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beit unter den Forschern, der Koordinierung der Grundlagenforschung und deren Abstimmung mit der staatlichen Forschungsförderung bei. Es berät Parlamente und Behörden in wissenschaftlichen Fragen, pflegt die Verbindung zwischen Wissenschaftlern und der Wirtschaft und fördert die Beziehung der deutschen Forscher zur ausländischen Wissenschaft. Ihre besondere Aufmerksamkeit gilt der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Der Senat ist das Entscheidungsgremium der DFG. Es besteht aus 39 Mitgliedern— Vertreter von Universitäten, Mitglieder der Wissenschaftsverwaltung— und legt in intensiven fachlichen Diskussionen, die vornehmlich in Fachausschüssen stattfinden, die wissenschaftspolitische Linie der Forschungsgemeinschaft fest. Es entscheidet über die Vergabe der Gelder, die jährlich zu jeweils 50 Prozent Bund und Länder zur Verfügung stellen. B.E.
INFORMATIONEN ZUR FORSCHUNGSFÖRDERUNG
Graduiertenkollegs
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den 1. Oktober 1998 und den 1. April 1999 zur Vorlage von Anträgen auf Einrichtung und Förderung von Graduiertenkollegs mitgeteilt. Das entsprechende Merkblatt mit Leitfaden für die Antragstellung ist im Internet unter http://www.dfg.de abrufbar oder im Dezernat 1 bei Dr. Norbert Richter, Tel. 0331/977-1778 erhältlich. ri.
Stiftungspreise 1999
Der„Preis für wissenschaftliche Arbeiten“ ist mit insgesamt 24.000 DM dotiert und wird an herausragende wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die einen erheblichen Praxisnutzen für mittelständische Unternehmen haben. Es werden jährlich bis zu drei Arbeiten prämiert. Dabei kann es sich um Diplomarbeiten, Dissertationen oder Habilitationsschriften, aber auch um sonstige wissenschaftlich fundierte Arbeiten handeln. Sie sollen möglichst in enger Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen entstanden sein. Zur Bewerbung sind ein Exemplar der Arbeit und eine ca. fünfseitige Kurzfassung einzureichen.
Mit dem„Initiativpreis“ will die Stiftung unkonventionelle, risikofreudige Pioniertaten unterstützen, die dazu beitragen, Innovationen auf den Weg zu bringen. Zugleich sollen damit neue Wege zur Überwindung von Innovationshemmnissen gezeigt werden.
Dieser Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 50.000 DM verbunden. Die Bewerbung
ist formlos. Antragsfrist ist der 31. Dezember 1998. Weitere Informationen erteilt die Geschäftsstelle der Stiftung Industneforschung, Marktstr. 8, 50968 Köln, Tel. 0221/9370270, Fax 0221/343807, E-mail: Stiftung_ Industrieforschung@ t-online.de. n.
Juryentscheidung zum Leitprojekt „Molekulare Medizin“
Die Jury des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie(BMBF) hat die Projekte„Drug Discovery Machine“, Evotec Biosystems GmbH, Hamburg;„Strukturfabrik“ für medizinisch relevante Proteine, FU Berlin; „Molekulare Schmerzforschung“, Grünthal GmbH, Stolberg bei Aachen; ‚Verbesserung von Therapie und Arzneimittelentwicklung“, Medizinische Fakultät der HU Berlin(Charite);„Diagnose und Therapie von Rheuma mit Mitteln der molekularen Medizin“, Hoechst Marion Roussel AG, Frankfurt a. M. und„Autoimmun-Erkrankungen des Menschen“, Universität Rostock ausgewählt. Das BMBF hat für die Förderung in den nächsten fünf Jahren 125 Millionen DM vorgesehen.
Nähere Informationen sind im Internet unter http://www.bmbf.de oder im Dezernat 1 bei Dr. Norbert Richter, Tel. 0331/977-1778 erhältlich. mn.
