KONFERENZEN
Nr. 2/93— Seite 11
Regionalgeschichtlicher Exkurs
Kolloquium des Fachbereiches Pädagogik zum Potsdam-Jubiläum
Seit Mitte der 80er Jahre beschäftigen sich einige Wissenschaftlerdes Fachbereiches Pädagogik mit regionaler Schulgeschichte. Dr. Frank Tosch aus dem Arbeitsbereich Historische und Vergleichende Pädagogik hatten schon vor einiger Zeit die Idee, die bis heute auf diesem Gebiet gesammelten Forschungsergebnisse zusammenzufassen, zu diskutieren und damit auch der bereiteren Öffentlichkeit vorzustellen.
Das Potsdamer-Jubiläum ist nun ein guter Anlaß, um das Kolloquium„1000 Jahre Potsdam— Reflexionen über Potsdamer Lehrer, Schüler und Schulen im Wandel der Zeit ein Beitrag zur Erforschung regionaler Schulgeschichte im Spannungsfeld von Tradition und Reform“ durchzuführen.
In mehreren Beiträgen werden
993
ausgewählte Problemkreise Potsdamer Schulgeschichte zur Debatte gestellt. Als Adressatenkreis denken die Veranstalter vorrangig an Studenten, Lehrer und regionalhistorisch interessierte Potsdamer. Das Thema des Kolloquiums ist bewußt breit angelegt, der Disput soll nicht vordergründig streng wissenschaftlich geführt werden.
1993
Folgende Beiträge sind vorgesehen:
Prof. Dr. Wolfgang Roksch: Entstehung und Entwicklung des Potdamer Schulnetzes im 18. Jahrhundert.
Eva Erbach: Der preußische Schulrat Türk in Potsdam
Dr. Frank Tosch: Der institutionelle Differenzierungsprozeß, vor allem im höheren Potsdamer
Schulwesen, in der Zeit der Weimarer Republik. Ein Beitrag zur Erforschung historischer Ansätze gegenwärtiger Schulprofilierungen
Dr. Dirk Gentsch: Nationalsozialistische Eliteschulen in Potsdam
Die Moderation wird von Prof. Dr. phil. Klaus-D. Mende, der sich seit vielen Jahren mit dem osteuropäischen Schulwesen beschäftigt, übernommen.
Das Kolloquium findet am 17. März 1993, 14.00 Uhr im Universitätskomplex I, Am Neuen Palais 10, Gebäude I (09), Raum 204(Senatssaal) statt.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wolfgang Thiem, Dr. Frank Tosch, FB Pädagogik, Universitätskomplex II, Karl-Liebknecht-Straße, 0-1574 Golm, Tel.: 9 76 23 11 B.E.
Kulturwissenschaftliche Tagung an Potsdamer Universität
„Kulturwissenschaftschaftliche Studien in Potsdam und Berlin‘— war das Thema der am 27. und 28. Januar 1993 durchgeführten Fachtagung an der Universität Potsdam. Das Ziel dieses wissenschaftlichen Austausches bestand nach Aussagen der Initiatoren Dr. H. Salzwedel(Soziologie) und Prof. K. Kiesant(Germanistik) darin, Anstöße für eine öffentliche und fachöffentliche Diskussion zur Problematik Kulturwissenschaft zu geben. Des weiteren wollte man einen Beitrag leisten zur Belebung des interdisziplinären Gesprächs der Fachbereiche innerhalb der Alma mater selbst. Kernpunkt des Gedankenaustausches war die Überlegung, ob und in welcher Form in Potsdam kulturwissenschaftliche Forschung und Ausbildung
zukünftig eingeführt werden können. In der die Fachtagung abschließenden Vorlesung Minister Enderleins wurde die
eventuelle Möglichkeit einer|
solchen Ausbildung perspektivisch angedeutet und im Grunde als unverzichtbar beschrieben.
Einzelbeiträge, so- z. B. von Prof. Staude, USA(zum Einsatz von audiovisuellen Mitteln im Bereich der Soziologie), Dr. Ekstrand, Schweden (zur Organisationskultur am Beispiel einer Wohnungsbaugesellschaft) und nicht zuletzt Dr. Kirchberg, BRD(zur unternehmerischen Kulturförderung in Potsdam), vermittelten einen Einblick in kulturwissenschaftliche Themenstellungen und gaben wichtige Denkanstöße für eigene Forschungskonzeptionen. Eck.,, Gö.
Foto: Rüffert
Ausstellung
7 Die Industrieausstellung ANALYSENMESSTECHNIK: und LABORBEDARF findet am 2. März 1993 im Blauhaus in Potsdam(0-1560 Potsdam,
Heinrich--Mann-Allee 103) unter der Schirmherrschaft der Universität Potsdam und am 4. März 1993 im Industrie
komplex Berlin-Adlershof (0-1199 Berlin, Rudower Chaussee 5, Robert-BunsenSaal) jeweils von 8.30 bis 17.00 Uhr mit etwa 60 bedeutenden Herstellerfirmen aus den alten und neuen Bundesländern statt. 7) Pressemitteilung|