STUDENTEN
Nr. 8/92— Seite 5
Viel vorgenommen haben sich die Studenten und Lehrkräfte des Fachbereiches Musik an der Universität Potsdam. Nunmehr liegt ein umfangreiches Angebot von allwöchentlich im Sommersemester 1992 vorwiegend in Golm stattfindenden Konzerten vor. Für April waren drei Liederabende mit Werken klassischer Komponisten organisiert; Höhepunkt war jedoch die Premiere einer Kinderoper. Drei Konzerte, in denen vokale und instrumentale Kammermusik zu Gehör gebracht werden soll, sind für Mai vorgesehen. Im Juni ste
Studenten musizieren
hen neben der Aufführung der „Johannes Passion‘ von G. F. Händel Stücke der leichten Muse sowie Jazz und Rock auf dem Programm. Zum Semesterende im Juli werden nocheinmal zwei Liederabende und ein Instrumentalkonzert angeboten.
Eine Präzisierung zu den einzelnen Veranstaltungen erfolgt jeweils etwa drei Wochen vor dem jeweiligen Aufführungstermin durch Aushänge des Fachbereiches Musik in den drei Universitätskomplexen.
Für Interessenten hier zunächst
einige Angebote:
— Mittwoch, 6. 5. 92: Instrumentalkonzert(Cello, Klavier, Gitarre) mit Werken aus der Renaissance bis zur Moderne; Lehrkräfte des Fachbereiches Musik, Leitung Andreas Bertheau, Katrin Morgenstern
— Mittwoch, 13. 5. 92: Kammermusikkonzert mit Werken von Bach, Brescianello, Satie, Zenamon, Kaps und mit englischen und italienischen Renaissanceliedern;
Studenten des Fachbereiches Musik, Leitung Andreas Bertheau
— Mittwoch, 20. 5. 92: Vokaleund instrumentale Kammermusik(englische und italienische Renaissancelieder, Schütz: Kleines geistliches Konzert); Studenten der Universität, Leitung: Thomas Künne, Wolfgang Roterberg
Die Veranstaltungen finden um 19.00 Uhr im Schumann-Zimmer in Golm statt.
Betreuer beklagen Rechtsunsicherheit
Auf Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes fand vom 23.—25. 3. 1992 im Schloß Rauischholzhausen unweit von Marburg— der Tagungsstätte der Justus-Liebig-Universität Gießen — das jährliche Betreuerforum des DAAD statt. Versammelt waren MitarbeiterInnen der Akademischen Auslandsämter von rund 60 Universitäten und Fachhochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Universität Potsdam war durch Anita Richter vertreten.
Ein zentrales Thema der Tagung waren die Rechtsunsicherheiten und Schwierigkeiten in der tägli
chen Arbeit und Beratungspraxis der Akademischen Auslandsämter, die sich aus der Anwendung des neuen Ausländergesetzes bei gleichzeitig fehlender Durchführungsverordnung ergeben.
Beklagt wurden insbesondere Bestimmungen der ‚, Anwendungshinweise‘ zum Ausländergesetz, die z.B. durch die Festlegung einer Maximalaufenthaltsdauer von 10 Jahren die Ausbildung hochqualifizierter Wissenschaftler z. T. verhindert, da Zeiten der Sprachausbildung, Studienkolleg, Studium, Promotion und eventuelle Habilitation zusammengerechnet
werden. Auch deutschen Studierenden wäre dieser Karriereweg im genannten Zeitraum nicht möglich.
Aus der Erfahrung der Berater in den Auslandsämtern der Hochschulen erschwert in vielen Fällen auch das Verbot eines Fachwechsels nach dem 3. Semester eine sinnvolle Studienorientierung und entscheidung. Diskriminierend und auch dem Gesetz widersprechend wird weiter das Verbot des Familiennachzuges für Studierende aus Entwicklungländern bewertet. Übereinstimmung bestand bei der Einschätzung, daß ausländerrecht
liche Regelungen ein sinnvolles und geschütztes Studium ermöglichen müssen, wobei die Einschätzung und Beurteilung von Studienerfolgen und-inhalten letztendlich nur durch die Hochschulen erfolgen kann. Aus dem Kreis der Betreuer wurde gefordert, verstärkt auf klare Durchführungsverordnungen zum Ausländergesetz zu drängen, die wieder und weiterhin ein erfolgsorientiertes und entwicklungspolitischen Grundsätzen entsprechendes Studium ausländischer Studierender in Deutschland ermöglichen.
Nach einer Pressemitteilung
Engagement der Gastdozenten an der Universität Potsdam gewürdigt
Der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Hinrich Enderlein, ist als Mitglied der Landesregierung von Brandenburg für den Prozeß des Aufbaus und der Erneuerung der brandenburgischen Universität zuständig. Wie er in einem Brief zum Ausdruck bringt, sieht er mit großer Freude, daß die von ihm eingeleiteten Gründungsmaßnahmen hervorragende Ergebnisse zeitigen. Daher ist es ihm ein Bedürfnis, denjenigen Wissenschaftlern besonders zu danken, die bei der Ausformung der von den Politikern geschaffenen Rahmenbedingungen für die Er
neuerung des Hochschulwesens mithelfen bzw. mitgeholfen haben. Diese haben durch ihr Mitwirken in den verschiedenen Fakultäten und Fächern entscheidend mit dazu beigetragen, daß der Studienbetrieb an der ehemaligen Brandenburgischen Landeshochschule und jetzigen Universität Potsdam kontinuierlich weitergeführt werden konnte. Den mehr als 65 Damen und Herren aus den alten Bundesländern, die zeitweilig als Gastdozenten an der Universität Potsdam tätig waren bzw. noch sind, dankte der Minister in einem persönlichen Schreiben für
das von ihnen gezeigte Engagement und wünschte sich und der Universität, daß diese Verbindungen zum Wohle der Hochschule und seiner Studierenden das Fun
dament für eine weitere Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung sein mögen.
Dr. Rolf Rammelt
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