Heft 
(1.1.2019) 09
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INFORMATIONEN/FORUM

Nr. 9/92 Seite 7

Informationen über den DAAD

Präsident: Prof. Dr. Theodor Ber­chem, gleichzeitig Präsident der Universität Würzburg Generalsekretär: Dr. Christian Bode Gründung: 1925/1950 als Selbst­verwaltungsorganisation der deut­schen Hochschulen, zur Zeit 196 Mitgliedsinstitutionen Mitarbeiter: mehr als 400, davon rund 300 in Bonn, 36 in Berlin und 79 im Ausland

Außenstellen in: Jakarta, Kairo, London, Nairobi, Neu-Dehli, New York, Paris, Rio de Janeiro, San Jose, Tokio; in Vorbereitung: Moskau, Peking, Warschau Budget 1991: 350 Mio DM bei insgesamt 198 Programmen Geförderte Personen 1991: insge­

samt 48 209, davon 26 611 Aus­länder und 21 598 Deutsche; aus Ostmittel-, Ost- und Südosteuro­pa 10 197(7260 Ausländer und 2937 Deutsche); davon u. a. 1986 Jahresstipendiaten(1910 Auslän­der und 70 Deutsche), 369 Sprach­kursteilnehmer(262 Ausländer, 107 Deutsche), 408 Hochschulprakti­kanten(237 Ausländer, 171 Deut­sche) und 125 deutsche Lektoren und Dozenten. Von den geförder­ten deutschen Studierenden und Wissenschaftlern gingen 1991 etwa 70% in die USA, 20% bewarben sich für Großbritannien und rund 10% waren in Frankreich..Es gab keine Bewerbungen in den Ost­block, nach Japan oder Austra­

lien. Von den geförderten Perso­nen sind rund 90% Naturwissen­schaftler, Ingenieure und Medizi­ner; nur 10% betrug der Anteil der Geisteswissenschaftler. Diese Ver­hältnisse spiegeln auch die Be­werbungslage wider. Bewerbern aus den neuen Bundesländern wird ein gewisser Bonus eingeräumt. Eine Förderung durch den DAAD erfolgt jedoch nur, wenn die Be­werber eine sehr gute fachliche Qualifikation nachweisen können. Darauf achten die 45 Auswahl­kommissionen, denen ca. 500 Pro­fessoren angehören und die die Förderungsentscheidungen treffen, ganz besonders.

Dr. Rolf Rammelt

In herkömmlichen Bahnen

Erneut trafen sich am 26. April im Schloßtheater vermeintliche Kon­trahenten im Rahmen desPots­damer Forum* zum Dialog unter dem ThemaDie Zukunft nach der Zerreißprobe.

Der Potsdamer Verleger und Redakteur Lutz Borgmann mode­rierte den Disput zwischen Peter Bender und Klaus v. Dohnanyi, beides ausgewiesene Kenner und auch Protagonisten deutscher Politik der letzten Jahrzehnte; Bender als Journalist und Publi­zist, zumindest bekannt dem Stammpublikum des damaligen Internationalen Frühschoppen unter Werner Höfer, v. Dohnanyi als bis in die 80er Jahre hinein Regierender Bürgermeister Ham­burgs. Zu einer ausgeprägten Kon­troverse zwischen den Gesprächs­partnern kam es nicht, dazu lagen die politischen Standorte zu nahe beieinander. Es gab allenfalls un­terschiedliche Akzente mit Blick auf den deutschen Einigungspro­zeß, seinen sozialen, ökonomi­schen, politischen und psycholo­gischen Folgen, aber auch in der Wertung der DDR-Vergangenheit. Einig war man sich in der relati­ven Negativbeurteilung des ge­genwärtigen Zustandes im Osten wie im Westen Deutschlands als Resultat der historischen Umbrü­che. Bender verifizierte die jetzt ungestörte Begegnung zwischen Ost und West auch als Prozeß gegenseitiger Desillusionierung.

Es gibt keine Mauer mehr, die gegenseitige Illusionen erlaubt. Die Dialogfähigkeit zwischen Ost­und Westdeutschen wurde in Fra­ge gestellt, worauf der vehemente Einspruch Dohnanyis unter Ver­weis auf die Veranstaltung erfolg­te. Übersehen hatte er, daß er und sein Partner, also beide von west­seits der Elbe nach Potsdam ka­men. Zeitpunkt und Notwendig­keit der Einigung wurden nicht angefochten, Unterschiede artiku­lierten sich in der Auffassung über die Art und Weise, den Weg der Zukunftsgestaltung. Fragen und Antworten bewegten sich auf her­kömmlichem Talk-Show-Niveau, wie man es nahezu allabendlich dem Zuschauer per Television anbietet und von diesem immer weniger zur Kenntnis genommen wird. Auch imPotsdamer Fo­rum gab es weder Neues, ge­schweige denn Originelles zu entdecken. v. Dohnanyi beschwor, sich stetig wiederholend, den BegriffWettbewerbsfähigkeit und argumentierte im Stil des Wirt­schaftsliberalismus des 19. Jahr­hunderts. Bender setzte dem kon­sequent eine vermeintlicheDDR­Identität entgegen, die er dann im konkreten jedoch nicht beschrei­ben konnte. So redete man anein­ander vorbei, jeder hielt seinen Monolog. Ergebnis der Monologe war dann aber übereinstimmend die Prognose-dennn es ging ja im Titel um dieZukunft, daß der

Einigungsprozeß nicht in der Zeit­abfolge der nächsten Jahre abzu­schließen sei, sondern sich als Aufgabe für Generationen(!) erweise. Leider brachten auch die Fragen des Publikums, bei denen einige Statements mehr oder min­der der Eigenprofilierung als Volks­redner dienten, nicht die erwartete Spannung in das Geschehen auf der Bühne des Schloßtheaters. So hatte der Zuschauer am Ende die Gewißheit, den von F. J. De­genhardt so treffend besungenen deutschen Sonntagvormittag nicht im Bett oder beim Frühschoppen, sondern zumindest kulturvoll ver­bracht zu haben.

Dr. habil. P. Görlich

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