Heft 
(1.1.2019) 18
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Am 26. November wurden durch Vertreter vom Ministerium für Umwelt-, Naturschutz und Raumentwicklung einige Umwelt-Meß-Koffer an anwe­sende Leiter von Schullandheimen des Landes Brandenburg übergeben. In den Koffern befinden sich Testmittel, die es ermöglichen, Wasser, Boden und Luft auf etwaige Schadstoffe zu überprüfen. Ort der Übergabe

war das umweltanalytische Labor unserer Universität.

Foto: Rüffert

Mehr als sechseinhalbtausend Studenten derzeit

Zum Wintersemester 1991/92 haben sich 1030 Studenten neu eingeschrieben. Dar­unter befinden sich 25 Ausländer und 30 Studierende aus den Altbundesländern. Exakt die Hälfte der Studienanfänger 515 haben sich für ein Lehramtsstudium entschieden und damit sicher eine gute Wahl getroffen. Der 13köpfige Gründungs­senat der Universität Potsdam arbeitet zur Zeit an einem neuen Lehrerbildungskon­zept.

Gut angenommen wurden die angebote­nen Abschlüsse Diplom und Magister(226 bzw. 48 Erstsemester). Gefragt war in Potsdam auch der neueingerichtete Stu­diengang Wirtschaftswissenschaften, für den 87 Studierende aufgenommen wur­den. Es ist vorgesehen, in Potsdam nicht alle Zweige dieses Faches zu etablieren. Einen Schwerpunkt wird die Betriebs­wirtschaftslehre bilden.

Die Mehrzahl der Studienanfänger(229) hat sich für die Rechtswissenschaft einge­schrieben. Die Juristische Fakultät ist mit insgesamt 819 Studenten damit auch die größte.

Derzeit existieren in Potsdam 22 Fachbe­reiche bzw. selbständige Institute, auf die

Nr. 18/91

sich die 4065 Direktstudenten verteilen. In der fachlichen Qualifizierung mit dem Ziel der Promotion befinden sich 107 Promotionsstudenten und Assistenten. Mit diesen und weiteren Vorkursstudenten sowie Teilnehmern von Sonder- und Auf­baustudiengängen sind im Winterseme­ster 1991/92 6601 Studenten an der seit Juli 1991 existierenden Universität Pots­dam immatrikuliert.

Nach Aussage des Gründungsrektors, Prof. Dr. Rolf Mitzner, ist mit dem Abschluß der Gründungsphase in etwa einem Jahr zu rechnen; dann soll die zukünftige Struk­tur zumindest in der Planung stehen. Struk­turelle Neuordnungen innerhalb der Fach­bereiche sind noch möglich. Schon deshalb zeige sich, daß die Landeshaupt­stadt von Brandenburg als Studien- und Lebensort angenommen werde. Dazu tra­ge nicht zuletzt auch der dieser Tage be­gonnene Bau eines modernen Studenten­dorfes für 550 Studierende in Potsdam­Babelsberg bei, dem im Frühjahr 1992 der Baubeginn für ein weiteres in Pots­dam-Golm folgen soll.

Dr. Rammelt

Büchergeschenk der Robert-Bosch-Stiftung

Das Kuratorium der Robert-Bosch-Stif­tung GmbH hat im Juli 1991 beschlos­sen, den Studienanfängern der Rechts­wissenschaft an vier Universitäten in den neuen Bundesländern einen Be­trag in Höhe von 600.000 DM für die Anschaffung von juristischer Studien­literatur zur Verfügung zu stellen. Auch die 800 Jura-Studenten der Universität Potsdam kommen in den Genuß dieses großzügigen Geschenkes. Auf jeden von ihnen entfällt ein Betrag von 220 DM, mit dem Fachliteratur nach eige­ner Wahl erworben werden kann. Nun­mehr steht das Geld zur Auszahlung zur Verfügung.

Zweck der Spende ist es, einen Aus­gleich für die noch vergleichsweise mangelhafte Bibliotheksausstattung an denjenigen Fakultäten in den neuen Bundesländern zu schaffen, die schon in der ehemaligen DDR Juristen ausge­bildet haben und jetzt Neu- bzw. Um­strukturierungsprobleme lösen müssen, teilte der Bevollmächtigte der Stiftung, Dr. Georg Nolte vom Max-Planck­Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht aus Heidelberg, mit. Die Studenten sind frei in der Auswahl der Bücher, jedoch muß es sich um juristische Fachliteratur han­deln. Das Geld wird ihnen zur Verfü­gung gestellt, damit sie schnell und unbürokratisch die Literatur beschaf­fen können. Die Bücher verbleiben Eigentum der Studierenden, weil die eigene kleine Handbibliothek für sie unter den gegebenen Umständen eine erheblich größere Rolle spielt als an einer Universität mit einer gut ausge­statteten Lehrbuchsammlung.

Ein Nebenzweck der Bücherspende liegt in der Förderung des lokalen bzw. re­gionalen Buchhandels. Die Studenten sollen die Bücher daher bei möglichst verschiedenen Buchhandlungen kau­fen. Jeder Studierende schafft die ihn interessierenden Bücher selbst an und schießt den Kaufpreis vor, der anschlie­ßend auf sein Konto überwiesen wird. Über Einzelheiten des Auszahlungs­verfahrens informiert die Dekanatsas­sistentin Frau Dr. Schwerdtfeger, Juri­stische Fakultät, Universitätskomplex II, Babelsberg, August-Bebel-Str. 89, Zimmer 208. Dr. Rammelt