Heft 
(1.1.2019) 17
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EUROPA- WIR KOMMEN

Veranstaltung von pömps e. V.- Netzwerk für an und der Universität Potsdam

Aus Anlaß ihrer pömpsEhrenmitgliedschaft forderte Frau Prof. Süssmuth in ihrer Fest­ansprache, dazu beizutragen, die Unter­schiede zwischen Ost und West abzubau­en.

Wie Frau Dr. Hildebrandt zeigte sie sich besorgt darüber, daß es unter den neuen Bedingungen Deutschlands für Frauen schwerer sei, Beruf und Familie zu ver­binden. Das zukünftig vereinigte Europa böte die zu nutzende Chance, aus unse­rem begrenzten Blickfeld herauszutreten, den Handlungsspielraum zu erweitern und die europäische Vielfalt für das Finden von Modellen zu nutzen. So sei der Stel­lenwert von Kindern in einigen europäi­schen Ländern so, daß wir davon lernen könnten.

Zustimmung im Publikum gab es natür­lich bei Frau Süssmuths Äußerung:

Es gibt genügend begabte und qualifi­zierte Frauen, man muß sie nur finden wollen. B.E. Fotos: Rüffert

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Netzwerkfür Frauen pömps e. V. wird weiter ausgebaut

Seit knapp 2 Jahren ist pömps auch in den neuen Bundesländern wirksam. Es gibt einen 7köpfigen Vorstand, der während der Kongreßtage durch Wahl seine Bestä­tigung erfuhr. Auf seinem 2. Jahreskon­greß im letzten Jahr wurde Dr. Regine Hildebrandt als Ehrenmitglied in die Vereinigung aufgenommen; 1991 wurde diese Würdigung nun Rita Süssmuth zu­teil. Auch das ist ein Indiz dafür, daß sich pömps als parteienunabhängig und-über­greifend versteht. Frauen finden sich hier zusammen, um miteinander zu reden, sich über immer wiederkehrende Probleme im Alltag zu verständigen und resultierend daraus für sich selbst und andere Lö­sungswege anzubieten. Unterstützung zu gewähren für Frauen in allen Sphären und Ebenen der Gesellschaft, dies ist eines der selbstgesteckten Ziele.

Noch in diesem Jahr wird der Sitz der Bundesgeschäftsstelle von Xanten nach Potsdam verlegt. Ein Büro gibt es bereits in Teltow. In naher Zukunft sollen 2 ABM­Stellen geschaffen werden für Engagier­te, die ihre Kraft investieren wollen, um möglichst schnell auch hier ein wirksa­mes Instrumentarium zur Durchsetzung frauenspezifischer Forderungen zu eta­blieren. Durch sachbezogene Arbeit in allen regionalen Gruppen soll es ‚gelin­gen, den ganzheitlichen Anspruch von

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PodiumsdiskussionFRAUEN IN EUROPA- Benachteiligung ohne Ende?

Nr. 17/91

Frauen, sich mit ihren Fähigkeiten und

Kenntnissen gestaltend in den gesellschaft­

lichen Prozeß einzubringen, verwirklichen

zu helfen.

Die nächsten Vorhaben von pömps sind:

Gründung eines Bildungswerkes

(Hier wird dem hohen Schulungsbedarf gerade in frauenspezifischen Bereichen Rechnung getragen. Die Lehrgänge werden voll auf die Wünsche der Teil­nehmerInnen zugeschnitten sein. An­gedacht sind solche Themen wieWie bewerbe ich mich richtig? oderWie baue ich eine Gruppe auf?)

Einrichtung eines Sozialwerkes (In diesen Bereich gehören Überlegun­gen über die Bildung von Kinderhäu­sern bzw. zu neuen Wohnformen für Alleinerziehende.)

Verwirklichung von Frauenprojekten (Hierzu zählt die Entwicklung neuer Qualifikationsangebote, ausschließlich am Markt orientiert.)

Gegenwärtig ist die Gründung von pömps­

Netzwerken in Ländern wie Frankreich,

Holland, der Schweiz und evtl. auch den

USA in Vorbereitung. Gespräche darüber

werden des weiteren in Norwegen, Eng­

land und Italien geführt.

Die 450 eingetragenen pömpsMitglieder

fordern u. a. die ersatzlose Streichung des

8 218 sowie grundsätzlich den Ausbau der

Frauenrechte im Grundgesetz. Dies kam

deutlich während der diesjährigen Veran­

staltungen zum Ausdruck. Der nächste

Jahreskongreß wird im Herbst 1992 in

Strasburg stattfinden. P. Görlich

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