Heft 
(1.1.2019) 07
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Nr. 7/92 Seite 8

STUDENTEN

Erste Erfahrungen mit Kontaktstipendien

Vor Beginn des Wintersemesters 1991/92 erhielt unsere Universität vom DAAD in Bonn das Ange­bot, Gelder für Kontaktstipendien zu beantragen.

Die Mittel für Kontaktstipendien dienen der Vertiefung der Bezie­hungen zwischen deutschen Hoch­schulen und ihren ausländischen Partnerhochschulen durch den Austausch von Studenten. Insbe­sondere sollen damit bestehende oder neue Beziehungen zu westli­chen Hochschulen gestützt wer­den. Dieses Programm ermöglicht es, Studenten aus Partnerhochschu­len oder solchen, die es werden sollten/könnten mit einem Sti­pendium des DAAD an die Uni­versität Potsdam einzuladen. Dar­an knüpft sich die Erwartung, daß die Partner auch unseren Studen­ten entsprechende Stipendien zur Verfügung stellen. Ein strenger Kopf-zu-Kopf-Austausch ist jedoch nicht Bedingung, zumindest nicht am Anfang der Beziehungen. Die Studenten werden von der Part­nerhochschule vorgeschlagen. Sie müssen ihren Studiengang, einen konkreten Studienplan für das Studium in Deutschland, den Nachweis von Deutschkenntnis­sen und ein einschlägiges Gutach­ten mit ihrer Bewerbung einrei­chen.

Als wir in der Hochschule dieses Programm publik machten, erreich­ten uns viele Anträge bzw. Wün­sche der einzelnen Fachbereiche: 29 Studenten aus 16 verschiede­nen Hochschulen sollten von 6 Fachbereichen eingeladen werden. Die Realisierung dieses Vorha­benserwies sich als sehr viel kom­plizierter als wir zuerst annahmen. Die Kontaktaufnahme mit den

Partnern, das Finden geeigneter Studenten für das Wintersemester, definitive Zusagen und Abspra­chen reduzierten bald die oben genannten(fast utopischen Zah­len) auf das derzeit Machbare: Die Stipendien gingen an zwei Stu­dentinnen aus Italien(FB SWS, vermittelt über Dr. Wyowa), eine Studentin aus Großbritannien (vermittelt über FB Angl./Amer., Dr. Neum; betreut im FB Germ.), eine Studentin aus den USA(FB PWS, vermittelt über Dr. Schmidt), eine Studentin aus Dänemark(FB Geogr., vermittelt über Dr. Kno­the). Die fünf Studentinnen absol­vierten ihr Studienprogramm bis Februar bzw. März 1992 an unse­rer Universität, nutzten die vor­handenen Bibliotheken in Pots­dam und Berlin und nahmen an den vom AAA organisierten lan­deskundlich orientierten Exkursio­nen teil. Der Studienaufenthalt wurde sowohl von den Studenten selbst als auch von den Betreuern als erfolgreich und außerordnet­lich hilfreich bei der eigenen Pro­filierung angesehen, jedoch gab es auch kritische Anmerkungen: 1.) Die Unterbringung sollte in Zukunft unbedingt zusammen mit deutschen Studenten erfolgen, um die gewünschte Kommunikation mit Studenten des Gastlandes zu fördern und die sprachliche Ent­wicklung voranzubringen. Das entspricht auch unseren eigenen Vorstellungen und wird bereits im SS in Absprache mit dem Studen­tenwerk realisiert werden können. 2.) Den ausländischen Kontaktsti­pendiaten fehlte ein reges studen­tisches Leben in Golm und am Neuen Palais!

3.) Es ist erforderlich, die Einla­

dungen so früh wie möglich aus­zusprechen, um in der Partner­hochschule die Auswahl der Stu­denten langfristig vornehmen zu können und damit Absagen zu vermeiden.

Obwohl das AAA bereits vor Jahreswechsel einige FB, die In­teresse bekundet hatten, über die für das SS 92 möglichen Einla­dungen informierte, erwies sich die Umsetzung auch in diesem Semester als problematisch. Wir konnten die Stipendiengelder glück­licherweise durch Einladungen an osteuropäische Studenten binden. Es läßt sich heute bereits mit gro­

ßer Wahrscheinlichkeit sagen, daß wir im WS 92/93 einigen Studen­ten aus westeuropäischen Partner­einrichtungen wieder Stipendien anbieten können, um damit eine Gegeneinladung für unsere Stu­denten zu erwirken.

Alle FB, die Einladungen in Er­wägung ziehen, bitten wir, sich baldmöglichst mit uns und mit ihren ausländischen Partnern in Verbin­dung zu setzen.

Es wäre schade um jedes nicht genutzte Stipendium, oder?

A. Bürger AAA

FORSCHUNGSPROGRAMM GESCHICHTE, STRUKTUR UND FUNKTIONSWEISE DER DDR-VOLKSBILDUNG

Das oben genannte Projektpro­gramm geht auf das Branden­burger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport zurück und ist bis 1995 angelegt. Es beginnt zunächst mit drei zweijährigen Einzelprojekten, für die Leiter­Innen gesucht werden. Nach den Presseinformationen des Mini­steriums ist an ausgewiesene Wis­senschaftlerInnen u. a. aus den Bereichen Geschichte, Soziolo­gie und Erziehungswissenschaf­ten gedacht. Die BewerberIn­nen können an universitären oder außeruniversitären Einrichtungen tätig sein und sollen möglichst einschlägige Erfahrungen bei der Durchsetzung von Forschungs­projekten mitbringen.

Aus der Mark Brandenburg in alle Welt.

ELPHIN

Re Bd Su ZN

Reisebüro

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Firmendienst=; 2:30.62 Brandenburger Str. 38 22993 O-1560 Potsdam Fax 23684

Filiale:

Reisebüro i. d. Markthalle Wilhelm-Külz-Str. 27 O-1560 Potsdam

Wesentliches Ziel der Projekte ist nach Vorstellung der Mini­sterin Marianne Birthlerdas Erschließen und Auswerten von Quellen und die Entwicklung von Materialien zur Geschichte der DDR-Volksbildung, die im Rahmen der schulischen und au­Berschulischen Bildung die not­wendige inhaltliche Auseinan­dersetzung mit der Vergangen­heit anstoßen und begleiten. Die Forschungsergebnisse sol­len dokumentiert und in der Leh­rerfortbildung und-weiterbildung eingesetzt werden. Gedacht ist auch an Materialien für den Unterricht, z. B. für die Fächer Politische Bildung und Geschich­te.