Heft 
(1.1.2019) 18
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Nr. 18/92 Seite 10

STUDENTEN

Ein Besuch der Wiener UNO-City

Vom2u. 11. bis 6. 11. dieses Jahres weilte eine Gruppe von 38 Stu­dentInnen in der österreichischen Donaumetropole, um sich mit der Arbeit der dort ansässigen Organe der Vereinten Nationen ein wenig näher vertraut zu machen. Die Ex­kursion fand im Rahmen zweier seminaristischer Veranstaltungen statt, die sich mit dem Thema be­faßten bzw. befassen und die beide unter der Leitung von Dr. Wolf­gang Kötter standen resp. stehen, der auch in Wien als Exkursions­leiter dabei war. Somit setzte sich der Teilnehmerkreis überwiegend aus StudentInnen der Fachrichtun­gen Politikwissenschaft und So­zialwissenschaften zusammen. Am Montag hieß es früh aufzuste­hen, denn der Bus startete bereits kurz nach 6.00 Uhr in Golm. Über die Stationen Dresden, Zinnwald, Prag gelangten wir schließlich nach über 14stündiger Fahrt einschl. Pausen(Ikarus-Fahrer sind die Allerhärtesten) sicher und wohl­behalten in der Jugendherberge in Wien-Hütteldorf an. Die Unter­kunft war zwar etwas sparta­nisch(8-Bett-Zimmer), aber nicht schlecht und angesichts des Prei­ses durchaus gerechtfertigt.

Am Dienstag und Mittwoch hatten wir ein interessantes Programm im Vienna International Centre, das ewas außerhalb der Stadt und für alle weithin sichtbar gelegen ist (siehe Bild). In mehreren Filmen

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und anschließenden Diskussions­runden hatten wir Gelegenheit, Einblick in die Aufgaben, Tätig­keitsbereiche und Arbeitsweisen solcher UN-Spezialorganisationen zu bekommen, wie z. B. UNHCR, IAEA, UNIDO, UNWRA. In den Gesprächen wurde deutlich, daß die Vereinten Nationen nach dem Wegfall der Ost-West-Konfron­tation vor neuen Aufgaben ste­hen, deren Lösung das Schicksal der gesamten Menschheit beein­flussen wird Stichwort: Transfer von spaltbarem Material und kerntechnischem know how (IAEA); Stichwort: Migrations­probleme und Bürgerkriegsflücht­linge(UNHCR); Stichwort: Über­windung der Unterentwicklung und ihrer Folgeerscheinungen (UNIDO) usw.

Insgesamt waren die gewonnenen Eindrücke sicherlich für jeden Teilnehmer Anlaß, über die eige­nen Vorstellungen von der Welt­organisation nachzudenken und diese ggf. zu revidieren. Außer­dem konnte man auf diese Weise potentielle Arbeitsfelder für den eigenen Berufsweg sondieren. Am Donnerstag hatten wir Gele­genheit, den sprichtwörtlichen Wiener Charmelive zu erleben. Die Stadt erwies sich als sehr reiz­voll sowohl architektonisch als auch kulturell. Prater, Hofburg, Kärntner Straße, Stephansdom, Burgtheater, Naschmarkt Aufzählung ließe sich fast beliebig fortsetzen. Und der Besuch in ei­

nem typischen Wiener Cafehaus

durfte natürlich nicht fehlen...

Die Rückfahrt am Freitag verlief

wiederum stau- und zum Glück unfallfrei, so daß wir gegen 21.00 Uhr etwas erschöpft, aber mit vie­

len neuen Eindrücken in Potsdam

zurück waren. An dieser Stelle nochmals ein Dan­keschön an unseren Busfahrer,

Herrn Höllger, der uns gut und_

sicher an die Donau und zurück beförderte.

M. E. war die Exkursion eine nütz­liche Ergänzung zum Studium und ein unvergeßliches Erlebnis für jeden Teilnehmer.

Derartige Möglichkeiten sollten| auch in Zukunft angeboten wer­

G. Eckstein (Powi, 7. Sem.)

den.

die

Es ist'mal wieder soweit!

Wir schreiben den Monat De­zember und nicht nur Weihnach­ten steht vor der Tür, Wie sich si­cherlich alle Beteiligten noch lebhaft erinnern können, fanden im März diesen Jahres StuRa­Wahlen statt, aus denen ein mehr oder weniger arbeitsfähiger Stu­dentenrat hervorgegangen ist. Allerdings war er als ein, sagen

wir mal Übergangsorgan ge­

schaffen, der sich um ein Überle­ben der Studierendenvertretung

bemüht hat. Nun ist es aber so,

daß mensch nicht ewig Überle­

_ benstraining betreiben kann und

solche Dinge wie z. B. Interna­

tionale Arbeit, Ausländer- und Frauenproblematiken nicht mehr: ­; t dennolle Goethen hatte schon

der Studierendenvertreterwahlen wissend, rufen wir schon jetzt alle interessierten Studierenden, die Interesse an der Arbeit in einer Studierendenvertretung haben, auf, sich beim StuRa zu melden, d. h. sich zur nächsten Wahl, die in der zweiten Januar­

woche'93 stattfinden wird, zu

stellen. Dieser Aufruf ergeht aus­drücklich an die Studierenden in allen drei Komplexen der Uni­versität, da angedacht ist(schö­nes Wort, nicht?!), die Studie­rendenvertretung gleichberech­tigt durch Vertreter aus Golm, Babelsberg und dem Neuen Pa­lais zu bilden.

Nun, nicht ewig nachgedac