STUDENTEN
Nr. 10/92— Seite 9
Wo ist das Geld nur geblieben?
Damit keiner diese Frage in Hinsicht auf die Studentenschaftsgelder stellen muß, will ich als Referent für Finanzen des Studentenrates an dieser Stelle kurz darüber informieren, wofür wir diese Gelder verwenden.
Gleich zu Anfang: Die Studentenschaftsgelder setzen sich aus den DM 10,— zusammen, die jeder gemeinsam mit den DM 15,—„Studentenwerksbeitrag‘“ als Studiengebühr zu Beginn jedes Semesters bezahlen muß. Als Interessenvertreter der Studentenschaft verwaltet der StuRa diese Gelder und ist zu Sparsamkeit verpflichtet. Wenn wir darüber entscheiden, was mit diesen Geldern bezahlt werden kann, gehen wir davon aus, daß sie den StudentInnen immer auf diese oder jene Weise wieder zugute kommen sollen. Sonst hätten sie keine Berechtigung. Im Moment kann ich drei Gebiete anführen, wohin in diesem Semester Studentenschaftsgelder fließen:
1.) Der Studentensport wird von uns in diesem Jahr mit DM 10 000,— unterstützt. Diese Mittel sollen verwendet werden, um auf dem Gebiet des Breiten- und Freizeitsports für alle StudentInnen attraktive Angebote unterbreiten zu können. 2.) Umüdie Preise in den Studentenklubs erschwinglich zu halten, haben wir uns vorgenommen, alle Investitionen für Einrichtung und Ausstattung zu tragen. Da kommen ziemlich große Beträge zusammen, die noch nicht genau zu bestimmen sind. Na
türlich achten wir dabei auch darauf, daß die Investitionen vernünftig sind und nicht die teuersten Firmen den Zuschlag bekommen.
Auch um die Arbeit des StuRa zu ermöglichen, sind Gelder. erforderlich. Da mußten wir z. B. neue Technik kaufen. Fahrkosten zu Seminaren und Konferenzen müssen bezahlt, Büromaterialien gekauft werden. Ein schwieriges Problem stellte sich uns mit den persönlichen Auslagen, die jedes StuRaMitglied hat. Darunter fallen solche Ausgaben wie Fahrkosten, die durch Verteilung der Uni auf die ganze Stadt bedingt sind, Telefonkosten und ähnliches. Da wir alle auch noch einen beträchtlichen Teil unserer Freizeit aufwenden, fanden wir es berechtigt, eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von DM 20,- zu beschließen. Die geringe Höhe ist unserer Meinung nach Gewähr dafür, daß wir uns auf diesem Wege nicht persönlich bereichern können.
3)
An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, das jeder Student das Recht hat, Einblick in die Finanzen zu verlangen und die Unterlagen auf eventuelle Unregelmäßigkeiten zu prüfen. Ich kann dazu nur ermuntern. Man kann mich entweder über den Studentenrat oder in meinem Zimmer(Park Babelsberg 14; Haus 1; Zimmer 32 A) erreichen. Also bis bald!
Frank Jattke
Müller’s Tintenkaß
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Treffen mit ausländischen Studenten
Zu einem Gedankenaustausch trafen sich am 7. Mai Prof. Dr. Kempter, Herr Prüß und Dr. Tauch (MWFK) mit 19 amerikanischen und französischen Studenten, die die neuen Bundesländer kennenlernen wollten. In der Gesprächsrunde ging es um allgemeine Informationen über die Universitäten Potsdam und Frankfurt/O. Sehr konkret erkundigten sich die Studenten u. a. nach den finanziellen und personellen Rahmenbedingungen für die Umprofilierungsprozesse, nach Forschungsvereinbarungen mit der Industrie, nach Kontakten zu ausländischen Bildungseinrichtungen. Als interessant für die Gäste erwiesen sich auch Auskünfte über Bestrebungen hinsichtlich der Erhöhung der Attraktivität des Studiums sowie vorhandener Reserven bei der Ausgestaltung des studentischen Lebens. E. B.
Gruppenunfallversicherung Seit dem 1. 4. 1992 hat das Studentenwerk für alle StudentInnen der Uni eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen. Folgende Versicherungssummen wurden vereinbart: 110 000 DM Invalidität incl. 225% Progressivität; 3 000 DM Bergungskosten; 10 000 DM kosmetische Operationen.
Bei entsprechenden Versicherungsfällen wendet Euch bitte an das Studentenwerk. StuRa
ANA
„FRAGEN AN DICH“
_ Was ist das für eine Welt,
in der die Gleichgültigkeit und Selbstdarstellung die
Oberhand besitzt?
Was ist des für eine Welt,
wo Haß und Verachtung dirigieren)
und wieder und wieder fruchtbaren
Boden für ihresgleichen
fi nden?
© Was it das für eine Welt,
in der Liebe und Freundschaft;
zur Abnorm werden, Frauen zu den Minderheiten definiert werden und Natürliches verurteilt und
in den Schmutz gezogen wird?;
Was ist das für eine Welt, wo man selbst bei 30 Grad Schatten friert,
weil sie nicht wärmen kann?
Was ist das für eine Welt, in der man zerbricht statt zu u eben?
Jens Schumacher
6. Semester,
Fachbereich Mathematik Dezember 1991
Alexander von Humboldt Buchhandlung GmbH
Die Fachbuchhandlung im Zentrum der Stadt:
X Naturwissenschaften und Medizin X Recht und Wirtschaft X Datenverarbeitung(EDV)
X Bauwesen X Pädagogik X Belletristik
Am Kanal 47, 1560 Potsdam Telefon 2 25 39 oder 2 35 74
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9- 18 Uhr
Samstag 9-13 Uhr