EUROPA- WIR KOMMEN
Veranstaltung von pömps e. V.- Netzwerk für an und der Universität Potsdam
Aus Anlaß ihrer pömpsEhrenmitgliedschaft forderte Frau Prof. Süssmuth in ihrer Festansprache, dazu beizutragen, die Unterschiede zwischen Ost und West abzubauen.
Wie Frau Dr. Hildebrandt zeigte sie sich besorgt darüber, daß es unter den neuen Bedingungen Deutschlands für Frauen schwerer sei, Beruf und Familie zu verbinden. Das zukünftig vereinigte Europa böte die zu nutzende Chance, aus unserem begrenzten Blickfeld herauszutreten, den Handlungsspielraum zu erweitern und die europäische Vielfalt für das Finden von Modellen zu nutzen. So sei der Stellenwert von Kindern in einigen europäischen Ländern so, daß wir davon lernen könnten.
Zustimmung im Publikum gab es natürlich bei Frau Süssmuths Äußerung:
„Es gibt genügend begabte und qualifizierte Frauen, man muß sie nur finden wollen.‘‘ B.E. Fotos: Rüffert
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Netzwerkfür Frauen pömps e. V. wird weiter ausgebaut
Seit knapp 2 Jahren ist pömps auch in den neuen Bundesländern wirksam. Es gibt einen 7köpfigen Vorstand, der während der Kongreßtage durch Wahl seine Bestätigung erfuhr. Auf seinem 2. Jahreskongreß im letzten Jahr wurde Dr. Regine Hildebrandt als Ehrenmitglied in die Vereinigung aufgenommen; 1991 wurde diese Würdigung nun Rita Süssmuth zuteil. Auch das ist ein Indiz dafür, daß sich pömps als parteienunabhängig und-übergreifend versteht. Frauen finden sich hier zusammen, um miteinander zu reden, sich über immer wiederkehrende Probleme im Alltag zu verständigen und resultierend daraus für sich selbst und andere Lösungswege anzubieten. Unterstützung zu gewähren für Frauen in allen Sphären und Ebenen der Gesellschaft, dies ist eines der selbstgesteckten Ziele.
Noch in diesem Jahr wird der Sitz der Bundesgeschäftsstelle von Xanten nach Potsdam verlegt. Ein Büro gibt es bereits in Teltow. In naher Zukunft sollen 2 ABMStellen geschaffen werden für Engagierte, die ihre Kraft investieren wollen, um möglichst schnell auch hier ein wirksames Instrumentarium zur Durchsetzung frauenspezifischer Forderungen zu etablieren. Durch sachbezogene Arbeit in allen regionalen Gruppen soll es ‚gelingen, den ganzheitlichen Anspruch von
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Podiumsdiskussion„FRAUEN IN EUROPA- Benachteiligung ohne Ende?“
Nr. 17/91
Frauen, sich mit ihren Fähigkeiten und
Kenntnissen gestaltend in den gesellschaft
lichen Prozeß einzubringen, verwirklichen
zu helfen.
Die nächsten Vorhaben von pömps sind:
— Gründung eines Bildungswerkes
(Hier wird dem hohen Schulungsbedarf gerade in frauenspezifischen Bereichen Rechnung getragen. Die Lehrgänge werden voll auf die Wünsche der TeilnehmerInnen zugeschnitten sein. Angedacht sind solche Themen wie„Wie bewerbe ich mich richtig?‘‘ oder„Wie baue ich eine Gruppe auf?‘‘)
— Einrichtung eines Sozialwerkes (In diesen Bereich gehören Überlegungen über die Bildung von Kinderhäusern bzw. zu neuen Wohnformen für Alleinerziehende.)
— Verwirklichung von Frauenprojekten (Hierzu zählt die Entwicklung neuer Qualifikationsangebote, ausschließlich am Markt orientiert.)
Gegenwärtig ist die Gründung von pömps
Netzwerken in Ländern wie Frankreich,
Holland, der Schweiz und evtl. auch den
USA in Vorbereitung. Gespräche darüber
werden des weiteren in Norwegen, Eng
land und Italien geführt.
Die 450 eingetragenen pömpsMitglieder
fordern u. a. die ersatzlose Streichung des
8 218 sowie grundsätzlich den Ausbau der
Frauenrechte im Grundgesetz. Dies kam
deutlich während der diesjährigen Veran
staltungen zum Ausdruck. Der nächste
Jahreskongreß wird im Herbst 1992 in
Strasburg stattfinden. P. Görlich
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