Heft 
(1.1.2019) 02
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Nr. 2/93 Seite 14

INFORMATIONEN

Commerzbank AG unterstützt Universität Potsdam

Die Universitätsgesellschaft e. V. hat sich mit dem Ziel gegründet, die Universität Potsdam auf ih­rem Wege fördernd zu begleiten. Die Gesellschaft wird im we­sentlichen getragen von der In­dustrie- und Handelskammer Potsdam, deren Hauptgeschäfts­führer, Herr Peter Egenter, auch der Vorsitzende des Förder­

vereins ist. Eine Aufgabe sieht er darin, der Universität zu zusätz­lichen, nicht öffentlichen Mit­teln zu verhelfen. So konnte

Der Gründungsrektor und der Kanzler der Universität Potsdam haben sich dafür ausgesprochen, die Spende zur Aufstockung der wirtschaftswissenschaftlichen Freihandbibliothek für Studie­rende und für die Stärkung und Ausdehnung nützlicher Aus­landskontakte zu verwenden.

Herr Kretzschmar billigte die­sen Verwendungszweck nach­drücklich, denn nach seiner Ansicht sei die Ausbildung von Wirtschaftswissenschaftlern an

Herr Kretzschmar(2. v. r.) überreicht Prof. Dr. Mitzner den Scheck im Beisein von Herrn Egenter(I.) und Herrn Prüß(r.)

bereits 1992 eine erste Spende von der Unternehmensgruppe Roland Ernst aus Teltow einge­worben werden.

Jetzt empfahl sich die Commerz­bank AG als Sponsor. Der Di­rektor und Mitleiter der Potsda­mer Bankfiliale, Herr Diplom­Kaufmann Jörg E. Kretzschmar, der sich zuvor über den Entwick­lungsstand der Universität infor­miert hatte, überreichte am 26. Januar 1993 dem Gründungsrek­tor, Prof. Dr. Rolf Mitzner, einen Scheck über 10 000 DM mit der Zweckbindung, dieses Geld für den Ausbau der Juristischen oder Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu verwenden, weil die Potsdamer Absolventen dieser Fakultäten beim Aufbau der Verwaltungs- und Wirtschafts­struktur des Landes Brandenburg eine wichtige Rolle spielen wer­den.

Foto: Rüffert

der Universität Potsdam uner­läßlich.

Das Geld wird von der Universi­tätsgesellschaft verwaltet. Ihr Vorsitzender und der Grün­dungsrektor bedankten sich bei der Commerzbank AG für die bisher höchste der Universität zugeflossene Spende. Herr Egenter versicherte, das Geld ordentlich zu verwahren und der Universität bei aktuellem Bedarf zur Verfügung zu stellen. Er sprach sich für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Potsdam aus.Es ist gut und wichtig, wenn in Potsdam jun­ge Betriebswirtschaftsmanager ausgebildet würden, denn diese würden unzweifelhaft die regio­nale Wirtschaft stärken, beton­te Egenter.

Dr. Rolf Rammelt

Spiegelt sich Literatur in der Wirklichkeit?

Zu dieser Thematik startet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihre 18. Preisfrage. Im folgenden veröffentlichen wir die Bedingungen für die Teilnahme.

Thema: Spiegelt sich Literatur in der Wirklichkeit? Bedingungen:

1. Nicht unmittelbare Rezeption oder gar Imitation(junge Männer, die sich erschießen, weil Werther sich erschos­sen hat) sind das Thema. Gefragt wird, ob- und wenn ja: wie und wo-Literatur wo­möglich Ähnliches bewirkt wie die Malerei, wenn sie unsere Wahrnehmung neu programmiert, so daß wir in einer Landschaft die Struk­tur eines Cezanne, in Frauen­gestalten das Modell eines Renoir wiedererkennen Kunst sich also für unsere Augen in der Wirklichkeit spiegelt.

.. Zur Teilnahme ist jedermann berechtigt.

. Die Antwort muß in deut­

scher Sprache abgefaßt sein

und soll den Charakter eines

Essays oder einer Abhand­

lung haben.

4. Die Arbeit darf nicht zuvor in Rede oder Schrift veröffent­licht sein.

5. Der Umfang soll etwa 30 bis 50 Seiten betragen(die Schreibmaschinenseite mit 30 Zeilen gerechnet).

6. Der letzte Einsendetermin (Datum des Poststempels) ist der 30. Juni 1993.

7. Die Lösung soll in fünf Ex­emplaren unter einem Kenn­

wort eingereicht werden. Als Absender soll eine Postfach­nummer oder eine Deck­adresse angegeben werden. Der Name des Verfassers mit Adresse ist in einem ver­schlossenen Kuvert beizufü­gen. Der Umschlag des Gewinners wird nach der Entscheidung der Jury geöff­net. Die übrigen Einsendun­gen werden-zur Wahrung der Anonymität-über die Deck­adresse zurückgegeben.

8. Die Jury besteht aus Mitglie­dern der Akademie.

9.-Die Jury kann zu ihrer Unter­stützung einen Lektor bestel­len; sie kann im Bedarfsfall einen Sachverständigen zur Gegenlesung hinzuziehen.

10. Die Entscheidung der Jury istendgültig. Sie wird bei der Herbsttagung 1993 der Aka­demie verkündet.

. Die beste Arbeit wird von der Akademie in ihren Schriften veröffentlicht und mit einem Preis von 5000,- DM ausge­zeichnet. Die Akademie erwirbt auf diese Weise das Recht der ersten Veröffentli­chung; entspricht keine der eingereichten Arbeiten den Maßstäben, so kann die Prä­mierung unterbleiben.

12. Die Akademie kann auf Emp­fehlung der Jury auch andere eingereichte Arbeiten zur Veröffentlichung erwerben.

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Netzwerk für Promovierte

Wer sich auf dem Weg zur Pro­motion mit Fachkollegen aus­tauschen möchte, kann das Dok­toranden-NetzwerkThesis nutzen. Bereits mehr als 250 Promovierende mehrerer Länder haben sich darin zusammenge­schlossen.

Die Zusammenarbeit reicht von der Literaturbeschaffung über

Fachdiskussionen bis zum Zim­mertausch. Mehr als 30 Fach­richtungen sind vertreten, in zahlreichen Regionen finden regelmäßig Treffen und Works­hops statt. Weitere Informatio­nen:Thesis, Röderichstraße 17, 6000 Frankfurt 90.

(aus: MAZ vom 22. 1. 93)