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JUBILAR
Herzlichen Glückwunsch!
Professor Dr. Hans Marnette zum Geburtstag
Seine Geburtsurkunde sagt aus, was man kaum glauben mag:
Professor Hans Marnette wurde am 22. Januar dieses Jahres 65 Jahre alt. Noch unter dem Eindruck schwerer Kriegserlebnisse und in einem schmerzhaften Prozeß des Umdenkens befindlich, begann er eine Neulehrer-Ausbildung und fand bestätigt, daß dieser Beruf seinem Naturell in hohem Maße entsprach. Nach einigen erfolgreichen Jahren als Lehrer arbeitete er von 1950-1954 als Dozent an der Arbeiter- und Bauernfakultät der damaligen Brandenburgischen Landeshochschule, danach als wissenschaftlicher Assistent am Institut für deutsche Philologie dieser Hochschule und promovierte dort. Er wurde zum Dozenten für Literaturwissenschaft berufen und erhielt später eine Professur für das neu eingerichtete Lehrgebiet Ästhetik und Kulturpolitik.
Studenten mehrerer Generationen verbin
den seinen Namen mit der Erinnerung an
denkwürdige, ja geradezu spektakuläre
Vorträge, aus denen eine für damalige
Verhältnisse erstaunliche intellektuelle Streitbarkeit sprach, und dies nicht nur im
_Disput um Künste und Künstler... Dabei konnte ihm seine enorme Vielseitigkeit der Interessen gelegentlich auch schon mal zum Dilemma werden. Zahlreiche Promovenden haben Konsultationen bei ihm als Erlebnisse mit aufregenden Aha-Effekten in Erinnerung und können auf Dissertationen mit beachtli| chen Resultaten verweisen.
Eine spezielle, unverwechselbare Prägung ‚erhielt Professor Hans Marnette durch einige mehrjährige Aufenthalte an der } Universität Peking, die ihn und seine verstorbene Frau Herta zu Kennern und kritischen Bewunderern Chinas werden lieBen.
Ab 1984 leitete Professor Marnette das Institut für Weiterbildung ausländischer Deutschlehrer der jetzigen Universität Potsdam und brachte insbesondere seinen von konzeptionellem und interdisziplinärem Denken geprägten Arbeitsstil in die wissenschaftliche Fundierung eines nicht unumstrittenen Lehrfaches ein, das sich heute Landeskunde/Interkulturelle Bildung nennt.
Frühere wie heutige Kollegen wissen sein Bemühen um ein demokratisches Miteinander und sein soziales Engagement zu schätzen. Mit dem Dank an Professor Hans Marnette verbindet sich die Hoffnung und Gewißheit, daß er als Mitarbeiter auch nach der Emeritierung streitbar und engagiert sich für die Belange ausländischer Mitbürger einsetzen wird. Doz. Dr. Helmut Hofmann Dr. Uta Sändig
Aktiv und unduldsam
„Wir appellieren an die Vorruheständler der BLH Potsdam, ihre Interessen zu artikulieren. Betroffenheit, Enttäuschung und auch Zorn sind zwar in bestimmten Situationen legitim; gemeinschaftliches Handeln in der Sache ist jedoch effektiver!‘* Diese Zeilen schrieb Herr Dr. Schenk (neben Dr. Böhme und Herrn Slansky Sprecher) im Auftrag der„„Initiativgruppe Vorruheständler‘‘ in der Hochschulzeitung 1/90. Auf der Weihnachtsfeier für Rentner und Vorruheständler im Jahre 1990 beschlossen einige ehemalige Kollegen unserer Einrichtung, auf ihre sozialen, rechtlichen und psychischen Belange aufmerksam zu machen. Inzwischen hat sich die„Initiativgruppe‘‘ durch das Engagement und die Aktivität ihrer Mitglieder einen Namen gemacht. Gute Verbindungen existieren zur Potsdamer Gruppe des gemeinnützigen Vereins„Jahresringe— Verband für Vorruhestand und aktives Alter‘‘. In Gesprächen mit dem Personalrat, dem Dezernat für Personal- und Rechtsangelegenheiten und dem Rektor wird ständig auf aktuelle Probleme hingewiesen. Man informiert sich gegenseitig über rechtliche Grundlagen. In der Hauptsache geht es um die im Vertrag der Vorruheständler mit der Universität festgelegten Vereinbarungen. Man wünscht sich des weiteren eine Einbeziehung in bestimmte Entwicklungsprobleme der Universität. Inzwischen ist nun auch erreicht, daß im Dezernat für Personal- und Rechtsangelegenheiten einmal monatlich ein Gedankenaustausch geführt wird. Die öffentlichen Zusammenkünfte der(15 bis 20) Vorruheständler finden jeden ersten Dienstag im Monat um 13.00 Uhr im Nebenraum der Kaffeestube statt. Jeder Interessierte ist willkommen! Am 4. Februar traf man sich mit Minister Enderlein, Prof. Mitzner, Frau Kirchner und einem Vertreter der GEW. Wir berichten in unserer nächsten Ausgabe ausführlicher.
B.E.
; Veranstaltungen der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft
(im„Haus der Lehrer‘‘, Seestraße 45)
„Internationale Politik 1991— Weltpolitik im Umbruch. Rückblicke, Konsequenzen, Perspektiven‘‘.
Fachtagung in Zusammenarbeit mit dem
Politischen Club Potsdam und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
„Brandenburg, Deutschland und Europa‘‘.
Bildungspolitisches Seminar der BBAG mit Abgeordneten des Landtages Brandenburg am 14. März 1992(Beginn um 10.00 Uhr).