INFORMATION/ SPORT
Informations- und Studienmöglichkeiten im Bereich Babelsberg
Das Pressearchiv des Fachbereiches
Sozialwissenschaften
(Politikwissenschaft) speichert Meldun
gen, Kommentare, Dokumente u. a. aus
der deutschen und internationalen Presse,
Pressediensten, Übersetzungen und vie
len anderen aktuellen Materialien zu fol
genden Komplexen ein:
— Außenpolitik, Internationale Politik
— Außenpolitik und internationale Beziehungen
— Allgemeine Politik, Nation und Volk
— Bevölkerung
— Gesellschaftssystem, Politische Willensbildung
— Gesellschaftspolitische Bewegungen
— Staat, Regierung, Öffentliche Verwaltung
— Recht, Rechtspolitik
— Finanzen, Finanzpolitik
— Wirtschaft, Wirtschaftspolitik
— Gesellschaft, Gesellschaftspolitik
Kräfte und
— Sozialordnung, Sozialpolitik
— Kultur, Kulturpolitik, Bildung Wissenschaft, Wissenschaftspolitik Militär-, Sicherheits- und Militärpolitik
Diese Komplexe werden jeweils den Ländern bzw. nationalen und internationalen Organisationen und Bewegungen zugeordnet. Daneben werden Materialien zu Fragen der Entwicklung in Brandenburg und zu theoretischen Fragen der Politik-, Wirtschafts- und Geschichtswissenschaft gespeichert. Recherchen sind durchschnittlich 7-8 Jahre zurückwirkend möglich bei ca. 450 000 Ausschnitten. Durch die zunehmende Übernahme des Bestandes des Pressearchivs des Otto-SuhrInstituts der FU Berlin erweitern sich die Nachweismöglichkeiten einzelner Sachverhalte bis zum Jahr 1960. Außerdem ermöglicht die seit dem 1. Juli 1991 eingeführte Systematik des OSI ein unkompliziertes Arbeiten in beiden Archiven.
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Ein Lesesaal mit Möglichkeiten zur Einsicht in eine Vielzahl von Tages- und Wochenzeitungen, politischen Magazinen, Zeitschriften, Pressediensten von Parteien, Dokumentationen und Papers von wissenschaftlichen Institutionen und Stiftungen sowie einer kleinen Handbibliothek zur Politikwissenschaft soll Ihnen helfen, sich neben der Arbeit im Pressearchiv aktuell zu informieren. Bei Bedarf ist das Anfertigen von Kopien möglich. Die Öffnungszeiten des Pressearchivs und des Lesesaals sind von Montag bis Freitag, jeweils 7.30-20.00 Uhr. Wir sind aber auch dankbar für ihre Anregungen bezüglich anderer Öffnungszeiten. Wir sind ab Ende November zu finden in den Räumen 149-150 bzw. 159-161 im Erdgeschoß unterhalb der Bibliothek in Babelsberg, A.-Bebel-Str. 89(direkt am Bahnhof Griebnitzsee).
Watzdorf
Deutscher Judobund auf gutem Weg
Im Bereich Hochschulsport arbeitet mit Dr. E. Buchholz ein führender Vertreter des Deutschen Judobundes. Ihn bat ich um Auskunft über persönliche Aufgaben und Vorhaben innerhalb des Sportbundes sowie um die Beurteilung der Situation in seiner Sportart nach der Auflösung der DDR.
UZ: Sie sind Vizepräsident des Deutschen Judobundes. Seit wann üben Sie dieses Amt aus, und wie kam es dazu?
Dr. E. Buchholz: Im April 1990, also nach der „Wende*‘‘, wurde ich zum neuen Präsidenten des Deutschen Judoverbandes der DDR gewählt. In dieser Funktion führte ich die Einigungsverhandlungen der beiden Verbände mit durch. Zum 1. 1. 91 nach Auflösung des alten Verbandes und Aufnahme der neuen Landesverbände Ost wurde ich als Vizepräsident übernommen.
UZ: Welche Aufgaben sind mit dieser neuen Funktion für Sie verbunden?
Dr. E. Buchholz: Die Aufgaben sind sportlicher und organisatorischer Natur. Zum einen fühle ich mich mitverantwortlich für ein „sauberes‘‘ Zusammenwachsen der Ost- und West-Fachverbände, koordiniere die Arbeit der neuen Landesverbände und vertrete deren Interessen im Präsidium und Vorstand. Zum anderen arbeite ich bei der Organisation und Durchführung sportlicher und kultureller Großveranstaltungen des DJB mit. In dieser Funk
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tion bin ich des weiteren Mitglied des NOK. UZ: Das Zusammenwachsen der Verbände in den jeweiligen Sportarten verläuft sehr unter
Dr. E. Buchholz
schiedlich. Wie würden Sie diesen Prozeß bei den Judokas beurteilen?
Dr. E. Buchholz: Aus meiner Sicht möchte ich die Fusionsverhandlungen der beiden Seiten als durchaus fair bezeichnen. In einigen Einzelfragen gab es natürlich Diskrepanzen, die jedoch sachlich ausdiskutiert wurden. Die erfolgreiche Arbeit des DJB ist u. a. mit den hervorragenden Ergebnissen bei den Weltund Europameisterschaften 1991 zu belegen. Immerhin wurden 3 Weltmeistertitel, 3 Europameistertitel und 10 weitere Medaillen errungen.
Daß die Stimmung unter uns Judokas gut ist, wurde auch während des großen Judo-Gala
Abends in Werder vor wenigen Tagen deutlich. Fast alle Olympiasieger, Welt- und Europameister sowie Medaillengewinner internationaler Wettkämpfe waren unserer Einladung gefolgt. Wir konnten außerdem die Landespräsidenten der Judolandesverbände, den gesamten Vorstand des DJB, internationale Gäste des Judosports sowie namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport begrüßen.
UZ: Die Olympischen Spiele stehen 1992 vor der Tür. Welche Chancen sehen Sie bezogen auf ihre Sportart?
Dr. E. Buchholz: Bei den letzten Weltmeisterschaften in Japan belegte die deutsche Mannschaft den 2. Platz in der Länderwertung. Dieser Wettkampf war eine gute Vorbereitung für die bevorstehenden Spiele. Wenn wir, wie es dort der Fall war, wieder 5 Medaillen, davon vielleicht 1-2 Goldmedaillen, erkämpfen könnten, wäre dies ein schöner Erfolg.
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.
Das Gespräch führte P. Görlich.
Nr. 17/91