QUALIFIZIERUNG/ FORSCHUNG Wissensdefizite ausgleichen
Von Ende Mai bis Anfang November nahmen rund 60 Frauen und ein Mann aus dem Land Brandenburg die Möglichkeit wahr, sich an unserer Universität von Fürsorgerinnen zu SozialarbeiterInnen, ei
nem Abschluß, den es bisher bei uns nicht gab, zu qualifizieren.
Zu Beginn des Kurses stand nicht fest, ob es„neben“ der Wissenserweiterung auch einen anerkannten Abschluß geben würde. Diese Frage ist inzwischen positiv geklärt, die Besoldung dagegen nicht geregelt.
Spricht man mit den Teilnehmerinnen, so betonen alle, gerne gekommen zu sein und für die Absolvierung der insgesamt
260 Stunden— jeweils freitags und sonnabends— manche Strapaze auf sich genommen zu haben. Alle wollten unbedingt die ihnen gegebenen Möglichkeiten nutzen. Ihnen ist auch klar, daß dies nicht
Foto: Lohwaßer
ihre letze Fortbildungsmaßnahme war. Unter der Leitung von Prof. Fred Bäcker vom Institut für soziale Planung, Beratung und Organisation Berlin(West) und in Zusammenarbeit mit den Kollegen des Fachbereiches Pädagogik unserer Universität erfolgte die Ausbildung in Sozialarbeit/-pädagogik, Sozialwissenschaften und Gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
Auf Grund des großen Andrangs werden weitere Kurse folgen. B. E.
DFG-Experten besuchten die Uni
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch finanzielle Unterstützung von Forschungsvorhaben. Als größter Drittmittelgeber spielt sie eine große Rolle für die Grundlagenforschung an deutschen Hochschulen. Zu ihren weiteren Aufgaben gehören die Beratung von Parlamenten und Behörden in wissenschaftlichen Fragen, die Koordinierung der Grundlagenforschung und deren Abstimmung mit der staatlichen Forschungsförderung sowie die Förderung der Beziehungen zum Ausland. 1920 als„Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft‘ gegründet, wurde sie 1949 reaktiviert und führt seit der Verschmelzung mit dem damaligen„Forschungsrat‘“ im Jahre 1951 den heutigen Namen.
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Eine wesentliche Maßnahme zur Förderung experimenteller Forschungsvorhaben ist die Bereitstellung großer und sehr teurer Geräte. Über die Beschaffung dieser Großgeräte entscheidet der Hauptausschuß der DFG auf Grund einer ergänzenden Empfehlung des Apparateausschusses. Dieses Gremium gibt Empfehlungen ab, wenn Geräte nach dem Hochschulbauförderungsgesetz(HBFG) beschafft werden sollen. Es handelt sich hierbei um Geräte, die im Zusammenhang mit dem Neubau oder Ausbau von Hochschulen benötigt werden. Auf der Grundlage der DFG-Empfehlungen gibt dann der Wissenschaftsrat ein endgültiges Votum ab. Die Finanzierung der Geräte erfolgt dann zu gleichen Teilen vom Land und vom Bund.
Die Universität Potsdam hat bei der DFG die Versorgung mit Großgeräten angemeldet. Dies setzt eine Begutachtung voraus. Zur Beschleunigung des Verfahrens stattete eine von Dr. Jens Mosch (Leiter der Gruppe Wissenschaftliches Apparatewesen) geleitete Gutachtergruppe am 15. und 16. Oktober 1991 der Universität Potsdam einen Besuch ab, um direkt vor Ort ihre Entscheidung zu treffen. Diesem Apparateausschuß gehörten die Chemiker Prof. Dr. Budzikiewicz (Universität Köln) und Prof. Dr. Müller— Warmuth(Universität Münster), der Physiker Prof. Dr. Hotop(Universität Kaiserslautern) und Frau Dr. Pollex-Krüger (Geschäftsstelle der DFG Bonn) an.
In einer von Prof. Dr. Kempter geleiteten Zusammenkunft am Abend des 15. Oktobermiteinigen Geschäftsführenden Fachbereichsdirektoren und der von ihnen eingesetzten Gerätebeauftragten wurden die Verfahrensweise der Begut-achtung erläutert, konkrete Hinweise für die künftige Antragstellung gegeben und die Arbeit für den folgenden Tag vorbereitet. Anderntags besuchten die Gäste die einzelnen Institute und führten mit den wissen
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Blick in den Computerraum des Fachbereiches Mathematik. Foto: Rüffert
schaftlichen Leitern der Arbeitsgruppen Gespräche über Probleme, die im Zusammenhang mit den Geräteanmeldungen relevant waren. 21 Anträge aus den Bereichen Biologie, Chemie, Informatik und Physik wurden bearbeitet und sollen nach dem im HBFG vorgesehenen Verfahren finanziert werden.
In einer Abschlußberatung im Rektorat wurde durch die Mitglieder der Gutachtergruppe die gute inhaltliche und organisatorische Vorbereitung ihres Besuches durch die Universität Potsdam gewürdigt und die aufgeschlossene Atmosphäre bei den sachkundigen Diskussionen mit den leitenden Wissenschaftlern in den Instituten hervorgehoben. Dr. Rammelt
Nr. 16/91