Stipendienprogramme der Studienstiftung des Deutschen Volkes
Die Studienstiftung des Deutschen Volkes schreibt folgende Stipendien aus: OstasienStipendienprogramm der Daimler-Benz AG-Studienstiftung(Bewerbungsfrist: 15.10.1998); Haniel-Stipendienprogramm (Bewerbungsfrist: 1.11.1998); Macloy Academic Scholarship Program(Bewerbungsfrist: 30.11.1998); ERP-Stipendien-Programm(Bewerbungsfrist: 30.11.1998). Auskünfte dazu erteilt Dr. Peter Antes von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Mirbachstr. 7, 53173 Bonn, Tel. 0228/82096-36 0.-64, Fax 0228/82096-67. d.
Innovationspreis der Mannesmann Mobilfunk-Stiftung
Die Mannesmann Mobilfunk-Stiftung fördert Forschung und wissenschaftliche Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Mobilkommunikation unter besonderer Berücksichtung der Praxisrelevanz und der Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen. Sie schreibt einen mit 30.000 DM dotierten Innovationspreis aus, der Vorzugsweise an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem deutschen Sprachraum verliehen wird. Es können Arbeiten aller Fachgebiete berücksichtigt werden, sofern sie einen klaren Praxisbezug erkennen lassen. Interdisziplinäre Themen sind dabei besonders erwünscht. Der Preis soll helfen, auf dem Gebiet der Mobilkommunikation weiterzuarbei
ten. Vorschlagsberechtigt sind Vertreter wissenschaftlicher Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie der Industrie. Antragsfrist ist der 30. Oktober 1998. Einzureichen sind die Arbeiten bei Mannesmann Mobilfunk-Stiftung, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Dr. Heinz-Rudi Spiegel, Postfach 164460, 45224 Essen, Tel. 0201/ 8401-115, Fax 0201/8401-301, E-mai' stifterverband@compuserve.com. N.
Schwerpunktprogramm beschlossen Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat die Einrichtung eine; Schwerpunktprogramms„Halbleiter- un‘! Metallcluster als Bausteine für organisiert? Strukturen“ beschlossen. Das Ziel diese; Programms besteht in der Entwicklung von Syntheseverfahren für Halbleiter- und Me tallcluster, deren Anordnung in organisie: ten Strukturen sowie der Charakterisierun 7 einschließlich der Erarbeitung spezifische experimenteller und theoretischer Methc den. Insbesondere geht es darum, fund: mental neue Prinzipien bei der chemische: Herstellung von Nanostrukturen zu erker nen und ein tieferes Verständnis für dere: Eigenschaften sowie ihr Zusammenwirke:ı im Kollektiv zu erlangen. Neben der Era beitung neuer Wege zu komplexen Cluste: anordnungen aus molekularen Vorstufen it deren Charakterisierung und Untersı Chung mit modernen physikalischen Me thoden ein weiteres wichtiges Ziel de; Schwerpunktprogramms.
Anträge können bis zum 10. August 1993 unter dem Stichwort„Schwerpunktprc gramm Halbleiter- und Metallcluster“ bei de Geschäftsstelle der Deutschen Forschung: gemeinschaft gestellt werden. Die Förderung der Einzelprojekte beginnt voraussich lich am 1. Januar 1999. Der Antragszeitraur beträgt zwei Jahre. Weitere Informatione:ı geben Prof. Dr. Günter Schmid, Univers:tät-Gesamthochschule Essen, Tel. 020)/ 1832401 und Fax 0201/1832402 sowi? Dr. Karlheinz Schmidt, Kennedyallee 4(', 53175 Bonn, Tel. 0228/885-2318, E-Mai: karlheinz.schmidt@ ic10. dfg.d400.de.pr.
Erforschung eindimensionaler Übergangsmetallverbindungen
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat die Einrichtung eines Schwerpunktprogramms„Kollektive Quartenzustände in eindimensionalen Übergangsmetallverbindung“ beschlossen. Ko!lektive Quantenzustände in einem Festkörper zeichnen sich durch physikalische Eigenschaften aus, die sich qualitativ von denen der konstituierenden Teilchen unterscheiden. Zu qualitativen Unterschieden kann es nur durch„kooperative Effekte” kommen, also durch die Wechselwirkung der konstituierenden Teilchen untereinander. Der kollektive Quantenzustand in elek
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