-Management lassen sich folgende Punkte hervorheben: Die Anwender der Vorgangsbearbeitung sind in den Mittelpunkt aller Betrachtungen zu stellen und ihr Wissen sollte bei der Modellierung einfließen. Flexible Workflow-Managements können sich durch ihre Anpassungsfähigkeit sehr eng am Kunden orientieren, dynamische Umweltgrößen berücksichtigen SOwie auf unvorhergesehene Verhaltensweisen der Akteure reagieren. Die Integration von Führungs- und Arbeitsstilen wurde als ein Ansatz zur situativen Steuerung von Workflows vorgestellt.
Der Workshop zeigte unter anderem auch neue Konzepte zur Realisierung soziotechnischer Vorgangsbearbeitungssysteme. Zu nennen sind Web-Integration, Intra- und Internet-Anwendungen, dynamische Client/ Server-Architekturen und menschzentrierte Modelle zur Vorgangsplanung und-ausführung. Außerdem wurde ein Prototyp eines Workflow-Management-Systems ausgestellt, Die Beiträge der Vortragenden sind in einem Preprint des Instituts für Informatik der Universität Potsdam zusammengefaßt und im www unter http://www.cs.uni-potsdam.de/ preprint/abs/abs_002_98d.htm zugänglich. Mario Kupries
wie Humor, Kreativität oder Selbsterkenntnis. Auf welchem Wege sie erworben werden, könne ganz unterschiedlich sein. Manche registrierten ihre Fähigkeit zu motivieren bei einem Lehrauftrag, andere wiederum zeigten anhand eines TeilzeitJobs, wie gut sie zwischen Privatleben und Beruf balancieren.„Mittlerweile sind in Stellenanzeigen vielfach Kompetenzen statt Stellenbeschreibungen aufgelistet“, berichtete Griffin aus der Praxis, Christina Kestel
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Polnische Studenten diskutierten jüngst in Potsdam gemeinsam mit ihren deutschen Kommilitonen über interkulturelles Personalmanagement. Foto zg,
COMPUTERKABINETT FÜR ERNÄHRUNGSWISSENSCHAFTLER
Zum Beginn des Sommersemesters 1998 ist der Studiengang Ernährungswissenschaft um eine sehr nützliche Einrichtung bereiCchert worden. In den Räumen des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung befindet sich jetzt ein gemeinsam mit dem Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam betriebenes Computerkabinett. Sechs Arbeitsplätze stehen Sowohl für Lehrveranstaltungen als auch für selbständige Arbeiten zur Verfügung. Zwei Laptops ermöglichen einen mobilen Einsatz der Computertechnik. Ergänzt wird das Kabinett durch diverse Hardware sowie allgemeine und fachbezogene Software.
Natürlich ist der Zugang zum Internet gewährleistet. Den etwa 50 Studierenden, die sich während des Hauptstudiums in Bergholz-Rehbrücke aufhalten, bieten sich damit vielfältige Möglichkeiten, die natürlich gern genutzt werden. Wenn das Kabinett nicht durch Seminare und Demonstrationen belegt ist, findet sich stets eine große Anzahl von Interessenten, die Protokolle von Ernährungserhebungen codieren, nach Literatur suchen oder Praktikumsauswertungen anfertigen. Auftretende Fragen und Schwierigkeiten haben sich bisher durch assistierende Tutoren stets lösen lassen. Hans-Joachim Franz Zunft
PUTZ 6/98
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