Cafe Cabana wird eröffnet!
Ja geht denn sowas? In Potsdam wohnen einige Leute) die nicht'den.,, Vorzug‘‘ der deutschen Staatsbürgerschaft ihr eigen nennen können. Im Unterschied zu anderen größeren Städten der Republik existiert jedoch keine kulturell-gastronomische Einrichtung(zumindest keine in der Öffentlichkeit gut bekannte), die sich speziell(aber nicht nur) an Ausländer wendet. Als solche will sich das Cafe Cabana möglichst schnell in der Stadt etablieren, welches am 4. Dezember um 17.00 Uhr in der Berliner Straße 49(Haus der Jugend) seine Pforten öffnet. Zu erreichen ist dieser Ort mit der Straßenbahnlinie 93 Richtung Glienicker Brücke, Haltestelle Mangerstraße. Geplant ist, das Cafe vorerst einmal in der Woche, also mittwochs, zu öffnen. Unsere Einladung geht an alle aus- und inländischen Studenten, Mitarbeiter und Nichtmitarbeiter, an alle, die in einer Zeit der Ausgrenzung und der Gewalt bereit. sind, Ausländer, egal ob sie aus wirtschaftlichen, politischen, privaten oder anderen Gründen hier weilen, nicht als Eindringlinge und Konkurrenten, sondern in erster Linie als Menschen anzusehen. Versprechen können wir für’s erste neben der gastronomischen Betreuung(sicher. lich werden auch Spezialitäten aus fernen Ländern im Angebot sein) auf jeden Fall viel Musik, sowohl live als auch aus der Konserve, sowie einige Überraschungen und hoffentlich viel Spaß. Also bis dann! Torsten Köhler FB Mathematik
Studenten und Praktikanten, die in den neuen Bundesländern als Familienangehörige in einer Krankenkasse der gesetzlichen Krankenversicherung(GKV) versichert sind, aber im Bereich der alten Bundesländer studieren bzw. tätig sind, können nach einer Mitteilung von Frau Keßler, der Geschäftsstellenleiterin der Kaufmännischen Krankenkasse— KKH in Potsdam, auf Antrag Mitglied einer Krankenkasse, so z. B. auch der KKH, im westlichen Bundesgebiet werden. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber eingeräumt, damit die Inanspruchnahme von Leistungen dieser Studierenden im früheren Bundesgebiet— also beispielsweise am Studienort— im vollen Umfang ohne Nachteile möglich ist. Nähere Hinweise geben die Geschäftsstellen der KKH und der anderen Krankenkassen.
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STUDENTEN
Hinter die Kulissen geschaut
Wie ist der vorliegende Verfassungsentwurf für das Land Brandenburg zustande gekommen? Welchen konkreten Einfluß hatten die Zuschriften der Bürgerinnen und Bürger auf die Arbeit des Verfassungsausschusses? Wie soll die Institution der Kommunalkammer in der Praxis funktionieren? Mit diesen und weiteren Fragen gingen die Politologie-Studenten des Kurses„Kommunal- und Landespolitik‘* in ein Gespräch zu Verfassungsfragen.
Herr Lieber, Mitarbeiter der SPD-Landtagsfraktion, und Herr Haupt, Mitarbeiter der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, erläuterten zunächst den Weg des Zustandekommens des vom Verfassungsausschuß vorgelegten Entwurfs der Brandenburgischen Landesverfassung.
Im weiteren Verlauf der Diskussion stellten die beiden Fraktionsmitglieder den Standpunkt ihrer Parteien deutlich dar. Der SPD-Vertreter kennzeichnete den Verfassungsentwurf als Ausdruck der sprich
wörtlichen Brandenburger Toleranz und verwies darauf, daß besonders die Festschreibung von sozialen Rechten und die Elemente der unmittelbaren Bürgerbeteiligung durch Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid beispielhaft für die gesamte Bundesrepublik wirken könnten.
Herr Haupt kritisierte aus der Sicht der CDU-Opposition jene Passagen des Verfassungsentwurfs, die über den Rahmen des Grundgesetzes hinausreichen und somit mehr politische Wunschvorstellungen darstellen, als es realistische Zielsetzungen für eine Verfassung wären. Diese zum Teil doch sehr unterschiedlichen Auffassungen zur Verfassungsproblematik gaben den Politologie-Studenten einen lebensnahen Einblick in die parlamentarische Arbeit der Landtagsfraktionen. Daher ist es sicher keine vage Vermutung, daß dies nicht der letzte Besuch der Kursteilnehmer in einem Landesparlament gewesenist. Frank Hübner
Ein Versuch lohnt sich
Der Geschäftsführende Direktor der binationalen Fulbright-Kommission Dr. Littmann informierte am 7. November Interessierte über Studienmöglichkeiten in den USA. Rund 20 Studenten vor allem aus den Fachbereichen Biologie, Sportwissenschaft und Rechtswissenschaft waren gekommen.
Z. Zt. sind ca. 6000 deutsche Studenten (zum Vergleich: 30 000 Chinesen) an amerikanischen Hochschulen eingeschrieben. Jährlich bewerben sich für diese Ausbildungsmöglichkeit 100 000 Deutsche. Aus diesem Grunde hob Herr Dr. Littmann hervor, daß er„nur‘‘ Informationen vermitteln, keine Werbung betreiben wolle. Alle haben sich außer der deutschen auch der ausländischen Konkurrenz zu stellen. Deshalb riet der Bonner Gast, sich auch nach Alternativen in Holland, England, Frankreich, Spanien und Italien umzusehen, sich nicht auf die USA zu„versteifen‘‘!
Was sollte man über das Studium in den USA wissen?
— An den, nicht staatlich organisierten, Hochschulen werden Studiengebühren erhoben. — Voraussetzung zur Zulassung ist eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung. Leistungsnachweise sind für die Zulassung und die spätere Einstufung notwendig.
— Zulassungstests sind in nahezu allen Fällen Voraussetzung zur Zulassung.
— Sprachtests(der bekannteste: Test of English as a Foreign Language— TOEFL)
müssen alle ausländischen Studenten ablegen.; Einen Vorbereitungskurs für TOEFL bietet der Bereich Fremdsprachen an(Sekretariat: Tel. 2 46).
Die Kurse finden unter der Leitung von Herrn Uhl im Raum H 270 statt.
Gruppe 1 Mi. 10.30-12.00 Uhr Fr. 7.40-9.10 Uhr Gruppe 2 Mi. 13.00-14.30 Uhr
Do. 9.00-10.30 Uhr Voraussetzung sind Kenntnisse, die in etwa dem Ia-Englisch-Abschluß entsprechen. Noch sind freie Plätze vorhanden.
— Zu den Bewerbungsunterlagen gehören häufig Bewerbungs-Essays. Sie sollen Einblick in die fachlichen und nicht-fachlichen Erwartungen und Begründungen für den Hochschulwunsch vermitteln. Es gibt etwa 800 Hochschulen, an denen der„normale deutsche Student‘‘ eine ausgezeichnete Ausbildung ermöglicht bekommt. Man sollte sich also vor der Bewerbung gründlich informieren. Quellen sind z. B.: — Amerika Haus Berlin (siehe dazu auch Nr. 14/91) — Akademisches Auslandsamt an unserer Uni — Ulrich Littmann: Studienführer Vereinigte Staaten von Amerika(Herausgeber: DAAD, Kennedyallee 50, W-5300 Bonn 1).
Dr. Barbara Eckardt
Nr. 17/91