Heft 
(1.1.2019) 02
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DIREKTORIN

Nr. 2/93 Seite 5

Neue Bibliotheksdirektorin im Amt

Am 2. November 1992 hat Frau Barbara Schneider-Eßlinger ihre Arbeit als Direktorin der Uni­versitätsbibliothek Potsdam auf­genommen. Nach einem Univer­sitätsstudium der Architektur hat Frau Schneider-Eßlinger entspre­chend dem Werdegang eines wissenschaftlichen Bibliothekars in den alten Bundesländern ein zweijähriges Referendariat ab­solviert. Im ersten Jahr durch­läuft der Absolvent die einzel­nen Abteilungen einer Biblio­thek, im zweiten Jahr wird ihm theoretisches Wissen vermittelt. Das sich anschließende zweite Staatsexamen hat sie 1984 abge­legt. Ihre erste Stelle als Fachre­ferentin(auf dem Gebiet der Architektur) in der Technischen Informationsbibliothek Hanno­ver sei eineTraumstelle gewe­sen. Die gut ausgestattete Han­noversche Bibliothek erfüllt zugleich die Funktion einer Universitätsbibliothek und kann als eine ArtNationalbibliothek für Technik gelten.

1988 ging Barbara Schneider­Eßlinger als Dezernentin für all­gemeine Bibliotheksverwaltung an die Univeristät-Gesamthoch­

schule Duisburg. Im Rahmen dieser Tätigkeit konnte sie um­fangreiche Erfahrungen beim Aufbau eines einschichtigen Bibliothekssystems und in Per­sonalangelegenheiten sammeln. Bei den Universitätsneugründun­gen in den alten Bundesländern in den siebziger Jahren war man

mit Erfolg bemüht, die ehemals| durchgängig vorhandene Zwei-|

gleisigkeit an Universitäten, das Bestehen einer Universitätsbi­bliothek und großer Institutsbi­bliotheken von vornherein zu vermeiden. Allerdings ist man­

che Handbibliothek eines Pro- 7 fessors schnell so groß geraten,|

daß sie ihren Namen zu Unrecht trägt. Gerade bei der Neugrün­

dung der Potsdamer Universität| auf ausgewogene Verhältnisse zu

achten, wird auch die neue Di­rektorin beschäftigen.

Potsdam hat die Achtunddrei­Bigjährige in mehrfacher Hin­sicht gereizt. Baugeschichtlich geschult und mit dieser Stadt bekannt, vermag sie die großar­tige Substanz der historischen Bauten trotz vielfach maroden Zustands zu erkennen, hat sie eine enge Beziehung zur hiesi­

gen Gartenarchitektur. Entschei­dend für die Bewerbung auf die Potsdamer Stelle war jedoch die Chance, einer aufzubauenden Universitätsbibliothek Profil und Struktur geben zu können.

Barbara Schneider-Eßlinger Foto: Rüffert

Noch sei sie in der Phase, sich mit den Gegebenheiten der Pots­damer Universität vertraut zu machen, doch geschehe dies mit einer festen Vorstellung vom Aussehen und von der Funktions­weise der künftigen Bibliothek. Einheitlichkeit in der Darstellung

nach innen(Universität) und nach außen(Stadt Potsdam) kommt dabei Priorität zu. Die drei Standorte der Universität und die separat angesiedelten, histo­risch gewachsenen Bibliotheken dürfen dem Prinzip nicht entge­genstehen. Gleiche Nutzungsbe­dingungen für Studenten und Professoren an allen Orten, die Gewährleistung von qualifizier­ter Buchbeschaffung durch sie­ben Fachreferenten und eine hochgradige Nutzung der EDV gehören zum Prinzip Einheitlich­keit. Die Vision der Direktorin: Jeder Wissenschaftler der Hoch­schule kann an seinem Arbeits­platz den Katalog der Universi­tätsbibliothek abfragen. Vorar­beiten dafür existieren; bei aus­reichenden Finanzen ließe sich die Vernetzung in fünf Jahren bewerkstelligen...

Daß die studierte Architektin­und Vorsitzende der Baukom­mission des Deutschen Biblio­theksinstituts bei dem ins Haus stehenden Bibliotheksneubau den Kaiserbahnhof favorisiert, ist verständlich.

Unterstützung bei der Partner­suche für EG-Projekte

Die Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen kann Wissenschaftler, die an öf­fentlich geförderten Forschungs­einrichtungen in der Bundesre­publik Deutschland arbeiten, bei der Suche nach geeigneten Pro­jektpartnern unterstützen.

Da die Forschungsförderung der Europäischen Gemeinschaft üblicherweise die Bildung mul­tinationaler Konsortien voraus­setzt, interessierte Antragsteller jedoch nicht immer ihren pas­senden europäischen Koopera­tionspartner kennen, bietet ih­nen KoWi folgenden Service: 1...Der. Interessent... füllt..einen

Fragebogen aus und schickt ihn an das Brüsseler Büro der Koordinierungsstelle (KoWi, Square de Meeüs 30, B-1040 Bruxelles, FAX 00 32-2-5 02.75.33).

2. KoWi leitet den Fragebogen an ihre in Brüssel ansässigen Schwesterorganisationen aus anderen EG-Ländern weiter. Diese vermitteln das Gesuch an die mit ihnen verbunde­nen Wissenschaftsorganistio­nen und Forschungseinrich­tungen weiter.

3. Potentielle Partner aus die­sen Einrichtungen nehmen direkt mit dem Suchenden

Kontakt auf. Deshalb sollte beim Ausfüllen des Fragebo­gens auf vollständige An­schrift inklusive Fax- und Telefonnummer geachtet werden. Für einen Erfolg können wir keine Garantie übernehmen, da die potentiellen Partner gehalten sind, sich direkt mit Ihnen in Verbindung zu setzen, um unnö­tige Verzögerungen zu vermei­den.

(Fragebögen und nähere In­formationen sind im Dezernat 6 bei Frau Schmid, App. 711, erhältlich)

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