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(1.1.2019) 06
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Keine Sozial­versicherungsbeiträge

Viele Schüler und Studenten interessieren sich in den Sommermonaten für Ferienjobs, um nebenbei etwas Geld zu verdienen. Ge­nngfügig entlohnte Beschäftigungen sind Sozlal- und versicherungsfrei, wenn sie an weniger als 15 Stunden in der Woche ausge­übt werden und das regelmäßige Arbeitsent­gelt im Westen 620 DM(1997: 610 DM) und im Osten 520 DM(1997: 520 DM) monatlich nicht übersteigt. Oberhalb der neuen Ver­dienstgrenzen ist das Arbeitsentgelt für 1998 in West und Ost solange versicherungsfrei, wie es ein Sechstel des Gesamteinkommens nicht übersteigt. In der Arbeitslosenversiche­rung gilt seit 1. April 1997 ebenfalls die 15­Stunden-Grenze.

Da geringfügig entlohnte Beschäftigungen nur versicherungsrechtlich zusammenge­faßt werden, kann es bei Ausübung mehre­rer Nebenbeschäftigungen abgesehen von der Kurzzeitbeschäftigung- leicht zur Bei­tragspflicht in der Sozialversicherung kom­men. Arbeitgeber müssen für jeden Beschäf­tigten, auch für geringfügig Beschäftigte, Lohn- und Gehaltsunterlagen führen. pm.

NEU ERNANNTE PROFESSOREN

Zu den in der letzten Zeit für die Univer­sität Potsdam berufenen Professoren ge­hören Prof. Dr. habil. Arkadi Pikovski und Prof. Dr. habil. Elmar Schrohe, die Dr. Bar­bara Eckardt im folgenden kurz vorstellt:

Eine Professur für Statistische Physik/Chaos­theorie im In­stitut für Physik der Mathema­tisch-Natur­wissenschaft­

£ lichen Fakultät e nimmt Arkadi S| Pikovski wahr. Er wurde 1956

in Gorki/Rußland geboren. Von 1972 bis 1977 studierte er Physik und Radiophysik an der Lobachewski-Universität Gorki. Dort promovierte er 1982 zum ThemaStocha­stische Schwingungen in radiophysikali­schen Systemen. Nach dem Studium ar­beitete der Wissenschaftler bis 1990 als

ROLF MITZNER UND GERHARD KEMPTER EHRENSENATOREN DER UNIVERSITÄT

Der Gründungsrektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Rolf Mitzner(links), und dessen da­maliger Prorektor, Prof. Dr. Gerhard Kempter (rechts, hier mit Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder), sind in einem akademischen Festakt am 7. Juli 1998 aus Anlaß ihrer Ver­abschiedung zu Ehrensenatoren ernannt wor­den. Damit würdigt die Hochschule ihren ent­scheidenden Anteil an der Gründung und am Aufbau der aus der Brandenburgischen Lan­

deshochschule hervorgegangenen Universität. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Cornelius Weiß, ehemaliger Rektor der Universität Leipzig, zum ThemaHochschulerneuerung Ost- Ein Rück­blick. Mitzner und Kempter, beide 1931 gebo­ren und bis heute als Professoren in der Physi­kalischen bzw. Anorganischen Chemie tätig, wurden nach derWende mit übergroßer Mehrheit zum Rektor bzw. Prorektor gewählt.

Fr./Foto: Fritze

Mitarbeiter am Institut für angewandte Phy sik der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Gorki. Bis 1992 ging er dann als Humboldt-Stipendiat an die Bergische Uni versität Wuppertal. Seit 1992 ist Pikovski der Universität Potsdam tätig, zunächst al

wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Max

Planck-ArbeitsgruppeNichtlineare Dyne

mik. Zum ThemaDynamik von Störunge

in Chaotischen dynamischen Systemer

habilitierte sich der Physiker 1995 in Pot:

dam. Zu seinen Spezialgebieten zähle

unter anderem die statistische Beschre

bung des raum-zeitlichen Chaos.

Eine Professur für Analysis II im Institut Mathematik der Mathematisch-Naturwis senschaftlichen Fakultät bekleidet Elma Schrohe. Der| 7

1956 in Mainz Geborene stu­dierte von 1976 bis 1984 Ma­thematik und Physik an der Johannes Gu­tenberg-Uni­versität Mainz. Anschließend weilte er für ein Jahr in Berkeley/USA an der University California. Ebenfalls in Mainz promoviert der Wissenschaftler 1986 zum ThemaPc tenzen elliptischer Pseudodifferentialoper: toren und habilitierte sich dort 1992 mit ner Arbeit zur Lösbarkeit von Randwertprc blemen auf nichtkompakten Mannigfaltic keiten. Anschließend arbeitete er in der Mas: Planck-ArbeitsgruppePartielle Differentia gleichungen und komplexe Analysis an de Universität Potsdam. Zu den derzeitigen Fo schungsschwerpunkten Schrohes zähle die Analysis auf singulären Mannigfaltic keiten sowie Nichtkommutative Geometrie

RUFE

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:

Prof. Dr. Reinhard Daugs, Universität des Saarlandes Saarbrücken, auf eine C4-Prc fessur für Trainings- und Bewegungswisse: schaft in der Philosophischen Fakultät II. PD Dr. Ursula Gaedke, Universität Kor stanz, auf eine C4-Professur für Ökologie Ökosystemmodellierung in der Mathem: tisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Prof. Dr. Kaspar Hegetschweiler, Univers! tät des Saarlandes Saarbrücken, auf eine C4-Professur für Anorganische Chemie in der Mathematisch-Naturwissenschaftli­chen Fakultät.

Prof. Dr. Peter Lucko, Humboldt-Universi­tät zu Berlin, auf eine C4-Professur für Eng­lische Sprache der Gegenwart in der Phi­losophischen Fakultät I.

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PUTZ 6/98