Heft 
(1.1.2019) 11
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Nr. 11/92 Seite 6

WISSENSCHAFT

Internationales Kolloquium fand gute Resonanz

Rußland aus der Feder seiner Frauen. Zum femininen Diskurs in der russischen Literatur. so lau­tete das Thema des Kolloquiums, zu dem der Fachbereich Slawistik am 21. und 22. Mai in den Univer­sitätskomplex Golm eingeladen hatte. Wissenschaftlicher Leiter und gleichzeitig Organisator die­

ser Veranstaltung war Hochschul­dozent Dr. phil. habil. Frank Gö­pfert, der sich seit mehreren Jah­ren diesem Forschungsgegenstand verschrieben hat. Nachdem der Wunsch, in Ost und West mit die­sem vielschichtigen und zu einem großen Teil noch unbearbeiteten Problemfeld befaßte Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaftler zu einem Meinungsaustausch zusam­menzuführen, konkrete Gestalt angenommen hatte, galt es, eine Vielzahl organisatorischer Prob­leme zu meistern. Die größte Schwierigkeit, die Finanzierung der TeilnehmerInnen aus Osteu­ropa, konnte schließlich dank der Unterstützung der Friedrich-Ebert­Stiftung bewältigt werden.

Die Einladung fand national wie international ein lebhaftes Echo, wie fast 30 Diskussionsbeiträge aus Rußland, Polen, Finnland, Öster­reich, den USA, Italien und der Bundesrepublik bezeugen. Zwei Schwerpunkte kristallisierten sich bei der Betrachtung des femininen Diskurses in der russischen Litera­tur heraus:

die Erfassung und Bearbeitung des Materials zur Geschichte der russischen Frauenliteratur, gewis­sermaßen als Gegenpol und Er­gänzung zur tradierten männlich dominierten Literaturgeschichte, die Untersuchung der Poetolo­gie einzelner Autorinnen des 19. und 20. Jahrhunderts.

in der russischen Gesellschaft und£

ihr Weg in die Literatur alsReise ins Innere(Arja Rosenholm, Helsinki) oder als ExistenzZwi­

schen Demut und Auflehnung ­

(Wanda Laszcak, Opole) boten

reichlich Stoff für eine angeregte,|

informative Diskussion. Eine grundverschiedene Lebenswirk­lichkeit der Teilnehmerinnen aus Ost- bzw. Westeuropa und der un­terschiedliche Stand der feministi­schen Forschung bedingte fast zwangsläufig stark differierende Sichten auf die Problematik. Dieses Kolloquium kann als erster vielversprechender Ansatz für weiterreichende wissenschaftliche Kontakte zu den vertretenen Insti­tutionen in St. Petersburg(Pus­kinskij dom Akademie der Wis­senschaften, Herzen-Universität) und anderen Einrichtungen in Rußland gewertet werden.

Die Publikation der Konferenzbei­träge ist geplant.

Dr. Angela Huber FB Slawistik

Vorgestellt: ProjektgruppeKosmologie beim Fachbereich Mathematik

Kosmologie, die Lehre von der Entste­hung und Entwicklung des Univer­sums, kann, je nach Fragestellung, der Astronomie, der Physik, der Mathe­matik oder der Philosophie zugeordnet werden.

Wir bearbeiten ausschließlich theore­tische Fragestellungen zur Theorie des frühen Universums, so daß uns die Zuordnung über ART(Allgemeine Relativitäts-Theorie) zur angewand­ten Geometrie(und mithin zur Mathe­matik) sinnvoll erschien. Unsere The­men lassen sich mitInflationäres Welt­modell undQuantenkosmologie grob charakterisieren. In den Mittei­lungen der DMV(Deutsche Mathe­matiker-Vereinigung) war kürzlich zu lesen, daß die Differentialgeometrie in den neuen Bundesländern unterreprä­

| sentiert sei. Wir können demnach mit

der ART, als der Differentialgeome­trie der gekrümmten Raum-Zeit, diese Lücke ein wenig schließen.

Die Gruppe besteht seit 1. 1. 1992 und wird durch Doz. Dr. sc. Hans-Jürgen Schmidt geleitet; als wissenschaftli­cher Mitarbeiter ist Dr. sc. Uwe Ka­sper dabei. Zwei Studenten(aus Mün­ster und Braunschweig) und eine Stu­dentin(aus Potsdam) haben ihr Inter­esse geäußert, nach ihrem Diplom in unserer Gruppe zu promovieren. Sie

AOK für das Land Brandenburg

erhielten bereits Angebote für defi­nierte Teilthemen unseres Arbeitspro­gramms als Dissertationsthemen.

Für zwei weitere Wissenschaftler(aus China bzw. der Schweiz) wurden Anträge(bei der A.-v.-Humboldt-Stif­tung bzw. der Deutschen Forschungs­Gemeinschaft) auf befristete Stellen als Mitarbeiter in unserer Gruppe ge­stellt. Durch das großzügig ausgestat­tete Wissenschaftler-Integrations-Pro­gramm(WIP) konnten die technischen Voraussetzungen für effektives Arbei­ten(also Computer, Kopierer, Faxge­rät und Literatur) sehr schnell erfüllt werden.

Da wir gleich zu Jahresbeginn einen Arbeitsraum in den Communs(K 322, Tel.: 9 71 04 37) erhielten und regel­mäßig am Oberseminar der Abteilung Geometrie, das von Prof. B. Klotzek geleitet wird, teilnehmen, fühlen wir uns recht gut integriert. Auch wurden von uns schon im Frühjahrssemester 1992 Vorlesungen und Seminare ver­anstaltet, die gut besucht waren.

Alte(Moskau, Greifswald und Stern­warte Babelsberg) und neue(Münster, TU Berlin, Rom, Konstanz) Wissen­schaftskontakte werden gepflegt und beleben unsere Arbeit.

Dr. Hans-Jürgen Schmidt

Herzlich willkommen in der AOK-Beratungsstelle Babelsberg

Dieses schöne Backsteinhaus in der Kopernikusstraße 32 in Ba­belsberg beherbergt seit dem 22. Mai eine weitere Beratungsstelle der AOK. Neben der AOK-Geschäftsstelle in der Potsdamer Innen­stadt gibt es damit jetzt auch in Uninähe eine Anlaufstelle. Die Mit­arbeiter um Leiterin Gina Strauch informieren über alle AOK-Lei­

stungen und stellen u. a. Versicherungsbescheinigungen aus. Im

Haus sind übrigens auch verschiedene Ärzte und eine Apotheke un­

tergebracht.

Die Beratungsstelle ist Montag, Mittwoch und Donnerstag von 7.30

bis 13.00 Uhr geöffnet.

chen.

L

bis 15.30 Uhr, Dienstag von 7.30 bis 18.00 Uhr und Freitag von 7.30

Die AOK-Berater sind auch telefonisch unter 7 51 31/32 zu errei­