Ein besonderer Tag für unsere angolanischen Studentinnen
Die angolanische Studentengruppe im Universitätsteil Babelsberg beging am 11. November 1991 in einer feierlichen Zusammenkunft den 16. Jahrestag der Erreichung der Unabhängigkeit Angolas. Der Prorektor, Herr Prof. Dr. Badkte, überbrachte im Auftrag des
Gründungsrektors die Glückwünsche der Universität Potsdam und verband diese mit dem Versprechen, daß alles getan werde, das dieser 2 1/2jährige Kursus gemäß dem ehemalig vereinbarten Zeitraum als rechtswissenschaftliches Hochschulteilstudium weitergeführt werde. Den Glückwünschen schloß sich die Leiterin des Akademischen Auslandsamtes, Frau Bürger, an. Sie wünschte allen angolanischen Studenten ein weiteres erfolgreiches Studium und einen weiteren angenehmen Studienaufenthalt in Potsdam. Namens seiner angolanischen Kommilitionen dankte der Leiter der angolanischen Studentengruppe, Herr Petelo Bengue Jaime, für die Glückwünsche und versprach, daß ihr Dank für die von den Hochschullehrern geleistete Unterrichtsarbeit und die ihnen mit viel Solidarität entgegengebrachte Betreuung darin bestehen werde, daß sie alle möglichst viel an vermitteltem Wissen und Kenntnissen aufnehmen und verarbeiten, um es später in ihrem Heimatland entsprechend den spezifischen Bedingungen bei der Aufgabenstellung in der staatlichen Verwaltung umzusetzen und anzuwenden.
Der angolanische Delegationsleiter brachte in seiner Erwiderung insbesondere zum Ausdruck, daß das angolanische Volk den 16. Jahrestag seiner Unabhängigkeit nun endlich
Nr. 18/91
auf der Basis der zwischen den angolanischen Konfliktseiten abgeschlossenen Friedensabkommens in Frieden begehen kann und seine Kräfte jetzt auf den Wiederaufbau und die Neugestaltung der staatlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse konzentrieren könne. Das
gäbe diesem Jahrestag besonderes Gewicht. Sie als zeitweise in Deutschland Studierende werden nach ihrem Studium alle Möglichkeiten nutzen, sich in diesen Prozeß einzubringen.
Dieser Jahrestag der Angolaner klang am Abend mit einer kleinen Feier in internationaler Runde aus. Hier überbrachten die mocambiquanischen Mitstudenten aus Babelsberg sowie nigerianische und polnische Germanistik-Studenten aus Golm den Angolanern ihre Glückwünsche. Mocambiquanische, nigerianische, vietnamesische, polnische, bulgarische und deutsche Studenten sowie weitere Gäste, darunter auch Hochschullehrer, begingen in geselliger Runde— auch das Tanzbein wurde fleißig geschwungen— mit ihren aufmerksamen angolanischen Gastgebern bis spät in die Nacht diesen besonderen Tag. Der gemeinsame Abend war so Zeichen und Ausdruck internationaler Solidarität, im Gegensatz zu den sich oft in dieser Zeit zeigenden ausländerfeindlichen Verhaltensweisen. Der Gewinn bei allen Beteiligten lag in dem Erhalt von Toleranz und Solidarität zueinander und insbesondere gegenüber unseren ausländischen Studenten und Mitbürgern.
Werner Oldenburg, AAA
Englisch lernen in englischen Gastfamilien
Nach den erfolgreich abgeschlossenen Kursen 1991 werden auch in den Osterund Sommerferien 1992 wieder Sprachkurse in Brighton und London für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene bis 30 Jahren abgehalten. Warum Englischunterricht in Großbritannien? Englisch lernen in Großbritannien unterscheidet sich vom Unterricht in unserem Land durch die bedeutende Tatsache, daß Sie in Großbritannien auch dann noch lernen, wenn Sie das Klassenzimmer schon verlassen haben, denn alle Menschen sprechen immer englisch, und deshalb haben sie maximale Gelegenheit, die Sprache dauernd zu üben. Die britischen Lehrmethoden in bezug auf Englisch als eine Fremdsprache sind die fortschrittlichsten weltweit, und britische Lehrer werden nach den höchsten Maßstäben ausgebildet. Die Teilnehmer erhalten jeweils vormittags 3 Stunden Englischunterricht. An den Nachmittagen werden vielerlei Aktivitäten wie z. B. Ausflüge, Besichtigungen und Sport für die jugendlichen Teilnehmer mit Betreuung angeboten. Damit die Teilnehmer auch in der übrigen Zeit Englisch lernen und von der Lebensweise des Landes erfahren, werden sie bei netten ausgesuchten Gastfamilien mit Vollpension untergebracht. Wer sich für weitere Einzelheiten dieser Kurse interessiert, bekommt gegen 60 Pf Rückporto eine kostenlose Broschüre von: Barbara Pientok, Postfach 1668 in W-3330 Helmstedt, Tel.: 053 51/3 46 79. Barbara Pientok
Umzug
Aufgrund des Umzuges vom Neuen Palais nach Babelsberg haben sich unsere Sprechzeiten wie folgt geändert:
— dienstags 11.00-13.00 Uhr in Babelsberg, August-Bebel-Straße 89, Raum 124/ 125, Tel. 7 67 01, App. 207;
— donnerstags 11.00-13.00 Uhr,
Am Neuen Palais 10, K 308(Dozentenraum für Sozialwissenschaften),
Tel. 9.1 04:87.
Dr. Eduard Gloeckner Institut für Politische Soziologie und Zeitgeschichte Mittel- und Osteuropas