FORSCHUNG
Nr. 16/93— Seite 9
Zum 24. Male trafen sich alle, die ein intensives und aufrichtiges Interesse haben, den Dialog zwischen Wissenschaft und Technik zu verbessern. AVMedieneinsatz in allen Bereichen des Bildungswesens optimieren zu helfen, ist ausgesprochenes Ziel dieser jährlichen Fachtagungen.
Der Fachverband MTB e. V. (Medien und Technik im Bildungswesen) und als Gastgeber die dort integrierte Technologie-Transfer-Kontaktstelle Sowie das Institut für Technisch| Wissenschaftliche Innovation an der FH WHV luden zu dem diesjährigen Medienfachkongreß ein, der unter dem Thema stand„Elektronische Medien— Gestalter uund Mittler in Wirtschaft, Wissenschaft und For| schung“.
Das MTB-Symposium ist der | Treffpunkt, an dem Wissen| schaftler, Techniker, aber auch | wirtschaftlich orientierte Medi| enspezialisten gemeinsam Ge| spräche führen, um über aktuel| le sowie künftige Lösungen und Wege zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der-Volks| und Berufsbildung zu diskutie| ren. Der Weiterbildungscharak| ter der Tagung kommt in den | Vortragsthemen zum Ausdruck: Die Vorstellung einer Untersu| chung vom Institut infas Bonn über Berufsbilder und Berufs| ausbildung in den av Arbeitsbereichen des Bildungswesens von Wirtschaft und Wissenschaft gehört ebenso zum Themenkreis wie die Vorstellung von Großbildprojektionstechnik für hochauflösende Grafik | oder ein Vortrag zu Urhe| berrechtsfragen im Zusam| menhang mit der Arbeit in medientechnischen Einrichtungen. | Dieser Beitrag bestand aus ei| nem Einführungsreferat und einer mehrstündigen heißen Dis| kussion. Es zeigte sich einer_ Seits, daß es nicht möglich ist, | die Medienarbeit an einer Uni
Medien und Technik im Bildungswesen
versität so zu definieren, daß das Urheberrecht umgangen werden kann, andererseits ist die Grauzone groß und läßt einen beachtlichen Spielraum. Um unliebsamen Überraschungen zu entgehen, ist es ratsam, jeden Medieneinsatz, der von vorgegebenen Regelungen abweicht, unter dem Gesichtspunkt des Urheberrechts zu prüfen, um dann eine endgültige Entscheidung bezüglich des Einsatzes zu treffen. Es führte zu weit, an dieser Stelle auf Einzelheiten einzugehen. Empfohlen sei aber die Lektüre der einschlägigen Fachliteratur, wie z. B. FROMM, NORDEMANN, VINK Kommentar zum Urheberschutzgesetz.
Ein Programmpunkt der Tagung war, wie in den letzten Jahren, der Video-ProduktionsWettbewerb. An dieser Stelle wurde schon zweimal darüber berichtet. Diesmal gingen 16 Beiträge ein, die von einer unabhängigen Jury begutachtet wurden. Insgesamt ist festzustellen, daß sich die Qualität der Beiträge gegenüber früheren Jahren merklich verbessert hat. Vielleicht durch die Vorbildwirkung, die von Beiträgen aus den neuen Bundesländern ausging? Schließlich belegte die Uni Potsdam zweimal vordere Plätze. In diesem Jahr bekam ein Umweltbeitrag der Uni Tübingen den ersten Preis, der zweite und dritte Platz ging an die TU Dresden. Ein Video unseres Fachbereiches Sportwissenschaft, das in Zusammenarbeit mit dem HiF entstand, erreichte den„undankbaren“ vierten Platz. Immerhin auch ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.
Falls der geneigte Leser Interesse an der Mitarbeit im MTB e. V. hat, so kann er sich gern bei Herrn Dr. Parnow im Hochschulinternen Fernsehen(Tel. 15 67) nähere Informationen holen. c.pi
Nächste Veranstaltungen im Forschungskolloquium zur
Geschichte der
10. 11. 1993
Dr. Fuchs, Regensburg Das_Religionsgespräch als Form theologisch-religiöser Auseinandersetzung in der Reformationszeit
24. 11. 1993
Dr. U. Gleixner, Potsdam
„Das Mensch“ und„der
Frühen Neuzeit
Kerl‘ in Gemeinde und vor Gericht(Unzuchtsverfahren im 18. Jahrhundert in der Altmark)
; Veranstaltungsort:
Am Neuen Palais 10, K 239 Veranstaltungszeit: 17.00-19.00 Uhr
Forschungsförderung/DFG
Im Dezernat 1, Haus- 3, Zimmer 0.11‘ oder 1.03 kann der Bericht der DFG eingesehen werden(Tel. 977 10.19 bzw. 17 78).
In ihm werden die Entwicklung der Kollegs, die Grund- und Strukturdaten sowie wesentliche Arbeitsformen der DFG in
Zusammenhang mit den bisher 53 im Zeitraum von 1990 bis 1993 geförderten Kollegs dargestellt. Darüber hinaus vermittelt der Bericht Erfahrungen und weitere Perspektiven von Graduiertenkollegs in den neuen Bundesländern. Dr. Richter
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