Heft 
(1.1.2019) 15
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Nr. 15/92 Seite 6

WISSENSCHAFT/FORSCHUNG

Symposium in China

In Shanghai(China) fand vom 15.-19. September 1992 das Symposium No. 156 der Interna­tionalen Astronomischen Union zum Thema Developments in Astrometry& their Impacts on Astrophysics and Geody­namics statt. Die etwa 160 Teil­nehmer aus 20 Ländern trafen sich, um neueste Forschungser­gebnisse zu diskutieren, die sich auf Satelliten-(HIPPARCOS, Hubble Space Telescope) und moderne erdgebundene Beob­achtungen stützen. Ziel dieser Beobachtungen ist die Schaffung eines an fernen Galaxien veran­kerten Koordinatensystems, in dem sowohl die Erdrotation als auch die Bewegungsverhältnis­se in unserer Galaxis untersucht werden können. Die notwendige Anbindung des HIPPARCOS­Systems an ein solches Inertial­system ist auch Ziel eines Pots­damer Programms, das Beobach­tungen mit dem weltgrößten Schmidt-Teleskop in Tautenburg bei Jena nutzt. Auf der Konfe­renz stellten Dr. E. Schilbach und Dr. R.-D. Scholz von der WIP-Gruppe Astrometrie bei der Universität Potsdam ein neues deutsch-französisches Projekt zur Erforschung der Bewegun­gen im Plejaden-Sternhaufen sowie die Ergebnisse der erstma­ligen direkten Bestimmung der absoluten Eigenbewegung von zwei Kugelsternhaufen unserer Galaxis vor. Zum Erfolg dieser Arbeiten trugen die Entwicklung neuer Auswertemethoden durch Dr. S. Hirte von der WIP-Grup­pe Astrometrie und die Koope­ration mit dem Pariser Observa­torium und der Universitätsstern­warte Bonn sowie mit dem Insti­tute of Astronomy der Universi­tät Cambridge(GB) wesentlich mit bei.

Dr. R.-D. Scholz WIP-Projekt

Astrometrie

bei der Universität Potsdam

Internationaler Workshop Praktische Probleme der Ökotechnologie an der Universität Potsdam

Das industrielle Produktionssy­stem hat Krisen in der Umwelt, der Gesellschaft und der Wirt­schaft hervorgebracht, aber auch eine neue Haltung gegenüber ökologischen Problemen. Die Menschen lernen zu akzeptie­ren, daß die Gesetze der Natur auch im industriellen Bereich nicht zu umgehen sind. Diese Erkenntnis muß in ein neues Muster umgesetzt werden. Eco­logic Bioprocessing, eine neue Arbeitsgruppe der Europäischen Föderation für Biotechnologie (EFB, Chairman Prof. Dr. A. Moser, TU Graz), vertritt dieses Paradigma. Sie umfaßt alle Bemühungen, industrielle Pro­zesse mit biologisch-ökologi­schen Prinzipien in Einklang zu bringen.

Vom7. bis 9. Oktober 1992 hatte die Arbeitsgruppe an die Uni­versität Potdam zu einem Work­shop zumEcologic Bioproces­sing challenges in practice eingeladen. Der Workshop lief als eine gemeinsame Veranstal­

tung; Mitveranstalter war die WIP-Projektgruppe Ökotechno­logie bei der Universität Pots­dam und die Gesellschaft für ökologische Technologie und Systemanalyse e. V., Sektion Brandenburg.

Die Thematik wurde in Haupt­und Kurzvorträgen, durch eine Posterpräsentation und in einer Plenardiskussion von Naturwis­senschaftlern, Ingenieuren, Öko­nomen und politischen Entschei­dungsträgern abgehandelt. Ziel war es, die Grundideen der öko­logischen Technologie weiter bekannt zu machen und ihre Ausarbeitung sowie praktische Umsetzung zu unterstützen. Diskutiert wurden Ansatzpunk­te und Strategien für eine Ökolo­gisierung der Produktionstech­nologien.

Anwendungsbeispiele ökolo­gisch relevanter technologischer Prinzipien demonstrierten den in­ternationalen Stand, vor allem auf den Gebieten geschlossene

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Produktionskreisläufe, dezentra­le Produktion, Nutzung nach­wachsender Rohstoffe und Wie­derverwertung von Abfällen. Bewertungs- und Bilanzierungs­methoden für diese Prozesse wurden erörtert.

Ein Nutzen für das Land Bran­denburg wird darin gesehen, daß politische Entscheidungsträger aus Umwelt- und Wirtschafts­ämtern auf Landes-, Kreis- und Kommunalebene sowie vor al­lem mittelständische Unterneh­men über innovative Entwick­lungen und den Stand der ökolo­gischen Bewertung von Prozes­sen und Produktionsstandorten informiert wurden, so daß Im­pulse für die ökologische Neu­gestaltung des Landes daraus Te­sultieren können. Schließlich wurde das Land Brandenburg und seine spezielle Situation ei­nem internationalen Gremium bekannt gemacht.

Dr. Rolf Rammelt

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