Am 26. November wurden durch Vertreter vom Ministerium für Umwelt-, Naturschutz und Raumentwicklung einige Umwelt-Meß-Koffer an anwesende Leiter von Schullandheimen des Landes Brandenburg übergeben. In den Koffern befinden sich Testmittel, die es ermöglichen, Wasser, Boden und Luft auf etwaige Schadstoffe zu überprüfen. Ort der Übergabe
war das umweltanalytische Labor unserer Universität.
Foto: Rüffert
Mehr als sechseinhalbtausend Studenten derzeit
Zum Wintersemester 1991/92 haben sich 1030 Studenten neu eingeschrieben. Darunter befinden sich 25 Ausländer und 30 Studierende aus den Altbundesländern. Exakt die Hälfte der Studienanfänger— 515 haben sich für ein Lehramtsstudium entschieden und damit sicher eine gute Wahl getroffen. Der 13köpfige Gründungssenat der Universität Potsdam arbeitet zur Zeit an einem neuen Lehrerbildungskonzept.
Gut angenommen wurden die angebotenen Abschlüsse Diplom und Magister(226 bzw. 48 Erstsemester). Gefragt war in Potsdam auch der neueingerichtete Studiengang Wirtschaftswissenschaften, für den 87 Studierende aufgenommen wurden. Es ist vorgesehen, in Potsdam nicht alle Zweige dieses Faches zu etablieren. Einen Schwerpunkt wird die Betriebswirtschaftslehre bilden.
Die Mehrzahl der Studienanfänger(229) hat sich für die Rechtswissenschaft eingeschrieben. Die Juristische Fakultät ist mit insgesamt 819 Studenten damit auch die größte.
Derzeit existieren in Potsdam 22 Fachbereiche bzw. selbständige Institute, auf die
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sich die 4065 Direktstudenten verteilen. In der fachlichen Qualifizierung mit dem Ziel der Promotion befinden sich 107 Promotionsstudenten und Assistenten. Mit diesen und weiteren Vorkursstudenten sowie Teilnehmern von Sonder- und Aufbaustudiengängen sind im Wintersemester 1991/92 6601 Studenten an der seit Juli 1991 existierenden Universität Potsdam immatrikuliert.
Nach Aussage des Gründungsrektors, Prof. Dr. Rolf Mitzner, ist mit dem Abschluß der Gründungsphase in etwa einem Jahr zu rechnen; dann soll die zukünftige Struktur zumindest in der Planung stehen. Strukturelle Neuordnungen innerhalb der Fachbereiche sind noch möglich.— Schon deshalb zeige sich, daß die Landeshauptstadt von Brandenburg als Studien- und Lebensort angenommen werde. Dazu trage nicht zuletzt auch der dieser Tage begonnene Bau eines modernen Studentendorfes für 550 Studierende in PotsdamBabelsberg bei, dem im Frühjahr 1992 der Baubeginn für ein weiteres in Potsdam-Golm folgen soll.
Dr. Rammelt
Büchergeschenk der Robert-Bosch-Stiftung
Das Kuratorium der Robert-Bosch-Stiftung GmbH hat im Juli 1991 beschlossen, den Studienanfängern der Rechtswissenschaft an vier Universitäten in den neuen Bundesländern einen Betrag in Höhe von 600.000 DM für die Anschaffung von juristischer Studienliteratur zur Verfügung zu stellen. Auch die 800 Jura-Studenten der Universität Potsdam kommen in den Genuß dieses großzügigen Geschenkes. Auf jeden von ihnen entfällt ein Betrag von 220 DM, mit dem Fachliteratur nach eigener Wahl erworben werden kann. Nunmehr steht das Geld zur Auszahlung zur Verfügung.
Zweck der Spende ist es, einen Ausgleich für die noch vergleichsweise mangelhafte Bibliotheksausstattung an denjenigen Fakultäten in den neuen Bundesländern zu schaffen, die schon in der ehemaligen DDR Juristen ausgebildet haben und jetzt Neu- bzw. Umstrukturierungsprobleme lösen müssen, teilte der Bevollmächtigte der Stiftung, Dr. Georg Nolte vom Max-PlanckInstitut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht aus Heidelberg, mit. Die Studenten sind frei in der Auswahl der Bücher, jedoch muß es sich um juristische Fachliteratur handeln. Das Geld wird ihnen zur Verfügung gestellt, damit sie schnell und unbürokratisch die Literatur beschaffen können. Die Bücher verbleiben Eigentum der Studierenden, weil die eigene kleine Handbibliothek für sie unter den gegebenen Umständen eine erheblich größere Rolle spielt als an einer Universität mit einer gut ausgestatteten Lehrbuchsammlung.
Ein Nebenzweck der Bücherspende liegt in der Förderung des lokalen bzw. regionalen Buchhandels. Die Studenten sollen die Bücher daher bei möglichst verschiedenen Buchhandlungen kaufen. Jeder Studierende schafft die ihn interessierenden Bücher selbst an und schießt den Kaufpreis vor, der anschließend auf sein Konto überwiesen wird. Über Einzelheiten des Auszahlungsverfahrens informiert die Dekanatsassistentin Frau Dr. Schwerdtfeger, Juristische Fakultät, Universitätskomplex II, Babelsberg, August-Bebel-Str. 89, Zimmer 208. Dr. Rammelt