Heft 
(1.1.2019) 15
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STUDENTEN

Denkanstöße

Von der Schwierigkeit, den persönlichen Stundenplan zu erstellen

Ich bin sicher, daß ich mit dem folgenden Artikel nicht nur auf Zustimmung stoßen werde. Trotzdem möchte ich hiermit auf ein Problem aufmerksam machen, wel­ches uns in der Studienberatung gerade während des Einschreibezeitraumes be­sonders auffiel.

Für die Studienanfänger ist es nicht leicht, sich einen Stundenplan zusammenzustel­len. Ganz besonders schwer haben es aber die Lehramtsstudenten, die die Veran­staltungen der zwei kombinierten Unter­richtsfächer und des erziehungswissen­schaftlichen Studiums aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Sozialwis­senschaften in einem Stundenplan verei­nen sollen. Für Seminare und Praktika lassen sich meist noch Zeiten finden, da diese zu mehreren Terminen angeboten werden. Aber ein Problem gibt es: das ist das Planen der Vorlesungen. Diese wer­den in der Regel nur zu einer Zeit angebo­ten. Aber auch das wäre noch zu verkraf­ten, wenn nicht viele Vorlesungen gleich­zeitig gehalten werden würden.

Aus dem Vorlesungsverzeichnis habe ich mir die angebotenen Vorlesungen des 1. und 3. Semesters für die Lehramtsstuden­ten der Fachbereiche Mathematik, Phy­sik, Chemie, Biologie, Technische Bil­dung(aus zeitlichen Gründen war es nicht möglich, die Angebote aller FB durchzu­sehen) herausgeschrieben und bin zu fol­gendem Ergebnis gelangt(fakultative Angebote wurden nicht berücksichtigt): 93% aller für die Lehrämter angebotenen

Vorlesungen des 1. und 3. Semesters 0. g. FB finden zwischen 7.00 und 13.00 Uhr statt;

39,5% zwischen 7.00 und 9.00 Uhr, 32,2.% zwischen 9.00 und.11.00 Uhr, 30,2% zwischen 11.00 und 13.00 Uhr.

Foto: Rüffert

Ein flüchtiges Durchblättern des Vorle­sungsverzeichnisses zeigte, daß sich die­se Tendenz bis auf wenige Ausnahmen auch für die anderen Fachbereiche bestä­tigt. Sollte das nicht ein Grund zum Nach­denken sein? Sicher, die Studenten kön­nen sich das Studium selbt planen und die

Vorlesungen auf das gesamte Grundstu­dium verteilen, aber ein Vergleich der Angebote der Wintersemester 90/91 und 91/92 zeigt keine Entspannung der Situa­tion, demzufolge auch keine Lösung des Problems. Ich höre schon die Argumente, daß bestimmte Vorlesungen besonders anspruchsvoll sind und demzufolge zu denHauptaufnahmezeiten stattfinden sollten aber kann man wirklich diese Prioritäten setzen? Sollte man nicht doch versuchen, eine zeitliche Häufigkeit von Vorlesungen auf die Vormittagsstunden zu vermeiden! Es ist bestimmt nicht ein­fach, alle Fragen der Stunden- und Raum­planung in Übereinstimmung zu bringen, und jede mögliche Kombination kann auch nicht beachtet werden. Aber vielleicht kann man einen der folgenden Vorschlä­ge aufgreifen und damit zu einer Entspan­nung der Situation beitragen. Vorlesungen über den gesamten Tag verteilen oder Vorlesungen nicht studienjahresweise, sondern semesterweise anbieten oder Vorlesungen mehrmals in der Woche anbieten(bei Vorlesungen mit hohem experimentellem Aufwand verbietet sich das sicher bei geringer Studentenzahl aber bestimmt ändert sich das auch wieder). Ich hoffe, daß man im Sinne der Studen­ten versucht, einer Lösung dieses Pro­blems schrittweise näher zu kommen.

Dr. S. Bieber Dezernat I

Besuch aus Amsterdam

Der Kanzler der Uni­versität Amsterdam, Dr. R. H. T. Bleijerveld, besuchte gemeinsam

mit Dr. P. Blok, dem Direktor der dortigen Abteilung für in­ternationale Beziehungen, am 10. Oktober die Universität Pots­

dam. Es handelte sich um eine erste Kontaktaufnahme, die der Information der Gäste im Rah­men einer Visite in den neuen deutschen Bundesländern dien­te. In einem Gespräch mit dem Kanzler, Herrn Jens Prüß, und dem stellvertretenden Grün­

dungsrektor, Prof. Dr. G. Kemp­ter, bekundeten die Gäste der größten niederländischen Uni­versität großes Interesse an einer Zusammenarbeit und boten Hil­fe beim Aufbau der Potdamer Universität an.

Nr. 15/91