Nr. 10/92— Seite 10
SPORT
USV- Judokas am Ende Dritter
Die gesamte Bundesligamannschaft des USV Potsdam Foto: Schönbrodt
„Ende gut, alles gut“ kann man als Fazit der Bundesligasaison 1992 für die Judokas des USV Potsdam ziehen. Nach dem mißglückten Auftakt hatte keiner mehr mit einer so guten Abschlußplazierung gerechnet, aber die Mannschaft steigerte sich von Kampf zu Kampf. Auch das Mißgeschick, daß der etatmäßige Leichtgewichtler Tino Buchholz verletzt war und sein Vertreter, der dreifache SamboWeltmeister Wladimir Japrinzew am Wettkampftag über 1 Kilogramm Übergewicht auf die Waage brachte, hielt die Mannschaft nicht davon ab, sich mit zwei überlegenen Siegen noch auf den 3. Platz der Abschlußtabelle der 2. Bundesliga Nord-Ost vorzukämpfen. Im ersten Kampf gegen den
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Tabellenletzten Motor Wolgast siegten Michael Schubert, Frank Dittfeld, Heiko Hoffmann, Axel Schulz, Heiko Bielert und Dietmar Pufahl, so daß am Ende ein klarer 6:1 Sieg heraussprang.
Nur Holger Lehmann, der mit 62 Kilogramm in der 71,0 kg-Klasse auf die Matte mußte, konnte seinen Wettkampf trotz tapferer Gegenwehr nicht erfolgreich gestalten. Gegen den Tabellensechsten JKC Arashi Berlin reichte es nach Siegen von Frank Dittfeld, Axel Schulz, Heiko Bielert und Dietmar Pufahl sowie einem Unentschieden von Heiko Hoffmann gegen den Berliner Andreas Karnopp zu einem 4:2 Erfolg.
Da Motor Wolgast auch gegen Arashi Berlin verlor, war damit
der Abstieg für Wolgast besiegelt. Die beständigsten und besten Leistungen für den USV zeigten über die gesamte Saison Heiko Bielert, Dietmar Pufahl, die beide keinen Kampf verloren, sowie Heiko Hoffmann und Tino Buchholz.
Die Abschlußtabelle der 2. Bundesliga Nord-Ost hat folgendes Aussehen:
1. HSV Humboldt-Universität Berlin‘ 35:17 16:0
2. Internationaler Judo-Club Berlin 36:16 14:2
3. USV Potsdam
32:22 10:6
4. PSG Dynamo Brandenburg 30:25 8:8 5. SC Bushido Berlin 25:28 8:8 6. JKC Arashi Berlin 25:25 6:10 7. PSV Preußen Berlin 23:32 6:10 8. HSV Wissenschaft Cottbus 22:33 4:12 9. SV Motor Wolgast 12:42 0:16
Dr. Erhard Buchholz
Kolloquium zur Gesundheitserziehung im Sportunterricht der Primarstufe
Die Fachgruppe Sport des Fachbereiches Primarstufe führt in der Woche vom 22. 6. 1992 bis 25. 6. 1992 Werkstattage zum Thema: „Gesundheitserziehung in der Schule durch Sport-Erfahrungen und Perspektiven im Land Brandenburg“‘‘ durch.
Innerhalb dieser Werkstattage findet am 24. 6. 92 in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr, im Raum 3210 des Fachbereiches Primarstufe in der Friedrich-Ebert-Straße 4 zum oben genannten Thema ein Kolloquium statt. Neben Vertretern des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg, der AOK für das Land Bran
denburg, Schulpraktikern und Kollegen der Fachgruppe Sport werden auch Experten aus NordrheinWestfalen wie z. B. Univ. Prof. D. Küpper und Dr. L. Kottmann von der Bergischen Universität Wuppertal sowie Ministerialrat R.-P. Pack aus dem Kultusministerium Nordrhein-Westfalen über Erfahrungen und Perspektiven bei der Umsetzung eines Programms für die„Gesundheitserziehung in der Schule durch Sport“ diskutieren. Alle interessierten Kollegen und Studenten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Dr. Peter Wienick Fachgruppensprecher Sport
Nocheinmal Olympia im Visier
Innerhalb der Reihe„Manuskripte
. und Gespräche‘ im Cafe 0815 stellte
sich am 9. Mai dem sportinteressierten Publikum der Kugelstoß-Olympiasieger von 1976 Udo Beyer.
Sehr sachkundig moderiert wurde die lockere, z. T. vergnügliche Veranstaltung von Herrn H. Wessel, Fachbereich Sportwissenschaft. Tabus gab es in dieser Gesprächsrunde nicht. Und so hinterfragte man beispielsweise die Sportförderung in der damaligen DDR und den Einfluß bestimmter Funktionäre auf die von ihnen gesetzten Prioritäten. Aber auch finanzielle Bedingungen damals und heute, der Stand der Olympiavorbereitungen Beyers und die Dopingproblematik standen im Zentrum des Interesses. Freimütig bezog das Sportidol vergangener Jahre zu allen Fragen Stellung. Letzt
endlich trug die Diskussion dazu bei, die Illusionen, die durch die Heroisierung des Hochleistungssports hervorgerufen worden sind, schnell abzubauen. Die kommerzielle Vermarktung des professionellen Sports sei weit vorangeschritten und im Moment durch nichts aufzuhalten, so in etwa der Gast.
AA HANS?
U. Beyer besitzt einen 2-JahresArbeitsvertrag mit der Bundeswehr. Diese Zeit will er auch dazu nutzen, um sich die Grundlagen für eine spätere gesicherte Existenz zu schaffen.
P.G: