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(1.1.2019) 17
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Vom 1. bis 3. November 1991 trafen sich an der Universität ca. 400 bis 500 pömpsMitglieder und interessierte Gäste, um den 3. Jahreskongreß des Netzwerkes durchzuführen. 150 bis 180 TeilnehmerInnen diskutierten in den entsprechenden Arbeitsgruppen.

FRAUEN91

Dritter öffentlicher pömpsJahreskongreß

D+

In ihrer EröffnungsanspracheEuropa im Umbruch, Frauen in Bewegung, Bran­denburg Tor zu Osteuropa äußerte das pömpsEhrenmitglied Dr. Regine Hilde­brandt Gedanken dazu, welche deutschen Erfahrungen in den Prozeß des vereinig­ten Europas eingebracht werden könnten. Sie warnte gleichzeitig davor, Umstritte­nes(wie z. B. die Pflegeversicherung) zu

Organisatorisch wurde die Veranstal­tung durch den Gleichstellungsrat, ins­besondere aber die Gleichstellungsbe­auftragten Dr. Antje Zapf und Monika Stein, vorbereitet bzw. betreut. Das Gelingen des Kongresses ist somit auch der Erfolg dieses Gremiums.

in

exportieren, Stattdessen solltenhilf­reiche Formen z. B..beim$ 218, bei den Kindertagesstätten gefunden werden. Man müsse versuchen, Brandenburg als Tor zwischen Ost und West weit zu öffnen. Auf unserem Foto: Prof. Dr. Mitzner, Karin Vogel, Dr. Regine Hildebrandt O4. DD. 1.)

eine gemeinsame Podiumsdiskussion

FRAUEN IN EUROPA ­BENACHTEILIGUNG OHNE ENDE?

Teilnehmerinnen:

Angelika Barbe, MdB, Berlin, Bundesvorstandsmitglied der SPD

Gudrun Hamacher, Frankfurt, geschäftsführendes Vorstandsmitglied (Frauen, Werbung, Kultur) IG Metall

Dr. Marlies Hartmann, NL-Einhoven, Technical Manager, Philips& Du Pont Optical Co.

Karina Hesse, Hamburg, Justitiarin der Axel Springer Verlag AG

Britta Laws, Düsseldorf, Stellvertretende Vorsitzende pömps e. V. Head of Procedures and Systems Demi­nex AG

Babette Nieder, Paris, DeutschlandReferentin der französischen Ministerpräsidentin

Erika Schmid-Petry, MdA, Berlin, Frauen- und haushaltspolitische Spreche­rin der FDP-Fraktion

Gerlinde Schnell, Schwerin, SPD-Landtagsabgeordnete in Mecklen­burg- Vorpommern

Dr. Kerstin Schön, Erfurt, Ärztin, Unabhängiger Frauenverband

Mitarbeit inMännergremien?

pömps Vorsitzende Karin Vogel, die die Podiumsdiskussion leitete, machte darauf aufmerksam, daß Frauen in Europa die Mehrheit der Bevölkerung bilden. Wie können die Rechte der Frauen sicherge­stellt werden? war eine wesentliche Frage der Diskussion. Das Anliegen der auf dem Podium sitzendenKarrierefrau­en bestand demzufolge u. a. darin, zur Aktivität zu ermuntern. Die Frauen dürf­ten nicht erst dann handeln, wenn sie betroffen seien. Meinungsverschiedenhei­ten gab es zur Art und Weise des Aktiv­seins oder-werdens. Dr. Kerstin Schön erlebt die Auswirkungen der gegenwärti­gen gesellschaftlichen Situation. Zwei­

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drittel bis dreiviertel ihrer Patienten sind Frauen. Alternativen im Gesundheitswe­sen seien aufzubauen. Die Ärztin hat für sich entschieden, nicht mehr inMänner­gremien mitzuarbeiten, um sich nicht anpassen und entmündigen lassen zu müs­sen. Sie ist Vorstandsfrau der Frauenbe­gegnungsstätte Gebesee e. V. und arbeitet als Mitglied des UFV im Erfurter Stadt­parlament mit.

Frau Hamacher will innerhalb der Ge­werkschaft die Rechte der Frauen ausbau­en. Frau Schmid-Petry ist der Auffas­sung, daß es nicht ausreiche, die Parteien an den Pranger zu stellen, sondern viel­mehr durch Mitarbeit an deren Spitze und

in deren Gremien herbeizuführen. Mit Blick auf eine zukünftige multikulturelle Gesellschaft plädierte Frau Laws dafür, daß Frauen neue Lebens- und Berufsent­würfe entwickeln, um die Chanceverei­nigtes Europa zu nutzen. Am Ende der Diskussion war man sich dann doch einig, daß das Rollenverständ­nis in der Gesellschaft nur verändert, frau­enfreundlichere Bedingungen nur dann gestaltet werden können, wenn die Mit­wirkung und Mitgestaltung der Frauen in verschiedenen Bereichen und Gremien inMännergremien und imNetzwerk gesichert sind.

Dr. Barbara Eckardt

Nr. 17/91