Geb.: 1939 in Weimar; von 1945—1953 Besuch der Grundschule; 1957 Abitur in Leipzig; keine Zulassung zum Studium; von 1957-1962 Studium der Rechtswissenschaft in München, erstes juristisches Staatsexamen; 1962-1969 Rechtsreferendar, Studium der Politischen Wissenschaften, Geschichte und Philosophie, zweites juristisches Staatsexamen; in den Jahren 1969-1972 tätig als Rechtsanwalt, Promotion zum Dr. phil.(summa cum laude); von 1972-1981 Assistent für Politische Wissenschaft an der Universität Duisburg; Habilitation 1977; 1982-1991 Professor für Politische Wissenschaft an der gleichen Universität im Lehrgebiet Politische Theorie/Ideengeschichte; im Wintersemester 1990/91 Gastdozent an der Humboldt-Universität. Schwerpunkte der Lehre von Prof. Bärsch sind Politische Philosophie, Staatstheorie, Ethik, Geschichtsphilosophie, Utopie, Ideen- und Geistesgeschichte, Antisemitismus, jüdische Rechtsphilosophie und jüdische Religionsphilosophie; er ist Mitglied des Salomon Ludwig SteinheimInstituts.
Realabschluß Saarbrücken 1953; Praktikum Metall und Baugewerbe; Studium Staatliche Ingenieurschule Saarbrücken, Abschluß Dipl.-Ing.(FH); Ingenieurtätigkeit als Statiker und Konstrukteur im Stahlbau und Stahlbetonbau; Abitur Abendgymnasium Saarbrücken 1960, Studium Lehramt des höheren Dienstes an beruflichen Schulen(Metalltechnik, Bautechnik, Betriebswirtschaftslehre, Berufspädagogik, Berufspsychologie) an der Universität des Saarlandes, 1. Staatsexa_ men, Referendarzeit, 2. Staatsexamen, Stu‚ dienreferendar. Zehnjährige Tätigkeit als Lehrer(zuletzt: ] Studiendirektor) in sämtlichen Bereichen ; des berufsbildenden Schulwesens sowie | in der allgemeinen und beruflichen Er_ wachsenenbildung. | 1971 Promotion am Institut für Werk‚ stofftechnologie und Allgemeine Hütten; kunde der Universität Saarbrücken in Verbindung mit dem Institut für Metallphy| sik und Metallkunde und dem Institut für _ Technische Mechanik über röntgengeographische Phasenanalyse von Neubildungen im Fünfstoffsystem CaO/ A1,O,/ SO, | /CO,/H,0.
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BIOGRAPHIEN
Prof. Dr. Claus-E. Bärsch
In Potsdam hält Prof. Bärsch Lehrveranstaltungen zur Einführung in die Politische Theorie/Geschichte der politischen Philosophie, zur Staatstheorie, zum Parlamentarismus und zu den Grundzügen des modernen Verfassungsstaates. Für das Sommersemester plant er Veranstaltungen in Politischer Theorie, zu Formen des Marxismus und englischer Staatstheorie. Neben Aufsätzen zur Staatstheorie und Geschichtsphilosophie hat er folgende Bücher veröffentlicht:
„Der Staatsbegriff in der neueren deutschen Staatslehre‘“;„Die Gleichheit der Ungleichen‘‘;„Liberalismus, Konservatismus, Sozialismus‘“(gemeinsam mit Julius H. Schoeps);„Dr. phil. Joseph Goebbels. Zur Psyche und Ideologie eines jungen Nationalsozialisten‘“.-Noch in diesem Jahre sollen die Titel ‚Max Brod. Leben, Werk, Judentum“ sowie„Die religiösen Dimensionen der NS-Ideologie“ erscheinen. Sein Hiersein erklärt er aus seiner Biographie:„Meine Familie(Mutter, Bruder, Schwester) lebt in der ehemaligen DDR. Ich bin schließlich nicht ganz freiwillig in den'Westen' gegangen. Sowohl
Prof. Dr. Ernst Schmeer
Berufung zum Professor für Technik und Didaktik des Technikunterrichts an der Pädagogischen Hochschule Weingarten 1973, Auftrag zur Konzeption von Studiengängen für Arbeitslehre/Berufsbildung (Lehrerbildung Arbeitslehre-Arbeit/Wirtschaft/Technik für allgemeinbildende Schulen und Lehrerbildung Maschinen-, Elektro-, Bautechnik für berufsbildende Schulen. Lehraufträge in Berufspädagogik/Fachdidaktik 1973-1991 an den Universitäten Saarbrücken, Stuttgart, Karlsruhe und Potsdam.
Forschungspro-' jekte in Verbindung mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung Berlin (Mitarbeit an der. Implementation und m der Mehrmediensysteme Elektrotechnik/Elektronik und Metall zur Facharbeiterausbildung in den Berufsfeldern Metall- und Elektrotechnik für die schulische und betriebliche Berufsausbildung), mit dem Berufs
die Verbindungen— Reisen, Briefe— zu den Freunden und Verwandten, auch das Interesse an der DDR bleiben. Die Auseinandersetzung mit Hegel, Marx und dem Leninismus-Stalinismus macht einen großen Teil meines Interesses an der Politischen Wissenschaft aus. Die Kritik an allen totalitären Ideologien ist Inhalt meiner Lehre und Forschung. Ichempfinde dieses Leben in den'neuen' Bundesländern als Rückkehr eines verlorenen Sohnes.“
Prof. Bärsch ist davon überzeugt, daß in Potsdam die Bedingungen der Neugründung einer Universität besonders günstig sind. Als bisherige Erfahrung führt er die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen und die wache Intelligenz der Studentinnen und Studenten an.
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förderungszentrum Essen(Informationstechnische Grund- und Fachbildung im allgemein- und berufsbildenden Schulwesen), mit der Steinbeis-Stiftung Baden-Württemberg(Technologieförderung: Neue Informations- und Kommunikationstechniken in der Facharbeiterausbildung), mit dem Stifterverband der Deutschen Wissenschaft(Frauen und Neue Technologien) sowie mit Großbetrieben in Baden-Württemberg(Neue Technologien in der beruflichen Bildung).
Mitarbeit im Rahmen des DAAD-Programms(SS 91) über eine Gastprofessur im Fachbereich Technische Bildung(Lehrerbildung Technik SI, Informationstechnische Grundbildung-ITG-, Computerunterstütztes Zeichnen-CAD-) der BLH Potsdam. Im Studienjahr 1991/92 auf Antrag des Gründungsrektors der Universität Potsdam Abordnung zum Aufbau der Lehrerbildung, Sekundarstufe II, berufliche Fachrichtungen(Maschinen- und Elektrotechnik), aufgrund der Empfehlung des Wissenschaftsrates zur Einrichtung von Aufbaustudiengängen für das berufliche Schulwesen. Vorsitzender der Strukturkommission Technische Bildung.
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