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(1.1.2019) 16
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QUALIFIZIERUNG/ FORSCHUNG Wissensdefizite ausgleichen

Von Ende Mai bis Anfang November nahmen rund 60 Frauen und ein Mann aus dem Land Brandenburg die Möglichkeit wahr, sich an unserer Universität von Für­sorgerinnen zu SozialarbeiterInnen, ei­

nem Abschluß, den es bisher bei uns nicht gab, zu qualifizieren.

Zu Beginn des Kurses stand nicht fest, ob esneben der Wissenserweiterung auch einen anerkannten Abschluß geben wür­de. Diese Frage ist inzwischen positiv geklärt, die Besoldung dagegen nicht geregelt.

Spricht man mit den Teilnehmerinnen, so betonen alle, gerne gekommen zu sein und für die Absolvierung der insgesamt

260 Stunden jeweils freitags und sonn­abends manche Strapaze auf sich ge­nommen zu haben. Alle wollten unbe­dingt die ihnen gegebenen Möglichkeiten nutzen. Ihnen ist auch klar, daß dies nicht

Foto: Lohwaßer

ihre letze Fortbildungsmaßnahme war. Unter der Leitung von Prof. Fred Bäcker vom Institut für soziale Planung, Bera­tung und Organisation Berlin(West) und in Zusammenarbeit mit den Kollegen des Fachbereiches Pädagogik unserer Univer­sität erfolgte die Ausbildung in Sozialar­beit/-pädagogik, Sozialwissenschaften und Gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

Auf Grund des großen Andrangs werden weitere Kurse folgen. B. E.

DFG-Experten besuchten die Uni

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch finanzielle Unterstützung von Forschungsvorhaben. Als größter Drittmittelgeber spielt sie eine große Rolle für die Grundlagenforschung an deutschen Hochschulen. Zu ihren weiteren Aufga­ben gehören die Beratung von Parlamen­ten und Behörden in wissenschaftlichen Fragen, die Koordinierung der Grundla­genforschung und deren Abstimmung mit der staatlichen Forschungsförderung sowie die Förderung der Beziehungen zum Ausland. 1920 alsNotgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft gegründet, wurde sie 1949 reaktiviert und führt seit der Ver­schmelzung mit dem damaligenFor­schungsrat im Jahre 1951 den heutigen Namen.

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Eine wesentliche Maßnahme zur Förde­rung experimenteller Forschungsvorha­ben ist die Bereitstellung großer und sehr teurer Geräte. Über die Beschaffung die­ser Großgeräte entscheidet der Hauptaus­schuß der DFG auf Grund einer ergänzen­den Empfehlung des Apparateausschus­ses. Dieses Gremium gibt Empfehlungen ab, wenn Geräte nach dem Hochschul­bauförderungsgesetz(HBFG) beschafft werden sollen. Es handelt sich hierbei um Geräte, die im Zusammenhang mit dem Neubau oder Ausbau von Hochschulen benötigt werden. Auf der Grundlage der DFG-Empfehlungen gibt dann der Wis­senschaftsrat ein endgültiges Votum ab. Die Finanzierung der Geräte erfolgt dann zu gleichen Teilen vom Land und vom Bund.

Die Universität Potsdam hat bei der DFG die Versorgung mit Großgeräten ange­meldet. Dies setzt eine Begutachtung voraus. Zur Beschleunigung des Verfah­rens stattete eine von Dr. Jens Mosch (Leiter der Gruppe Wissenschaftliches Apparatewesen) geleitete Gutachtergrup­pe am 15. und 16. Oktober 1991 der Universität Potsdam einen Besuch ab, um direkt vor Ort ihre Entscheidung zu tref­fen. Diesem Apparateausschuß gehörten die Chemiker Prof. Dr. Budzikiewicz (Universität Köln) und Prof. Dr. Müller Warmuth(Universität Münster), der Phy­siker Prof. Dr. Hotop(Universität Kai­serslautern) und Frau Dr. Pollex-Krüger (Geschäftsstelle der DFG Bonn) an.

In einer von Prof. Dr. Kempter geleiteten Zusammenkunft am Abend des 15. Okto­bermiteinigen Geschäftsführenden Fach­bereichsdirektoren und der von ihnen ein­gesetzten Gerätebeauftragten wurden die Verfahrensweise der Begut-achtung er­läutert, konkrete Hinweise für die künfti­ge Antragstellung gegeben und die Arbeit für den folgenden Tag vorbereitet. An­derntags besuchten die Gäste die einzel­nen Institute und führten mit den wissen­

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Blick in den Computerraum des Fach­bereiches Mathematik. Foto: Rüffert

schaftlichen Leitern der Arbeitsgruppen Gespräche über Probleme, die im Zusam­menhang mit den Geräteanmeldungen relevant waren. 21 Anträge aus den Berei­chen Biologie, Chemie, Informatik und Physik wurden bearbeitet und sollen nach dem im HBFG vorgesehenen Verfahren finanziert werden.

In einer Abschlußberatung im Rektorat wurde durch die Mitglieder der Gutach­tergruppe die gute inhaltliche und organi­satorische Vorbereitung ihres Besuches durch die Universität Potsdam gewürdigt und die aufgeschlossene Atmosphäre bei den sachkundigen Diskussionen mit den leitenden Wissenschaftlern in den Institu­ten hervorgehoben. Dr. Rammelt

Nr. 16/91