Nr. 18/92— Seite 10
STUDENTEN
Ein Besuch der Wiener UNO-City
Vom2u. 11. bis 6. 11. dieses Jahres weilte eine Gruppe von 38 StudentInnen in der österreichischen Donaumetropole, um sich mit der Arbeit der dort ansässigen Organe der Vereinten Nationen ein wenig näher vertraut zu machen. Die Exkursion fand im Rahmen zweier seminaristischer Veranstaltungen statt, die sich mit dem Thema befaßten bzw. befassen und die beide unter der Leitung von Dr. Wolfgang Kötter standen resp. stehen, der auch in Wien als Exkursionsleiter dabei war. Somit setzte sich der Teilnehmerkreis überwiegend aus StudentInnen der Fachrichtungen Politikwissenschaft und Sozialwissenschaften zusammen. Am Montag hieß es früh aufzustehen, denn der Bus startete bereits kurz nach 6.00 Uhr in Golm. Über die Stationen Dresden, Zinnwald, Prag gelangten wir schließlich nach über 14stündiger Fahrt— einschl. Pausen(„Ikarus-Fahrer sind die Allerhärtesten“) sicher und wohlbehalten in der Jugendherberge in Wien-Hütteldorf an. Die Unterkunft war zwar etwas spartanisch(8-Bett-Zimmer), aber nicht schlecht und angesichts des Preises durchaus gerechtfertigt.
Am Dienstag und Mittwoch hatten wir ein interessantes Programm im „Vienna International Centre, das ewas außerhalb der Stadt und für alle weithin sichtbar gelegen ist (siehe Bild). In mehreren Filmen
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und anschließenden Diskussionsrunden hatten wir Gelegenheit, Einblick in die Aufgaben, Tätigkeitsbereiche und Arbeitsweisen solcher UN-Spezialorganisationen zu bekommen, wie z. B. UNHCR, IAEA, UNIDO, UNWRA. In den Gesprächen wurde deutlich, daß die Vereinten Nationen nach dem Wegfall der Ost-West-Konfrontation vor neuen Aufgaben stehen, deren Lösung das Schicksal der gesamten Menschheit beeinflussen wird— Stichwort: Transfer von spaltbarem Material und kerntechnischem know how (IAEA); Stichwort: Migrationsprobleme und Bürgerkriegsflüchtlinge(UNHCR); Stichwort: Überwindung der Unterentwicklung und ihrer Folgeerscheinungen (UNIDO) usw.
Insgesamt waren die gewonnenen Eindrücke sicherlich für jeden Teilnehmer Anlaß, über die eigenen Vorstellungen von der Weltorganisation nachzudenken und diese ggf. zu revidieren. Außerdem konnte man auf diese Weise potentielle Arbeitsfelder für den eigenen Berufsweg sondieren. Am Donnerstag hatten wir Gelegenheit, den sprichtwörtlichen Wiener Charme„live“ zu erleben. Die Stadt erwies sich als sehr reizvoll— sowohl architektonisch als auch kulturell. Prater, Hofburg, Kärntner Straße, Stephansdom, Burgtheater, Naschmarkt— Aufzählung ließe sich fast beliebig fortsetzen. Und der Besuch in ei
nem typischen Wiener Cafehaus
durfte natürlich nicht fehlen...
Die Rückfahrt am Freitag verlief
wiederum stau- und— zum Glück— unfallfrei, so daß wir gegen 21.00 Uhr etwas erschöpft, aber mit vie
len neuen Eindrücken in Potsdam
zurück waren. An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an unseren Busfahrer,
Herrn Höllger, der uns gut und_
sicher an die Donau und zurück beförderte.
M. E. war die Exkursion eine nützliche Ergänzung zum Studium und ein unvergeßliches Erlebnis für jeden Teilnehmer.
Derartige Möglichkeiten sollten| auch in Zukunft angeboten wer
G. Eckstein (Powi, 7. Sem.)
den.
die
Es ist'mal wieder soweit!
Wir schreiben den Monat Dezember und nicht nur Weihnachten steht vor der Tür, Wie sich sicherlich alle Beteiligten noch lebhaft erinnern können, fanden im März diesen Jahres StuRaWahlen statt, aus denen ein mehr oder weniger arbeitsfähiger Studentenrat hervorgegangen ist. Allerdings war er als ein, sagen
wir mal Übergangsorgan ge
schaffen, der sich um ein Überleben der Studierendenvertretung
bemüht hat. Nun ist es aber so,
daß mensch nicht ewig Überle
_ benstraining betreiben kann und
solche Dinge wie z. B. Interna
tionale Arbeit, Ausländer- und Frauenproblematiken nicht mehr: ; t denn„olle Goethen“ hatte schon
der Studierendenvertreterwahlen wissend, rufen wir schon jetzt alle interessierten Studierenden, die Interesse an der Arbeit in einer Studierendenvertretung haben, auf, sich beim StuRa zu melden, d. h. sich zur nächsten Wahl, die in der zweiten Januar
woche'93 stattfinden wird, zu
stellen. Dieser Aufruf ergeht ausdrücklich an die Studierenden in allen drei Komplexen der Universität, da angedacht ist(schönes Wort, nicht?!), die Studierendenvertretung gleichberechtigt durch Vertreter aus Golm, Babelsberg und dem Neuen Palais zu bilden.
Nun, nicht ewig nachgedac