Heft 
(1.1.2019) 10
Einzelbild herunterladen

Nr. 10/92 Seite 10

SPORT

USV- Judokas am Ende Dritter

Die gesamte Bundesligamannschaft des USV Potsdam Foto: Schönbrodt

Ende gut, alles gut kann man als Fazit der Bundesligasaison 1992 für die Judokas des USV Potsdam ziehen. Nach dem mißglückten Auftakt hatte keiner mehr mit ei­ner so guten Abschlußplazierung gerechnet, aber die Mannschaft steigerte sich von Kampf zu Kampf. Auch das Mißgeschick, daß der etatmäßige Leichtgewichtler Tino Buchholz verletzt war und sein Vertreter, der dreifache Sambo­Weltmeister Wladimir Japrinzew am Wettkampftag über 1 Kilo­gramm Übergewicht auf die Waa­ge brachte, hielt die Mannschaft nicht davon ab, sich mit zwei über­legenen Siegen noch auf den 3. Platz der Abschlußtabelle der 2. Bundesliga Nord-Ost vorzukämp­fen. Im ersten Kampf gegen den

CO Reise Welt

Ihr Reisebüro für alle Reiseangelegenheiten!

Ferien- und Kurzreisen mit allen Beförderungsmöglichkeiten

Flug-, Bahn-, Bus- und Fährtickets weltweit Reiseversicherungen

Firmendienst

Friedrich-Ebert-Str. 115 1560 Potsdam

Tabellenletzten Motor Wolgast siegten Michael Schubert, Frank Dittfeld, Heiko Hoffmann, Axel Schulz, Heiko Bielert und Dietmar Pufahl, so daß am Ende ein klarer 6:1 Sieg heraussprang.

Nur Holger Lehmann, der mit 62 Kilogramm in der 71,0 kg-Klasse auf die Matte mußte, konnte sei­nen Wettkampf trotz tapferer Gegenwehr nicht erfolgreich ge­stalten. Gegen den Tabellensech­sten JKC Arashi Berlin reichte es nach Siegen von Frank Dittfeld, Axel Schulz, Heiko Bielert und Dietmar Pufahl sowie einem Un­entschieden von Heiko Hoffmann gegen den Berliner Andreas Kar­nopp zu einem 4:2 Erfolg.

Da Motor Wolgast auch gegen Arashi Berlin verlor, war damit

der Abstieg für Wolgast besiegelt. Die beständigsten und besten Lei­stungen für den USV zeigten über die gesamte Saison Heiko Bielert, Dietmar Pufahl, die beide keinen Kampf verloren, sowie Heiko Hoff­mann und Tino Buchholz.

Die Abschlußtabelle der 2. Bun­desliga Nord-Ost hat folgendes Aussehen:

1. HSV Humboldt-Universität Berlin 35:17 16:0

2. Internationaler Judo-Club Ber­lin 36:16 14:2

3. USV Potsdam

32:22 10:6

4. PSG Dynamo Brandenburg 30:25 8:8 5. SC Bushido Berlin 25:28 8:8 6. JKC Arashi Berlin 25:25 6:10 7. PSV Preußen Berlin 23:32 6:10 8. HSV Wissenschaft Cottbus 22:33 4:12 9. SV Motor Wolgast 12:42 0:16

Dr. Erhard Buchholz

Kolloquium zur Gesundheitserziehung im Sportunterricht der Primarstufe

Die Fachgruppe Sport des Fachbe­reiches Primarstufe führt in der Woche vom 22. 6. 1992 bis 25. 6. 1992 Werkstattage zum Thema: Gesundheitserziehung in der Schule durch Sport-Erfahrungen und Perspektiven im Land Bran­denburg durch.

Innerhalb dieser Werkstattage fin­det am 24. 6. 92 in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr, im Raum 3210 des Fachbereiches Primar­stufe in der Friedrich-Ebert-Stra­ße 4 zum oben genannten Thema ein Kolloquium statt. Neben Ver­tretern des Ministeriums für Bil­dung, Jugend und Sport Branden­burg, der AOK für das Land Bran­

denburg, Schulpraktikern und Kol­legen der Fachgruppe Sport wer­den auch Experten aus Nordrhein­Westfalen wie z. B. Univ. Prof. D. Küpper und Dr. L. Kottmann von der Bergischen Universität Wup­pertal sowie Ministerialrat R.-P. Pack aus dem Kultusministerium Nordrhein-Westfalen über Erfah­rungen und Perspektiven bei der Umsetzung eines Programms für dieGesundheitserziehung in der Schule durch Sport diskutieren. Alle interessierten Kollegen und Studenten sind zu dieser Veran­staltung herzlich eingeladen. Dr. Peter Wienick Fachgruppensprecher Sport

Nocheinmal Olympia im Visier

Innerhalb der ReiheManuskripte

. und Gespräche im Cafe 0815 stellte

sich am 9. Mai dem sportinteressier­ten Publikum der Kugelstoß-Olym­piasieger von 1976 Udo Beyer.

Sehr sachkundig moderiert wurde die lockere, z. T. vergnügliche Ver­anstaltung von Herrn H. Wessel, Fachbereich Sportwissenschaft. Tabus gab es in dieser Gesprächs­runde nicht. Und so hinterfragte man beispielsweise die Sportförderung in der damaligen DDR und den Einfluß bestimmter Funktionäre auf die von ihnen gesetzten Prioritäten. Aber auch finanzielle Bedingungen da­mals und heute, der Stand der Olym­piavorbereitungen Beyers und die Dopingproblematik standen im Zentrum des Interesses. Freimütig bezog das Sportidol vergangener Jahre zu allen Fragen Stellung. Letzt­

endlich trug die Diskussion dazu bei, die Illusionen, die durch die Heroi­sierung des Hochleistungssports hervorgerufen worden sind, schnell abzubauen. Die kommerzielle Ver­marktung des professionellen Sports sei weit vorangeschritten und im Moment durch nichts aufzuhalten, so in etwa der Gast.

AA HANS?

U. Beyer besitzt einen 2-Jahres­Arbeitsvertrag mit der Bundeswehr. Diese Zeit will er auch dazu nutzen, um sich die Grundlagen für eine spätere gesicherte Existenz zu schaf­fen.

P.G: