STUDENTEN
IAESTE—
Nr. 4/93— Seite 9
Praktikum im Ausland
1948 wurde in London diese tionalen Komitees arbeiten Organisation ins Leben geru- direkt mit den Lokalen Komifen, deren Akronym IAESTE tees(LC) bzw. mit den Akadefür International Association mischen Auslandsämtern in den for the Echange of Students for Hochschulen zusammen.
Technical Experience steht. In jedem Herbst können sich Derzeit sind weltweit ca. 60 Studenten der oben genannten Länder an diesem Programm Studienrichtungen in den lokabeteiligt. len Komitees/Akademischen Das deutsche Nationalkomitee Auslandsämtern bewerben für von IAESTE hat seit 1950 über ein Praktikum im darauffolgen50 000 ausländischen Prakti- den Sommer. Diese Bewerbunkanten ein Praktikum in deut- gen gehen an das NC, das in schen Betrieben und Ausbil- Deutschland beim DAAD andungsstätten ermöglicht und gesiedelt ist. Gleichzeitig bie
30 000 deutsche Praktikanten ins Ausland vermittelt.
1992 kamen 821 ausländische Studenten nach Deutschland, 659 deutsche Studenten absolvierten ihr Praktikum in für deutsche Studenten typischen Zielländern wie Brasilien, Türkei, Ungarn, Frankreich, USA. Untersuchungen und Umfragen an deutschen Hochschulen bestätigen, daß für Absolventen dieser Einrichtungen Auslandsaufenthalte und berufsorientierte Praxiserfahrung immer bedeutsamer werden. Sie ermöglichen oftmals einen besseren Einstieg ins Berufsleben, weil Mitarbeiter mit Auslandserfahrungen gute und nützliche Kenntnisse verschiedener Märkte, Kulturen und Sprachen einbringen und oftmals selbständiger und flexibler sind. JAESTE ist als spezielles Programm für Studenten mit technischer Orientierung ab 3. Semester(Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Land- und Forstwirtschaft u. ä.) konzipiert, jedoch nicht für Praktika in Betriebswirtschaftslehre.
IAESTE wird über ein Internationales Komitee(IC) geleitet, das mit allen Nationalkomitees (NC) in den Mitgliedsländern in Verbindung steht. Die Na
ten interessierte Firmen und Institutionen konkret beschriebene Praktikumsplätze an, die vom NC im Januar auf einer internationalen Tauschkonferenz der Mitgliedsstaaten vorgelegt werden.
Im Februar erhalten die LC/ Akademischen Auslandsämter meist im Verhältnis 1:3 zwischen Angebot und Nachfrage Auslandsplätze vom NC, die wiederum den interessierten Studenten vorgelegt werden.
die Lebenshaltungskosten und die Unterbringungskosten deckt.
Fahrtkosten hat der Student allein zutragen. Es sei denn, er ist für einen Platz in Übersee nominiert. In diesem Falle stellt der DAAD Fahrtkostenzuschüsse zur Verfügung. Außerdem” bietet‘ der DAAD ein spezielles Versicherungsprogramm für ein- und ausreisende Praktikanten.
An der Universität Potsdam haben sich erstmals im November 1992 12 Studenten für IAESTE beworben. Im Februar 1993 erhielt das Akademische Auslandsamt 5 Plätze zugewiesen(4 für Chemie, 1 für Informatik) in Israel, Frankreich, Finnland, GUS und Polen— durchweg„gute Adressen‘, aber nicht immer die gewünschte Zeit und Zielregion für die Studenten, so daß leider nicht jeder der 5 Plätze einen Abnehmer findet und nach Bonn zum DAAD zurückgegeben werden muß.
Die Universität Potsdam bietet ausländischen Studenten 5 Praktikantenplätze für den Sommer 1993 in der Informatik und in der Max-PlanckArbeitsgruppe(Mathematik) an.
An vielen deutschen Hochschulorten liegt das gesamte
Entscheidet sich der Student TJAESTE-Programm in der für einen Platz, nimmt er auf Hand engagierter Studenten, dem Wege über den DAAD die das Lokalkomitee aufbauKontakt mit dem ausländischen en und alle Aktivitäten koordiNC und dem Arbeitgeber/Platz- nieren, die mit dem Praktikum anbieter auf, der seinerseits den deutscher und ausländischer Studenten schriftlich akzeptie- Studenten im Sommer anfalren muß, bevor ein Vertrag zu- len. Interessierte Studenten standekommt. werden auch hier in Potsdam Für sein Praktikum, das in der dafür gesucht. Es gäbe viel zu Regel 8 bis 12 Wochen in der tun auf diesem Gebiet- packen Sommerpause einnimmt, er- wir’s gemeinsam an!
hält der Student vom Arbeitge- Antje Bürger ber ein Entgeld, das mindestens Akademisches Auslandsamt
Uni Potsdam fördert Sensor-Technik
Auf Initiative von Mitarbeitern der Forschungsgruppe„Dünne organische Schichten“ bei der Universität Potsdam und der Technologie- und Innovationsberatungsstelle„Sondermaterialien und Sensortechnologie‘ der Universität Potsdam wurde im Dezember 1992 die„Arbeitsgemeinschaft Dünnschicht-Sensorik'e. V.“ gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke durch Förderung der Zusammenarbeit von kleinen und mittleren Unternehmen mit Forschungseinrichtungen des Landes Brandenburg auf dem Gebiet der Dünnschicht-Sensorik, speziell bei der Entwicklung neuer Sensoren auf Basis der Dünnschichttechnik für den Einsatz in der Umweltanalytik. Mitglieder können alle Personen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden, die einen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Arbeitsgemeinschaft DünnschichtSensorik e. V. leisten können. Die Arbeitsgemeinschaft will durch ihre Tätigkeit die im Land Brandenburg vorhandenen technologischen Erfahrungen und die vorhandenen einschlägigen Forschungskapazitäten bündeln und Beiträge dazu leisten, daß sich dieses moderne Technologiegebiet zu einem Wirtschaftsfaktor im Land Brandenburg entwikkelt. Unmittelbar nach der Gründung der Arbeitsgemeinschaft wurde mit der Bearbeitung eines Verbundprojektes ‚„„Pyrosensor“ zum Nachweis umweltrelevanter Analyte begonnen. Weitere Projekte befinden sich im Antragsverfahren. Für das kommende Jahr ist ein Symposium an der Universität Potsdam zur Dünnschicht-Sensorik für den Umweltschutz als gemeinsame Veranstaltung von technologieorientierten Unternehmen mit Forschungseinrichtungen, die auf diesem Gebiet arbeiten, vorgesehen.
Prof. Dr. L. Brehmer