Nr. 2/93— Seite 2
INFORMATIONEN
Geowissenschaftler an die Universität Potsdam berufen
Der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg hat am 27. Januar 1993 drei weitere Professoren an die Universität berufen. Die Geowissenschaftler erhielten gleichzeitig den Status von Abteilungsleitern am GeoForschungsZentrum Potsdam(GFZ) auf dem Telegrafenberg. Damit wurde ein weiterer Schritt in Richtung Förderung der Grundlagenforschung, Stärkung des GFZ und Ausbau der Geowissenschaften an der Universität Potsdam getan, der insgesamt zum Aufbau der technisch-wissenschaftlichen Struktur des Landes Brandenburg beiträgt.
Prof. Dr. Georg Dresen, der einen Ruf für das Fachgebiet Geologie erhielt, hat sich 1990 an der TU Darmstadt habilitiert und anschließend mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Department of Earth, Atmospheric and Planetary Sciences des
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Die Ausgabe 3/93 der Universitätszeitung erscheint am 1. März 1993. Redaktionsschluß: 16. 2. 1993
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Massachusetts Institute of Technology(USA) gearbeitet.
Prof. Dr. Jörg Erzinger erhielt|
den Ruf für das Fachgebiet Mineralogie. Seit Oktober 1981 an der Justus-Liebig-Universität in Gießen tätig, hat er sich dort 1990 mit einer geochemischen Arbeit habilitiert. Prof. Dr. Friedemann Wenzel arbeitet seit 1980 am Geophysikalischen Institut der Universität Fridericiana Karlsruhe und entwickelte dort u. a. eine Streutheorie für die Verarbeitung tiefenreflexionsseismischer Daten. Mit dieser Forschungsarbeit hat er sich 1990 habilitiert. Anschließend war er an der School of Earth Science der Macquarie University of Sidney in Australien tätig. Nach Potsdam wurde er für das Gebiet Geophysik berufen. Minister Enderlein äußerte seine Zuversicht darüber, daß es den drei neuen Professoren gelingen werde, nicht nur die Arbeit am GFZ zu strukturieren, sondern auch maßgeblich an der Gestaltung der Studiengänge in den Geowissenschaften an der Universität Potsdam mitzuwirken. Dazu sind sie mit Lehrveranstaltungen an die Universität gebunden.
Dr. Rolf Rammelt
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Die Bildnachricht
Israels Generalkonsul in Berlin, Mordechay Lewy, sprach am 26. Januar an der Universität Potsdam zum Stand des Friedensprozesses im Nahen Osten. Die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu erhalten, nutzten vor allem Studenten der Fachbereiche Geschichte und Sozialwissenschaften sowie Mitarbeiter des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien. M. Lewy, von Haus Historiker und seit 1975 im diplomatischen Dienst, gab eine detaillierte Darstellung der Interessenlage bei den Friedensverhandlungen.„Es gibt kein Zurück- der Zug in Richtung Frieden ist abgefahren“ — So die optimistisch stimmende Grundaussage des Diploma
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Foto: Rüffert
Ausländer und wir
Fortsetzung von S. 1
die steigende Tendenz zur Gewaltbereitschaft. An unserer Universität studieren über 200 ausländische Studenten, die mit ihren deutschen Kommilitonen friedlich leben. Mir sind keine Diskriminierungen im Studienbetrieb oder im Zusammenleben in den Heimen bekannt; jedoch weiß ich, daß unsere ausländischen Gäste bei ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit von Unsicherheit und Ängsten geplagt sind. Ich rufe alle Mitglieder der Universität auf, ihre Verbundenheit mit den ausländischen Studenten und Kollegen in jeder Situation zu zeigen.
Der Studenten- und Wissenschaftleraustausch zwischen dem Ausland und der Universität
Potsdam ist sicher der beste Weg, um Verständnis für andere Lebensbedingungen und Vorstellungen zu erreichen. Wenn es Fortschritte in dieser Beziehung gibt, so ist doch der Anteil von Austauschpersonen steigerbar.
Unsere Universität ist eine bedeutsame Ausbildungsstätte für Lehrer. Ich glaube, daß schon während des Studiums interkulturelle Kenntnisse und Fähigkeiten herangebildet werden können. Im Rahmen des„Potsdamer Modells der Lehrerbildung“ spielt der psychologische Aspekt des Lehramtes eine große Rolle, die auch für die Vermeidung des Ausländerhasses bei Kindern und Heranwachsenden nutzbar gemacht werden kann. Prof. Dr. Rolf Mitzner