Heft 
(1.1.2019) 17
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Cafe Cabana wird eröffnet!

Ja geht denn sowas? In Potsdam wohnen einige Leute) die nicht'den.,, Vorzug der deutschen Staatsbürgerschaft ihr eigen nennen können. Im Unterschied zu ande­ren größeren Städten der Republik exi­stiert jedoch keine kulturell-gastronomi­sche Einrichtung(zumindest keine in der Öffentlichkeit gut bekannte), die sich speziell(aber nicht nur) an Ausländer wendet. Als solche will sich das Cafe Cabana möglichst schnell in der Stadt etablieren, welches am 4. Dezember um 17.00 Uhr in der Berliner Straße 49(Haus der Jugend) seine Pforten öffnet. Zu errei­chen ist dieser Ort mit der Straßenbahnli­nie 93 Richtung Glienicker Brücke, Hal­testelle Mangerstraße. Geplant ist, das Cafe vorerst einmal in der Woche, also mittwochs, zu öffnen. Unsere Einladung geht an alle aus- und inländischen Studen­ten, Mitarbeiter und Nichtmitarbeiter, an alle, die in einer Zeit der Ausgrenzung und der Gewalt bereit. sind, Ausländer, egal ob sie aus wirtschaftlichen, politi­schen, privaten oder anderen Gründen hier weilen, nicht als Eindringlinge und Konkurrenten, sondern in erster Linie als Menschen anzusehen. Versprechen können wir fürs erste neben der gastronomischen Betreuung(sicher­. lich werden auch Spezialitäten aus fernen Ländern im Angebot sein) auf jeden Fall viel Musik, sowohl live als auch aus der Konserve, sowie einige Überraschungen und hoffentlich viel Spaß. Also bis dann! Torsten Köhler FB Mathematik

Studenten und Praktikanten, die in den neuen Bundesländern als Familienange­hörige in einer Krankenkasse der gesetz­lichen Krankenversicherung(GKV) ver­sichert sind, aber im Bereich der alten Bundesländer studieren bzw. tätig sind, können nach einer Mitteilung von Frau Keßler, der Geschäftsstellenleiterin der Kaufmännischen Krankenkasse KKH in Potsdam, auf Antrag Mitglied einer Krankenkasse, so z. B. auch der KKH, im westlichen Bundesgebiet werden. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber einge­räumt, damit die Inanspruchnahme von Leistungen dieser Studierenden im frühe­ren Bundesgebiet also beispielsweise am Studienort im vollen Umfang ohne Nachteile möglich ist. Nähere Hinweise geben die Geschäftsstellen der KKH und der anderen Krankenkassen.

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STUDENTEN

Hinter die Kulissen geschaut

Wie ist der vorliegende Verfassungsent­wurf für das Land Brandenburg zustande gekommen? Welchen konkreten Einfluß hatten die Zuschriften der Bürgerinnen und Bürger auf die Arbeit des Verfas­sungsausschusses? Wie soll die Institu­tion der Kommunalkammer in der Praxis funktionieren? Mit diesen und weiteren Fragen gingen die Politologie-Studenten des KursesKommunal- und Landespoli­tik* in ein Gespräch zu Verfassungsfra­gen.

Herr Lieber, Mitarbeiter der SPD-Land­tagsfraktion, und Herr Haupt, Mitarbeiter der CDU-Fraktion im Landtag Branden­burg, erläuterten zunächst den Weg des Zustandekommens des vom Verfassungs­ausschuß vorgelegten Entwurfs der Bran­denburgischen Landesverfassung.

Im weiteren Verlauf der Diskussion stell­ten die beiden Fraktionsmitglieder den Standpunkt ihrer Parteien deutlich dar. Der SPD-Vertreter kennzeichnete den Ver­fassungsentwurf als Ausdruck der sprich­

wörtlichen Brandenburger Toleranz und verwies darauf, daß besonders die Fest­schreibung von sozialen Rechten und die Elemente der unmittelbaren Bürgerbetei­ligung durch Volksinitiative, Volksbegeh­ren und Volksentscheid beispielhaft für die gesamte Bundesrepublik wirken könn­ten.

