Heft 
(1.1.2019) 02
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Nr. 2/26. Jahrgang

15. Februar 1993

Gemeinschaftszeichnung von Anja Johannisson, 15 Jahre/ Susann Resagh, Andrea Kobrow, 16 Jahre/ Ricarda Ende, 16 Jahre/ Heike Oldach, 15 Jahre AktionJugend malt am Computer: Fremde Nachbarn. Veranstaltet von der Otto Benecke Stiftung e. V., Bonn, im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen und Jugend(Zeichnung entnommen: KalenderZusammen leben in Deutschland 1993)

Am 30. Januar 1993 jährte sich zum 80. Mal der Tag, an dem die Verfolgung und Verachtung von Minderheiten zur Staatsdoktrin erhoben wurde. In den folgen­den Jahren wurde der Begriff Deutschland in zunehmendem Maße mit der Unterdrückung und

Vernichtung von Menschen ver­bunden.

Heute wird wieder über den Haß auf Ausländer und Asylanten in Deutschland berichtet, und Ver­gleiche mit der Nazizeit werden angestellt. Besonders im Land Brandenburg ist die Aktivität

neonazistischer Vereine und von radikal eingestellten Jugendli­chen zu einem schrecklichen Geschehen für die Betroffenen geworden.

Wenn auch die große Mehrheit der Bevölkerung inzwischen die Überfälle verurteilt, bleibt noch

ein großes Ausmaß an täglicher, z. T. verbaler Diskriminierung. Als Universität sollten wir uns Gedanken machen über die tie­feren Ursachen des Geschehens und langfristiges Handeln gegen

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