Heft 
(1.1.2019) 06
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SCHLECHTE NOTE FÜR HOMEPAGE DER UNI

Pressestelle mit guter Präsentation

Vor kurzem hat die ZeitschriftStern die Präsenz der deutschen Universitäten im World Wide Web unter die Lupe genom­men. Testpersonen surften mit einem Fra­gebogen von etwa 30 Punkten durch die Angebote der Hochschulen und beurteil­ten die Seiten nach Übersichtlichkeit, Informationsgehalt und grafischer Gestal­tung. Auf Platz eins gelangte die TU Ber­lin. Die Uni Potsdam liegt dagegen abge­schlagen im hinteren Drittel. Übersicht­lichkeit und graphische Gestaltung ließen zu wünschen übrig, befanden die Tester.

jesonders negativ vermerkt wurde das V'ehlen von Suchdiensten: Solche Suchma­schinen durchforsten Texte aller Art nach Stichworten und ermöglichen so dem Be­nutzer, schnell an Informationen zu einem bestimmten Thema zu kommen oder geeig­nete Ansprechpartner ausfindig zu machen. Gute Qualität bescheinigten sie dagegen cervirtuellen Präsentation der Pressestel­le, Die studentische Hilfskraft Heike Gleis­berg leistet demnach gute Arbeit. Offenbar sind den Testern jedoch auch einige Unge­nauigkeiten unterlaufen: So haben sie die J)arstellung von Forschung der Uni Pots­cam positiv bewertet, obwohl zu diesem Zeitpunkt Forschungsthemen noch gar icht ins Internet-Angebot integriert waren. Die Kritik läßt sich dennoch nicht einfach von der Hand weisen. Die Bedeutung der Internet-Präsenz sei roch nicht allen Wissenschaftlern richtig lar, meint dazu Gabriele Grabsch. Sie ge­ört zusammen mit Christine Becker und )r. Thilo Köhn zu der Arbeitsgruppe ‚W3­""eam der Zentralen Einrichtung für Infor­mMationsverarbeitung und Kommunikation (ZEIK), die das Internet-Angebot der Uni Potsdam mitbetreut. Für den Inhalt und die Vollständigkeit der jeweils angebotenen Informationen sind jedoch die Institute selbst zuständig.Es gibt bis heute Ein­MCchtungen der Universität Potsdam, die Nicht im Netz vertreten sind oder deren

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Internet-Seite lückenhaft geblieben ist, bedauert Gabriele Grabsch. Manche In­stitute vergessen zum Beispiel auch, mit einem entsprechenden Link zurück zur Hauptseite zu verweisen und machen es dadurch dem Benutzer schwer, sich zu­rechtzufinden. Die graphische Gestaltung stecke gleichfalls durchaus noch in den Kinderschuhen.

Wir haben großes Interesse an einer kon­

tinuierlichen Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Bereiche, denn nur gemeinsam können wir die Außenwirkung der Uni Pots­dam im Internet erhöhen, sagt Gabriele Grabsch. So könnte das wenig erfreuliche Ergebnis immerhin Anlaß sein, die virtuel­le Präsenz der Universität Potsdam und ih­rer vielfältigen Angebote zu verbessern. Das W3-Team(e-mail: www-team@rz.uni­potsdam.de) steht dabei gerne mit Rat und Tat zur Seite und gibt Hilfestellung vom er­sten einführenden Kurs in die Kunst des Surfens bis hin zu individueller Beratung beim Aufbau einer Homepage. ar

Die Homepage der Uni Potsdam wirkt auf den ersten Blick sehr einladend. Dennoch ist das

Informationsangebot unter http://www.uni-potsdam.de noch lückenhaft.

Abb.: Uni Potsdam

(UN)MÖGLICHKEITEN TRANSDISZIPLINÄRER GESCHLECHTERFORSCHUNG

Planungen für ein Magister-Nebenfach

Daß verschiedene disziplinäre und theo­retische Zugänge unterschiedliche Ob­jekte des Wissens und Erkenntnisse her­vorbringen, ist eine Einsicht, die in den meisten Disziplinen- von der Mathema­tik oder der Physik bis zu den Sozial- und Kulturwissenschaften präsent ist. Wie aber diese Einsicht reflexiv zu machen ist und vor allem welche Konsequenzen sie für die Vermittlung von Wissen hat, ist selten thematisiert.

Im Rahmen der Planungen für ein Magister­NebenfachFrauen- und Geschlechterstu­dien an der Universität Potsdam trafen sich deshalb am 13. Juni 1998 Wissenschaftlerin­nen und Wissenschaftler verschiedener Fä­cher und Universitäten, um sich in fächer­überschreitenden Dialogen diesem er­kenntnistheoretischen Problem und seiner Übersetzung in die Lehre zu widmen. Disziplinäre Quergänge.(Un) Möglichkei­ten transdisziplinärer Geschlechterfor­schung wurde von der Professur für Frau­enforschung, Prof. Dr. Irene Dölling, und der Senatskommission zur Erarbeitung der

Studienordnung für das Nebenfach organi­siert. Dabei ging es um die Frage, welche Konzepte von Transdisziplinarität existieren und wie sie sinnvoll in eine Studienordnung zu übersetzen sind.

Ein einleitender Vortrag von Dr. Sabine Hark, Uni Potsdam, sowie Kommentare von Referentinnen aus Oldenburg, Pots­dam, Hannover und Darmstadt zu sehr un­terschiedlichen Aspekten der Frage bilde­ten die Grundlage der intensiven und an­regenden Diskussionen. Neben den theo­retischen Überlegungen wurden auch ak­tuelle hochschulpolitische Restrukturie­rungen etwa Tendenzen der zunehmen­den Rationalisierung und Ökonomisierung wissenschaftlichen Arbeitens- und didak­tisch-pädagogische Fragen eines trans­disziplinär orientierten Studiums aufgegrif­fen.

Am Ende stand das einhellige Fazit ge­glückter Grenzgänge zwischen verschiede­nen Fachkulturen. Die erste Nagelprobe hat das angestrebte transdisziplinäre Profil der Frauen- und Geschlechterstudien bestan­den. Sabine Hark

_ PUTZ 6/98

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