Herr Haupt kritisierte aus der Sicht der CDU-Opposition jene Passagen des Ver­fassungsentwurfs, die über den Rahmen des Grundgesetzes hinausreichen und somit mehr politische Wunschvorstellungen darstellen, als es realistische Zielsetzun­gen für eine Verfassung wären. Diese zum Teil doch sehr unterschiedlichen Auf­fassungen zur Verfassungsproblematik gaben den Politologie-Studenten einen lebensnahen Einblick in die parlamenta­rische Arbeit der Landtagsfraktionen. Daher ist es sicher keine vage Vermutung, daß dies nicht der letzte Besuch der Kursteil­nehmer in einem Landesparlament gewe­senist. Frank Hübner

Ein Versuch lohnt sich

Der Geschäftsführende Direktor der bina­tionalen Fulbright-Kommission Dr. Littmann informierte am 7. November Interessierte über Studienmöglichkeiten in den USA. Rund 20 Studenten vor allem aus den Fachberei­chen Biologie, Sportwissenschaft und Rechts­wissenschaft waren gekommen.

Z. Zt. sind ca. 6000 deutsche Studenten (zum Vergleich: 30 000 Chinesen) an ame­rikanischen Hochschulen eingeschrieben. Jährlich bewerben sich für diese Ausbil­dungsmöglichkeit 100 000 Deutsche. Aus diesem Grunde hob Herr Dr. Littmann her­vor, daß ernur Informationen vermitteln, keine Werbung betreiben wolle. Alle haben sich außer der deutschen auch der ausländi­schen Konkurrenz zu stellen. Deshalb riet der Bonner Gast, sich auch nach Alternati­ven in Holland, England, Frankreich, Spa­nien und Italien umzusehen, sich nicht auf die USA zuversteifen!

Was sollte man über das Studium in den USA wissen?

An den, nicht staatlich organisierten, Hoch­schulen werden Studiengebühren erhoben. Voraussetzung zur Zulassung ist eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung. Leistungsnachweise sind für die Zulassung und die spätere Einstufung notwendig.

Zulassungstests sind in nahezu allen Fäl­len Voraussetzung zur Zulassung.

Sprachtests(der bekannteste: Test of English as a Foreign Language TOEFL)

müssen alle ausländischen Studenten able­gen.; Einen Vorbereitungskurs für TOEFL bietet der Bereich Fremdsprachen an(Sekretariat: Tel. 2 46).

Die Kurse finden unter der Leitung von Herrn Uhl im Raum H 270 statt.

Gruppe 1 Mi. 10.30-12.00 Uhr Fr. 7.40-9.10 Uhr Gruppe 2 Mi. 13.00-14.30 Uhr

Do. 9.00-10.30 Uhr Voraussetzung sind Kenntnisse, die in etwa dem Ia-Englisch-Abschluß entsprechen. Noch sind freie Plätze vorhanden.

Zu den Bewerbungsunterlagen gehören häufig Bewerbungs-Essays. Sie sollen Ein­blick in die fachlichen und nicht-fachlichen Erwartungen und Begründungen für den Hochschulwunsch vermitteln. Es gibt etwa 800 Hochschulen, an denen dernormale deutsche Student eine ausgezeichnete Aus­bildung ermöglicht bekommt. Man sollte sich also vor der Bewerbung gründlich in­formieren. Quellen sind z. B.: Amerika Haus Berlin (siehe dazu auch Nr. 14/91) Akademisches Auslandsamt an unserer Uni Ulrich Littmann: Studienführer Vereinig­te Staaten von Amerika(Herausgeber: DAAD, Kennedyallee 50, W-5300 Bonn 1).

Dr. Barbara Eckardt

Nr. 17/91