Heft 
(1.1.2019) 17
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INFORMATION/ SPORT

Informations- und Studienmöglichkeiten im Bereich Babelsberg

Das Pressearchiv des Fachbereiches

Sozialwissenschaften

(Politikwissenschaft) speichert Meldun­

gen, Kommentare, Dokumente u. a. aus

der deutschen und internationalen Presse,

Pressediensten, Übersetzungen und vie­

len anderen aktuellen Materialien zu fol­

genden Komplexen ein:

Außenpolitik, Internationale Politik

Außenpolitik und internationale Be­ziehungen

Allgemeine Politik, Nation und Volk

Bevölkerung

Gesellschaftssystem, Politische Willens­bildung

Gesellschaftspolitische Bewegungen

Staat, Regierung, Öffentliche Verwal­tung

Recht, Rechtspolitik

Finanzen, Finanzpolitik

Wirtschaft, Wirtschaftspolitik

Gesellschaft, Gesellschaftspolitik

Kräfte und

Sozialordnung, Sozialpolitik

Kultur, Kulturpolitik, Bildung Wissenschaft, Wissenschaftspolitik Militär-, Sicherheits- und Militär­politik

Diese Komplexe werden jeweils den Ländern bzw. nationalen und internatio­nalen Organisationen und Bewegungen zugeordnet. Daneben werden Materialien zu Fragen der Entwicklung in Branden­burg und zu theoretischen Fragen der Politik-, Wirtschafts- und Geschichtswis­senschaft gespeichert. Recherchen sind durchschnittlich 7-8 Jahre zurückwirkend möglich bei ca. 450 000 Ausschnitten. Durch die zunehmende Übernahme des Bestandes des Pressearchivs des Otto-Suhr­Instituts der FU Berlin erweitern sich die Nachweismöglichkeiten einzelner Sach­verhalte bis zum Jahr 1960. Außerdem ermöglicht die seit dem 1. Juli 1991 ein­geführte Systematik des OSI ein unkom­pliziertes Arbeiten in beiden Archiven.

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Ein Lesesaal mit Möglichkeiten zur Ein­sicht in eine Vielzahl von Tages- und Wochenzeitungen, politischen Magazinen, Zeitschriften, Pressediensten von Partei­en, Dokumentationen und Papers von wis­senschaftlichen Institutionen und Stiftun­gen sowie einer kleinen Handbibliothek zur Politikwissenschaft soll Ihnen helfen, sich neben der Arbeit im Pressearchiv aktuell zu informieren. Bei Bedarf ist das Anfertigen von Kopien möglich. Die Öffnungszeiten des Pressearchivs und des Lesesaals sind von Montag bis Frei­tag, jeweils 7.30-20.00 Uhr. Wir sind aber auch dankbar für ihre Anregungen bezüglich anderer Öffnungszeiten. Wir sind ab Ende November zu finden in den Räumen 149-150 bzw. 159-161 im Erdgeschoß unterhalb der Bibliothek in Babelsberg, A.-Bebel-Str. 89(direkt am Bahnhof Griebnitzsee).

Watzdorf

Deutscher Judobund auf gutem Weg

Im Bereich Hochschulsport arbeitet mit Dr. E. Buchholz ein führender Vertreter des Deut­schen Judobundes. Ihn bat ich um Auskunft über persönliche Aufgaben und Vorhaben innerhalb des Sportbundes sowie um die Beur­teilung der Situation in seiner Sportart nach der Auflösung der DDR.

UZ: Sie sind Vizepräsident des Deutschen Judobundes. Seit wann üben Sie dieses Amt aus, und wie kam es dazu?

Dr. E. Buchholz: Im April 1990, also nach der Wende*, wurde ich zum neuen Präsidenten des Deutschen Judoverbandes der DDR ge­wählt. In dieser Funktion führte ich die Eini­gungsverhandlungen der beiden Verbände mit durch. Zum 1. 1. 91 nach Auflösung des alten Verbandes und Aufnahme der neuen Landes­verbände Ost wurde ich als Vizepräsident übernommen.

UZ: Welche Aufgaben sind mit dieser neuen Funktion für Sie verbunden?

Dr. E. Buchholz: Die Aufgaben sind sportli­cher und organisatorischer Natur. Zum einen fühle ich mich mitverantwortlich für ein sauberes Zusammenwachsen der Ost- und West-Fachverbände, koordiniere die Arbeit der neuen Landesverbände und vertrete deren Interessen im Präsidium und Vorstand. Zum anderen arbeite ich bei der Organisation und Durchführung sportlicher und kultureller Groß­veranstaltungen des DJB mit. In dieser Funk­

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tion bin ich des weiteren Mitglied des NOK. UZ: Das Zusammenwachsen der Verbände in den jeweiligen Sportarten verläuft sehr unter­

Dr. E. Buchholz

schiedlich. Wie würden Sie diesen Prozeß bei den Judokas beurteilen?

Dr. E. Buchholz: Aus meiner Sicht möchte ich die Fusionsverhandlungen der beiden Seiten als durchaus fair bezeichnen. In einigen Ein­zelfragen gab es natürlich Diskrepanzen, die jedoch sachlich ausdiskutiert wurden. Die erfolgreiche Arbeit des DJB ist u. a. mit den hervorragenden Ergebnissen bei den Welt­und Europameisterschaften 1991 zu belegen. Immerhin wurden 3 Weltmeistertitel, 3 Euro­pameistertitel und 10 weitere Medaillen er­rungen.

Daß die Stimmung unter uns Judokas gut ist, wurde auch während des großen Judo-Gala­

Abends in Werder vor wenigen Tagen deut­lich. Fast alle Olympiasieger, Welt- und Euro­pameister sowie Medaillengewinner interna­tionaler Wettkämpfe waren unserer Einladung gefolgt. Wir konnten außerdem die Landes­präsidenten der Judolandesverbände, den gesamten Vorstand des DJB, internationale Gäste des Judosports sowie namhafte Vertre­ter aus Politik, Wirtschaft und Sport begrü­ßen.

UZ: Die Olympischen Spiele stehen 1992 vor der Tür. Welche Chancen sehen Sie bezogen auf ihre Sportart?

Dr. E. Buchholz: Bei den letzten Weltmei­sterschaften in Japan belegte die deutsche Mannschaft den 2. Platz in der Länderwer­tung. Dieser Wettkampf war eine gute Vorbe­reitung für die bevorstehenden Spiele. Wenn wir, wie es dort der Fall war, wieder 5 Medail­len, davon vielleicht 1-2 Goldmedaillen, er­kämpfen könnten, wäre dies ein schöner Er­folg.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

Das Gespräch führte P. Görlich.

Nr. 17/91