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INFORMATIONEN
Commerzbank AG unterstützt Universität Potsdam
Die Universitätsgesellschaft e. V. hat sich mit dem Ziel gegründet, die Universität Potsdam auf ihrem Wege fördernd zu begleiten. Die Gesellschaft wird im wesentlichen getragen von der Industrie- und Handelskammer Potsdam, deren Hauptgeschäftsführer, Herr Peter Egenter, auch der Vorsitzende des Förder
vereins ist. Eine Aufgabe sieht er darin, der Universität zu zusätzlichen, nicht öffentlichen Mitteln zu verhelfen. So konnte
Der Gründungsrektor und der Kanzler der Universität Potsdam haben sich dafür ausgesprochen, die Spende zur Aufstockung der wirtschaftswissenschaftlichen Freihandbibliothek für Studierende und für die Stärkung und Ausdehnung nützlicher Auslandskontakte zu verwenden.
Herr Kretzschmar billigte diesen Verwendungszweck nachdrücklich, denn nach seiner Ansicht sei die Ausbildung von Wirtschaftswissenschaftlern an
Herr Kretzschmar(2. v. r.) überreicht Prof. Dr. Mitzner den Scheck im Beisein von Herrn Egenter(I.) und Herrn Prüß(r.)
bereits 1992 eine erste Spende von der Unternehmensgruppe Roland Ernst aus Teltow eingeworben werden.
Jetzt empfahl sich die Commerzbank AG als Sponsor. Der Direktor und Mitleiter der Potsdamer Bankfiliale, Herr DiplomKaufmann Jörg E. Kretzschmar, der sich zuvor über den Entwicklungsstand der Universität informiert hatte, überreichte am 26. Januar 1993 dem Gründungsrektor, Prof. Dr. Rolf Mitzner, einen Scheck über 10 000 DM mit der Zweckbindung, dieses Geld für den Ausbau der Juristischen oder Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu verwenden, weil die Potsdamer Absolventen dieser Fakultäten beim Aufbau der Verwaltungs- und Wirtschaftsstruktur des Landes Brandenburg eine wichtige Rolle spielen werden.
Foto: Rüffert
der Universität Potsdam unerläßlich.
Das Geld wird von der Universitätsgesellschaft verwaltet. Ihr Vorsitzender und der Gründungsrektor bedankten sich bei der Commerzbank AG für die bisher höchste der Universität zugeflossene Spende. Herr Egenter versicherte, das Geld ordentlich zu verwahren und der Universität bei aktuellem Bedarf zur Verfügung zu stellen. Er sprach sich für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Potsdam aus.„Es ist gut und wichtig, wenn in Potsdam junge Betriebswirtschaftsmanager ausgebildet würden, denn diese würden unzweifelhaft die regionale Wirtschaft stärken“‘, betonte Egenter.
Dr. Rolf Rammelt
„Spiegelt sich Literatur in der Wirklichkeit?“
Zu dieser Thematik startet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihre 18. Preisfrage. Im folgenden veröffentlichen wir die Bedingungen für die Teilnahme.
Thema: Spiegelt sich Literatur in der Wirklichkeit? Bedingungen:
1. Nicht unmittelbare Rezeption oder gar Imitation(junge Männer, die sich erschießen, weil Werther sich erschossen hat) sind das Thema. Gefragt wird, ob- und wenn ja: wie und wo-Literatur womöglich Ähnliches bewirkt wie die Malerei, wenn sie unsere Wahrnehmung neu programmiert, so daß wir in einer Landschaft die Struktur eines Cezanne, in Frauengestalten das Modell eines Renoir wiedererkennen— Kunst sich also für unsere Augen in der Wirklichkeit spiegelt.
.. Zur Teilnahme ist jedermann berechtigt.
. Die Antwort muß in deut
scher Sprache abgefaßt sein
und soll den Charakter eines
Essays oder einer Abhand
lung haben.
4. Die Arbeit darf nicht zuvor in Rede oder Schrift veröffentlicht sein.
5. Der Umfang soll etwa 30 bis 50 Seiten betragen(die Schreibmaschinenseite mit 30 Zeilen gerechnet).
6. Der letzte Einsendetermin (Datum des Poststempels) ist der 30. Juni 1993.
7. Die Lösung soll in fünf Exemplaren unter einem Kenn
wort eingereicht werden. Als Absender soll eine Postfachnummer oder eine Deckadresse angegeben werden. Der Name des Verfassers mit Adresse ist in einem verschlossenen Kuvert beizufügen. Der Umschlag des Gewinners wird nach der Entscheidung der Jury geöffnet. Die übrigen Einsendungen werden-zur Wahrung der Anonymität-über die Deckadresse zurückgegeben.
8. Die Jury besteht aus Mitgliedern der Akademie.
9.-Die Jury kann zu ihrer Unterstützung einen Lektor bestellen; sie kann im Bedarfsfall einen Sachverständigen zur Gegenlesung hinzuziehen.
10. Die Entscheidung der Jury istendgültig. Sie wird bei der Herbsttagung 1993 der Akademie verkündet.
. Die beste Arbeit wird von der Akademie in ihren Schriften veröffentlicht und mit einem Preis von 5000,- DM ausgezeichnet. Die Akademie erwirbt auf diese Weise das Recht der ersten Veröffentlichung; entspricht keine der eingereichten Arbeiten den Maßstäben, so kann die Prämierung unterbleiben.
12. Die Akademie kann auf Empfehlung der Jury auch andere eingereichte Arbeiten zur Veröffentlichung erwerben.
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Netzwerk für Promovierte
Wer sich auf dem Weg zur Promotion mit Fachkollegen austauschen möchte, kann das Doktoranden-Netzwerk„Thesis“ nutzen. Bereits mehr als 250 Promovierende mehrerer Länder haben sich darin zusammengeschlossen.
Die Zusammenarbeit reicht von der Literaturbeschaffung über
Fachdiskussionen bis zum Zimmertausch. Mehr als 30 Fachrichtungen sind vertreten, in zahlreichen Regionen finden regelmäßig Treffen und Workshops statt. Weitere Informationen:„Thesis“, Röderichstraße 17, 6000 Frankfurt 90.
(aus: MAZ vom 22. 1. 93)