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Gesetzes, ist die darin verankerte Hochschulautonomie. Darauf haben wir besonderen Wert gelegt. Diese weitgehende Selbstverwaltung hat zum Ziel, die Angehörigen der Einrichtungen selbst zu den Agierenden zu machen. Allerdings gibt es einige Probleme mit der Wahrnehmung dieser Rechte. Wir glauben, daß es sich hierbei aber lediglich um eine vorübergehende Erscheinung- sozusagen eine Art Geburtswehen- handelt. Angesichts der gewaltigen Aufgaben ist natürlich klar, daß diesser Aufbauprozeß nicht konfliktfrei durchgeführt werden kann. So gilt es zunächst, die von verschiedenster Seite an uns herangetragenen Unklarheiten, Unsicherheiten und Unstimmigkeiten auszuräumen. Es steht deshalb den Wissenschaftlern und den Studenten gut zu Gesicht, sich in diesen Aufbauprozeß aktiv einzuschalten. Wir haben uns beispielsweise gefreut über die Studenten, die für ihren Fachbereich Sozialwissenschaften kämpften oder gegen Mieterhöhungen demonstrierten. Nutzen Sie Ihr Engagement für den Aufbau der Universitäten und Fachhochschulen! Sie sollen schließlich durch Mitbestimmung und Leistung aus den Hochschuleinrichtungen die Zentren von Wissenschaft, Lehre und Forschung machen. Unser Parlamment kann Ihnen
STUDENTEN
dabei nur die Rahmenbedingungen schaffen. Das haben wir mit dem Hochschulgesetz getan, und wir werden es mit dem Haushalt 1992 tun, um alle notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wurde durch den Wissenschaftsrat ein gutes Evaluierungsergebnis gegeben. Das war sicher auch Ausdruck hervorragender wissenschaftlicher Leistungen. So kann ein Großteil der ehemaligen Institute weitergeführt werden, was die Sicherung von Arbeitsplätzen einschließt. So positiv dieser Aspekt ist, Zufriedenheit kann sich nur bedingt breitmachen. Das hat mehrere Ursachen, so wurde beispielsweise der Status der Einrichtungen zum überwiegenden Teil als Blaue-ListeInstitute, d. h. eine 50%ige Bundesfinanzierung, festgelegt. Das bedeutet, Brandenburg muß mehr finanzielle Mittel zur Forschung aufwenden als die alten Bundesländer, wo meist eine 90%ige Förderung durch den Bund gegeben ist. Schwierig ist auch die den Großforschungsinstituten gestattete Zahl der Arbeitsplätze. Werden adäquaten Einrichtungen im alten Bundesgebiet bis zu 5000 Mitarbeiter zugestanden, so sind bei uns nur bis zu 500 erlaubt. Wir haben uns dafür eingesetzt, den Bundesforschungshaushalt zu erhöhen, entsprechend.der durch die
Vereinigung hinzugekommenen Bevölkerung. Letztlich scheiterte dieses Ansinnen an den Mehrheitsverhältnissen im Bundestag. Doch die SPD wird weiterhin auf eine Erhöhung dringen. Dies alles zusammengenommen zwingt uns, nach Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung für nicht übernommene Wissenschaftler zu suchen. Darum wird die SPD inderersten Jahreshälfte 1992 kämpfen müssen. Arg drückt der Schuh in der Industrieforschung. Der überwiegende Teil der dort tätigen Wissenschaftler ist abgewandert oder schlichweg arbeitslos, da ihre Einrichtungen nicht mehr existieren. Diejenigen, die mit neuen Organisationsformen versuchen zu überleben, haben momentan geringere Chancen, da kaum ein Markt existiert. Hier wird wohl der Staat regulierend eingreifen müssen. Darüber hinaus fordert die SPD Landes- und Bundesfördermaßnahmen für diesen Bereich. Es liegen also noch eine Reihe von Problemfeldern vor uns. Aber mit dem gleichen Engagement, mit dem wir uns für die Gründung von Hochschul- und Forschungseinrichtungen eingesetzt haben, werden wir uns um die verantwortungsvolle Ausgestaltung des Bestehenden bemühen. Thomas Bienert Fraktion SPD
Wichtiger Hinweis für alle Leute, die im Juli'92 das Studium beenden
Studenten sind in der Regel immer knapp bei Kasse- deswegen hier ein Tip zum Sparen: Es besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Teilerlaß der Darlehensschulden zu stellen. Am Ende des Studiums bekommt Ihr einen Brief vom Bundesverwaltungsamt in Köln, in dem Euch Eure Schulden mal vorgestellt werden. Kein Grund, um gleich in Ohnmacht zu fallen, denn nun kommt der Trick zum Sparen: Die Förderungshöchstdauer für das Lehramtsstudium der Sekundarstufe I beträgt zur Zeit 10 volle Semester. Im BAföG gibt es nun den 818 in seiner ganzen Herrlichkeit. Dort heißt es nun unter$ 18b Abs. 3: „Beendet der Auszubildende die Ausbildung vier Monate vor dem Ende der Förderungshöchstdauer mit dem Bestehen der Abschlußprüfung oder, wenn eine solche nicht vorgesehen ist, nach den Ausbidungsvorschriften planmäßig,
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so werden auf seinen Antrag 5000,DM des Darlehens erlassen. Der Antrag ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides nach$ 18 Abs. 5a zu stellen. Beträgt der in Satz 1 genannte Zeitraum nur 2 Monate, werden 2000,—- DM erlassen.‘
‘Im Klartext: Die Förderungshöchstdau
er beträgt 10 Semester. Wer also 1987 im Wintersemester angefangen hat, hat bis zum Ende des Sommersemesters 1992 einen Anspruch auf Förderung nach dem BAföG- wenn er seine Abschlußprüfung noch nicht absolviert hat. Eure Förderungshöchstdauer endet im September 1992.
Nach den neuesten Erkenntnissen müßt Ihr bis zum 15. 05. 1992 Euern Antrag einreichen, um zur 1. Staatsprüfung zugelassen zu werden. Dieser Termin wurde vom Landesprüfungsamt so zeitig festgesetzt, um zu gewährleisten, daß Ihr Euer
Staatsexamen rechtzeitig anerkannt bekommt. Nur so seid Ihr in der Lage, bis 15. 07. 1992 Eure Unterlagen zwecks Bewerbung um eine Referendarstelle abzugeben. Die letzte Hauptprüfung soll nach den Vorstellungen des Landesprüfungsamtes bis zum 30. 06. 1992 abgelegt werden (auch wenn das einige organisatorische Probleme für einzelne Fachbereiche geben dürfte, den ordnungsgemäßen Studienablauf zu sichern- will sagen, die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters hinzubiegen, daß sie vor dem 15. 05. 92 beendet sind.) Auf jeden Fall solltet Ihr die Chance nutzen, den finanziellen Schaden, der Euch entsteht, wenn Ihr 3 Monate vor Ende der Förderungshöchstdauer Eure letzte Abschlußprüfung ablegt, so gering wie möglich zu halten und einen Antrag auf Teilerlaß der Darlehensschuld in Höhe von 2000,— DM(in Worten: zweitausend Deutsche Mark) stellen. Genauere Info's bei der BAföG-Beratung des StuRa's
Dienstags 17-19 Uhr im F-Gebäude, Zimmer 118. Euer Holger
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